Die 6 besten Internetradios im Test inklusive Testsieger 2026
Welches ist derzeit das beste Internetradio im Handel? Um diese Frage zu beantworten, wurden 6 aktuell im Handel verfügbare Internetradios über mehrere Wochen hinweg getestet. Im Fokus standen in erster Linie die Bedienung sowie die einfache Integration in das heimische Netzwerk. Zudem wurde die Ausstattung der einzelnen Modelle miteinander verglichen.
Testsieger wurde das Teufel 3SIXTY Internetradio. Es bot das beste Gesamtpaket im Test, mit einem umfassenden 360-Grad-Sound in alle Richtungen als besonderes Highlight. Zudem waren Spotify und Amazon Music nativ integriert. Die beste Audioleistung im Test lieferte das Pure Evoke Home Internetradio. Die vier integrierten Breitbandlautsprecher leisten insgesamt satte 100 Watt und damit mehr als doppelt so viel wie das zweitbeste Gerät. Als Internetradio mit der größten Farbauswahl konnte das Imperial 22-322-00 i110 überzeugen. Es bietet zudem eine native Unterstützung von zahlreichen Internetradio-Portalen. Die größte Anzahl an Senderspeicherplätzen im Test bot das Telestar TOP 250 Internetradio, das zudem mit der ASA-Warnfunktion ausgestattet ist.
Im Anschluss an den Test informiert ein ausführlicher Ratgeber über alle wichtigen Kriterien, die es beim Erwerb eines Internetradios zu beachten gibt. Er nennt Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten von Internetradios, erklärt die Funktionsweise eines solchen Geräts und gibt sogar Tipps, wie sich ein eigenes Webradio aufsetzen lässt. Zudem werden relevante Kaufkriterien aufgezählt und die wichtigsten Hersteller im Handel vorgestellt. Zum Abschluss wird noch ein Blick auf mögliche Internetradio-Tests der Stiftung Warentest und weiterer Testmagazine geworfen.
tipps.de empfiehlt diese Internetradios

"tipps.de Testsieger"

"Höchste Audioleistung im Test"

"Größte Farbauswahl aller Radios"

"Internetradio mit den meisten Speicherplätzen"

"Mobiles Webradio mit Akkubetrieb"
- 1. tipps.de empfiehlt diese Internetradios
- 1.1. Teufel 3Sixty Internetradio (tipps.de Testsieger)
- 1.2. Pure Evoke Home Internetradio (Höchste Audioleistung im Test)
- 1.3. Imperial i110 Internetradio (Größte Farbauswahl aller Radios)
- 1.4. Telestar TOP 250 Internetradio (Internetradio mit den meisten Speicherplätzen)
- 1.5. TechniSat VIOLA 2 C IR Internetradio (Mobiles Webradio mit Akkubetrieb)
- 2. Alle Produkte aus dem Internetradio-Test
- 3. Vergleichstabelle mit allen Produktdetails
- 4. So hat tipps.de getestet
- 5. Alle Infos zum Thema
Inhalt
1. Testsieger: Das Teufel 3SIXTY Internetradio mit beeindruckendem 360-Grad-Sound
Das Teufel 3SIXTY Internetradio wurde in einer schlichten Verpackung geliefert und überzeugte direkt nach dem Auspacken mit einem modernen und eleganten Design. Das 17,5 Zentimeter hohe und 28 Zentimeter breite Gerät ist in einem schicken, schwarzen Kunststoffgehäuse untergebracht und auf der Oberseite mit einer Stoffbespannung bezogen, an der außen ein kleines Schild mit der Aufschrift „Dynamore Surround“ herausragt. Auf der Unterseite sorgen vier gummierte Standfüße für einen sicheren Halt auf allen Oberflächen. Hier eine kurze Übersicht über die wichtigsten Daten und Eigenschaften des Radios laut Datenblatt des Herstellers:
- Maße/Gewicht: 28 x 17,5 x 16 Zentimeter (Breite x Höhe x Tiefe) / 2,5 Kilogramm
- Display: LC-Display, 240 x 320 Pixel (keine Angaben zur Größe)
- Treiber/Kanäle: Breitband, Stereo
- Audioleistung: 30 Watt
- Kabellänge: 150 Zentimeter
- Empfangsarten: UKW, DAB+, WLAN, UPnP, Bluetooth
- Anschlüsse: USB, AUX, Klinkenanschluss
Das Gerät mit einer 30-Watt-Ausgangsleistung stellte im Test Musik aus der ganzen Welt bereit. Dafür sorgen die Empfangsarten DAB+, FM-Radio und Internetradio sowie Streaming via Bluetooth und Spotify Connect. Das Radio ließ sich entweder über die “ 3SIXTY“-Radio-App oder direkt am Gerät über Drehregler und Stationstasten steuern. Zudem funktioniert die Bedienung über eine mitgelieferte Fernbedienung, Batterien liegen allerdings nicht dabei. Im Gegensatz zum Vorgängermodell aus dem Jahr 2019 hat Teufel bei dem neuen 3SIXTY Internetradio den Streamingdienst von Amazon Music ebenfalls in das System integriert, auf eine native Integration von Deezer und Tidal muss aber verzichtet werden.
Bei diesem Internetradio steht eine Weckfunktion mit zwei unterschiedlichen Weckzeiten zur Verfügung. Beispielsweise kann ein Wecker auf 6 Uhr morgens an Werktagen und der andere auf 11 Uhr am Wochenende gestellt werden. Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich vom DAB+-Radio, FM-Radio und Internetradio wecken zu lassen – je nach persönlichem Wunsch. Angezeigt werden alle wichtigen Daten auf einem LC-Farbdisplay, das dimmbar ist, aber leider zu den schwächeren im Test zählte. Es informiert laufend über Uhrzeit, Sender, Titel und Co. Wurde im Test erstmals in den DAB+-Modus geschaltet, durchsuchte das Radio automatisch das komplette Frequenzband nach verfügbaren Sendern und legte diese alphabetisch in der Gesamtliste ab.
Im Internetradio-Betrieb griff das Radio auf das Angebot von „Frontier Silicon“ zu und die Sender ließen sich nach Land, Genre und Namen durchsuchen. Auch Podcasts lassen sich direkt aufrufen. In jedem Empfangsbereich (Internet, DAB+ und UKW) ließen sich bis zu 30 Sender speichern und bis zu fünf Lieblingssender auf Direktwahlspeichertasten ablegen. Wichtig: Für den optimalen Empfang via DAB+ und UKW sollte die Teleskopantenne an der Rückseite komplett ausgefahren sein. Eine Einschlafautomatik (Sleep-Timer) kann über das Menü aktiviert werden und bietet Zeitintervalle im Bereich von 15 bis 60 Minuten. Darüber hinaus steht unter anderem eine Powerbank-Funktion als Anschlussmöglichkeit zur Verfügung.
In Sachen Konnektivität stehen bei diesem Gerät einige interessante Features zur Verfügung. Das Internetradio verfügt beispielsweise über Bluetooth. Da sich das Radio auch in Google Home integrieren lässt, genügt ein Sprachbefehl über Google und schon wird das gewünschte Musikstück abgespielt. Per Bluetooth lassen sich auch YouTube-Videos oder Amazon Music direkt vom Smartphone oder Tablet aus über die Lautsprecher wiedergeben. Die Reichweite beträgt knapp 15 Meter. Das Radio ist nicht nur mit iOS und Android kompatibel, sondern auch mit Windows und macOS.
Bei diesem Internetradio kommt ein Zwei-Wege-System zum Einsatz. Das Gehäuse des Internetradios besteht aus ABS-Kunststoff mit einer matt lackierten Oberfläche. Das Anschließen eines Kopfhörers mit einem 3,5-Millimeter-Klinkenstecker ist ebenfalls möglich. Ferner steht eine USB-2.0-Ladefunktion für Smartgeräte zur Verfügung, mit einer Stromstärke von bis zu 1,5 Ampere. Der Verstärker hat drei Kanäle und setzt auf die sogenannte DSP-Technik. Der Standard-Lieferumfang beinhaltet ein Netzteil inklusive Stromkabel sowie eine Fernbedienung, die beim Vorgängermodell nicht dabei war. Zusätzlich ist die Bedienungsanleitung inbegriffen.
tipps.de zieht folgendes Fazit
Das Teufel 3SIXTY Internetradio holte sich vor allem dank seines herausragenden 360-Grad-Sounds, basierend auf der „Dynamore“-Soundtechnik des Berliner Herstellers, die Auszeichnung als Testsieger von tipps.de. Neben dem exzellenten Klang begeisterte die Tester vor allem die Konnektivität, der stabile WLAN-Empfang und die intuitive Steuerung. Zudem sind als einziges Gerät im Test beim Teufel-Radio sowohl Spotify als auch Amazon Music nativ integriert. Wer mit dem eher schwachen Display leben kann, bekommt mit dem 3SIXTY ein Internetradio der Spitzenklasse, das ein kompaktes Klangwunder ist.


















- Herausragender 360-Grad-Sound dank „Dynamore“-Soundtechnik
- Bluetooth- und WLAN-fähig
- Nativ kompatibel mit Spotify und Amazon Music
- Klarer Radioempfang via Internet, DAB+ oder UKW
- Intuitive Steuerung via App, Fernbedienung oder Drehregler/Tasten
- Weckfunktion mit zwei unterschiedlichen Weckzeiten
- In zwei Farben erhältlich
- Unterstützung von Airable als Internetradio-Portal
- Regelmäßige OTA-Updates
- Vergleichsweise starke Audioleistung (30 Watt)
- Elegantes Design mit Stoffbezug
- Nicht AirPlay-fähig
- Vergleichsweise schwaches Display (Auflösung und Größe)
- Nicht nativ mit Deezer oder Tidal kompatibel
- Ohne integrierten Sprachassistenten
- Kein Staub- und Spritzwasserschutz vorhanden
- Nicht Multiroom-fähig
FAQ
2. Beste Audioleistung im Test: Das Pure Evoke Home Internetradio mit faltbarem Display
Das Pure Evoke Home Internetradio konnte die Tester der tipps.de-Redaktion bereits nach dem Auspacken überzeugen. Es wurde deutlich, dass es sich um hochwertige Technik handelt. Mit einem Eigengewicht von 3,9 Kilogramm und Abmessungen von 36,8 x 10,7 x 18,4 Zentimetern handelt es sich um ein mittelgroßes und vergleichsweise schweres Audiosystem. Aufgrund der mit ökozertifiziertem und recyceltem Stoff bespannten Front sieht es schick aus und fügte sich im Alltagstest einwandfrei in die Wohnzimmerumgebung ein. Bevor es an die konkreten Erkenntnisse des mehrtägigen Praxistests geht, folgt zunächst eine Übersicht über die Eigenschaften des Webradios laut Datenblatt des Herstellers:
- Maße/Gewicht: 36,8 x 18,4 x 10,7 Zentimeter / 3,9 Kilogramm
- Display: LC-Display, 2,8 Zoll, 320 x 240 Pixel
- Treiber/Kanäle: Breitband, Stereo
- Audioleistung: 100 Watt
- Kabellänge: 180 Zentimeter
- Empfangsarten: UKW, DAB+, WLAN, UPnP, Bluetooth
- Anschlüsse: AUX, Klinkenanschluss, microUSB (nur für Firmware-Updates)
Ein weiteres Highlight des Radios ist neben dem Sound das faltbare Farbdisplay, das sich auf Wunsch einfach ausklappen und wieder einklappen lässt. Der 2,8 Zoll (circa 7 Zentimeter) große Bildschirm zeigt beispielsweise die Logos von Sendern oder das Cover von CDs an. Schrift sowie Buchstaben waren auf dem kräftig leuchtenden Display im Test sehr gut zu erkennen, selbst bei Tageslicht. Neben den zahlreichen Verbindungs- und Anschlussmöglichkeiten hat vor allem der integrierte CD-Player mit Slot-In-Mechanismus positiv überrascht. CD-Liebhaber gibt es nach wie vor und diese können mit dem Pure Evoke Home Internetradio problemlos die CD-Sammlung rauf- und runterspielen. Radiofreunde kommen ebenfalls voll auf ihre Kosten, denn das Evoke Home von Pure bietet drei Empfangsmöglichkeiten:
- UKW-Radio
- DAB+-Radio
- Internetradio per WLAN
Allein über das Internet gibt es eine breite Auswahl von über 85.000 Internet-Radiosendern und Podcasts aus aller Welt. Nationale und regionale Programme über DAB+ und UKW erweitern das beeindruckende Portfolio. Im Test wurden im Raum München innerhalb von knapp 30 Sekunden bereits über 70 DAB-Stationen gefunden, die vom Radio direkt in die Senderliste übernommen wurden. In exakt 3 Sekunden kann von einem Sender zum nächsten gewechselt werden, ein Top-Wert im Vergleich zur Konkurrenz.
Das Pure Evoke Home Internetradio erwies sich im Praxistest als wahres Multitalent. Per Bluetooth ließen sich Smartphones oder Tablets mit dem Gerät mühelos koppeln. Anschließend spielte das Radio die Inhalte des gekoppelten Gerätes ab, wie gespeicherte Musik oder die Inhalte von Streamingdiensten wie Deezer, iTunes und Co. Das Evoke Home unterstützt zudem nativ Spotify Connect. Damit lässt sich der Streamingdienst nach dem Koppeln eines Smartphones direkt am Internetradio steuern. Weitere Streamingdienste wie Amazon Music, Deezer oder Tidal werden nicht nativ unterstützt. Das folgende Video zeigt das Pure Evoke Home Internetradio:
Die mitgelieferte Fernbedienung erlaubt die Steuerung des Radios bequem von der Couch. Die Knopfanordnung an der Oberseite des Radios teilt sich in drei Bereiche: In der Display-Einbuchtung befinden sich die Tasten für die Menüführung des Radios, wobei besonders das griffige Steuerrad zu überzeugen weiß. Über dem CD-Einschub liegen die Wiedergabetasten für den CD-Spieler, während sich an der rechten Seite die Favoritentasten, Knöpfe für den Titel- und Sendersprung sowie das Lautstärkerad befinden. Positiv fällt der Regler auf, der hübsch beleuchtet war. Eine App-Steuerung ist über die „UNDOK“-App möglich, die es kostenlos für Android und iOS gibt.
Hinsichtlich der Ausstattung ist das Pure Evoke Home Internetradio auf dem neuesten Stand. Auf der Rückseite des Geräts befinden sich zwei Klinkenanschlüsse: Einmal für AUX, also für den Anschluss externer Geräte wie PC oder MP3-Player, und einmal ein Kopfhörerausgang. Zudem gibt es einen CD-Player und Bluetooth. Der integrierte Wecker bietet zwei Weckzeiten sowie eine Schlummerfunktion. Wer mit Musik einschlafen will, kann den Timer verwenden – dieser schaltet das Radio nach einer zuvor festgelegten Zeit aus. Eine USB-Ladebuchse fehlt, um beispielsweise ein Smartphone oder ein Tablet zu laden, gibt es nicht. Auch auf einen Cinch-Anschluss muss verzichtet werden und es gibt keinen integrierten Sprachassistenten. Ein IP-zertifizierter Staub- und Spritzwasserschutz ist leider ebenfalls nicht vorhanden.
tipps.de zieht folgendes Fazit
Das Pure Evoke Home Internetradio verpasste den Testsieg nur knapp und reihte sich hinter dem Teufel 3SIXTY auf einem starken zweiten Platz ein. Sound, Ausstattung und Bedienung des vielseitigen Musiksystems sind auf absolutem Spitzenniveau und den Testern gefiel besonders das faltbare Display, das sich allerdings nicht dimmen lässt. Spotify ist via Spotify Connect nativ integriert und durch seinen Bezug aus ökozertifizierter und recycelter Wolle macht das Radio auch optisch einiges her. Schwächen gibt es wenige, höchstens das etwas hohe Gewicht und die vergleichsweise kleinen Tasten der mitgelieferten Fernbedienung.














- Mit Abstand beste Audioleistung im Test (100 Watt RMS)
- Modernes und elegantes Design mit Bezug aus ökozertifiziertem Stoff
- Radioempfang über Internet, UKW und DAB+
- Klappbares Farbdisplay
- Wecker mit zwei Weckzeiten
- Integrierter Sleep-Timer (Einschlafautomatik)
- Mit CD-Player ausgestattet
- Unterstützung von Bluetooth und Spotify Connect
- Intuitive Bedienung am Gerät oder via App
- Display nicht dimmbar
- Vergleichsweise schwer
- Kleine Tasten auf der Fernbedienung
- Keine Lademöglichkeiten für Smartphones und Co. vorhanden
- Höhen waren teilweise etwas unsauber
FAQ
3. Leichtes Internetradio mit großer Farbauswahl: Das Imperial i110
Das Imperial i110 war eines der wenigen „reinen“ Internetradios im Test, das keine Sender via UKW empfangen kann. Dafür liefert ein 2,8 Zoll großes TFT-Farbdisplay wichtige Informationen wie Sender, Song und selbst die Wettervorhersage. Die Wiedergabe von Musik kann über USB, WLAN oder UPnP auf verschiedenen Wegen erfolgen. Was das kleine Internetradio im Test sonst noch konnte und ob es in den Kategorien Klang und Bedienung mit der Konkurrenz mithalten konnte, zeigen die folgenden Absätze. Zuvor gibt es eine kurze Übersicht über die wichtigsten Daten und Eigenschaften des Radios laut Hersteller:
- Maße/Gewicht: 22,5 x 13,5 x 11,0 Zentimeter (Breite x Höhe x Tiefe) / 1,2 Kilogramm
- Display: TFT-Farbdisplay, 2,8 Zoll, 240 x 320 Pixel
- Treiber/Kanäle: Breitband, Mono
- Audioleistung: 7 Watt
- Kabellänge: 150 Zentimeter
- Empfangsarten: WLAN, USB, UPnP, DAB+
- Anschlüsse: USB-A, Klinkenanschluss
Direkt beim Auspacken des Internetradios fiel den Testern das moderne Design des Geräts auf, das sich in jeder Küche und jedem Wohnzimmer gut einfügt. Mit einem Gewicht von 1.168 Gramm zählte das Radio zu den Leichtgewichten im Test, machte aber dennoch einen robusten und stabilen Eindruck. Die Standfüße an der Unterseite verhindern beispielsweise ein Verrutschen, auch wenn das geringe Gewicht darauf hindeutet, dass nicht allzu viele hochwertige Materialien wie Holz verwendet wurden. Stattdessen besteht das Radio größtenteils aus Kunststoff, Verarbeitungsmängel sind aber keine aufgefallen. Geliefert wurde das Modell in einer roten Verpackung, auf der die wichtigsten Eigenschaften bereits aufgedruckt waren. Alles Weitere ließ sich in der mehrsprachigen Bedienungsanleitung (u.a. Deutsch und Englisch) nachlesen, die zu den besseren im Test zählte – mit klaren Anweisungen, aber leider wenigen Abbildungen. Abgerundet wird das Lieferpaket von einem 150 Zentimeter langen Stromkabel mit Adapter sowie einer Fernbedienung mit bereits eingesetzter Batterie.
Kommen wir zur Bedienung, für die insgesamt drei Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Einerseits lässt sich das Radio klassisch über mehrere Tasten und einen Drehregler am Gehäuse steuern, andererseits gibt es die Möglichkeit, das Internetradio über die Fernbedienung aus der Entfernung zu bedienen. Das funktionierte im Test gut, auch wenn das Radio frontal mit der Fernbedienung angesteuert werden muss, damit die Eingaben zuverlässig erkannt werden. Die Tasten am Gehäuse sind leichtgängig und der Drehregler konnte sanft bedient werden. Um das Imperial i110 zudem an individuelle Bedürfnisse anzupassen, gibt es als dritte Option die Möglichkeit, das Radio über die für Android und iOS kompatible App AirMusic Control zu steuern. Diese beansprucht wenig Speicher auf dem Smartphone und benötigt keine Registrierung.
Nach einem kurzen Scan erkannte die App das Radio im Test automatisch. Daraufhin konnten die zahlreichen Funktionen, darunter fünf Speicherplätze für Lieblingskanäle, genutzt werden. Über die App war es zudem möglich, lokal gespeicherte Musik auf dem Smartphone über das Imperial i110 Internetradio zu hören. Gänzlich frei von Schwächen ist die App allerdings nicht: Die Menüführung wurde von den Testern teils als unpraktisch empfunden, viele Features waren nicht dort zu finden, wo sie zu erwarten waren. An dieser Stelle sollte Imperial nach Ansicht von tipps.de noch einmal ansetzen und die App insgesamt etwas logischer aufbauen.


















Positiv überraschen konnte das kleine Internetradio die Tester bei der Ausstattung, die trotz des im Vergleich zur höher platzierten Konkurrenz niedrigeren Preises umfangreich ausfällt. Integriert ist ein 3 Zoll (7,62 Zentimeter) großer Lautsprecher mit einer Audioleistung von 7 Watt, während alle wichtigen Daten auf einem 2,8 Zoll (7,11 Zentimeter) großen Farbdisplay angezeigt werden. Befindet sich das Radio im Standby-Modus, wird automatisch das Wetter am eingestellten Standort angezeigt. Via UPnP lässt sich Musik etwa von einem NAS-System im Netzwerk wiedergeben. Alternativ kann der USB-A-Anschluss auf der Rückseite genutzt werden, über den sich auch ein Smartphone laden lässt.
Das Imperial i110 kann zudem als Radiowecker verwendet werden, da es über eine Weckfunktion mit Schlummermodus verfügt. Ein integrierter Sleep-Timer (zu Deutsch: „Einschlafautomatik“) ermöglicht es sogar, das Radio im Schlafzimmer zu nutzen und die Lieblingsmusik zum Einschlafen zu hören, ohne dass das Gerät die ganze Nacht lang durchläuft. Einstellen lässt sich der Sleep-Timer über das Menü in einem großen Bereich von 15 bis 180 Minuten. Im Menü stehen insgesamt 17 Sprachen zur Auswahl, darunter auch Deutsch und Englisch. Die Sprache wird bei der Einrichtung gewählt, doch auch später lässt sie sich noch über den Punkt Einstellungen anpassen.
Bei der Ausstattung zeigt das Radio jedoch auch Schwächen: So sind beispielsweise keine Streamingdienste nativ integriert, wie es noch beim Testsieger von Teufel sowie beim Pure Evoke Home Internetradio der Fall ist. Spotify, Amazon Music, Tidal, Deezer und Co. können daher nur via UPnP abgespielt werden, was allerdings für den Ottonormalverbraucher relativ kompliziert zu bewerkstelligen ist. Eine Bluetooth-Funktion zum Abspielen von Spotify-Musik vom Smartphone aus ist ebenfalls nicht vorhanden. Dafür werden nativ die Internetportale TuneIn, myTuner Radio und Hit-Tuner.net unterstützt und das Imperial i110 ist Multiroom-fähig.
Damit zum für viele Leser wichtigsten Aspekt eines Radios, dem Klang. Dieser wird von Imperial auf der Webseite als „solide“ beschrieben – eine Einschätzung, die sich im Test weitgehend bestätigte. Das Radio lieferte im Alltagstest stets einen neutralen Sound, geeignet für sehr viele Musikrichtungen. Der Bass war sehr zurückhaltend, was insgesamt für einen recht dünnen Sound sorgte. Auch der eher kleine Lautsprecher trug hierzu seinen Teil bei. Da nur ein einzelner Lautsprecher verbaut ist, wurde der Klang recht zentriert wahrgenommen und auch die maximale Lautstärke war mit 78,7 Dezibel im Vergleich zu den Top-Modellen im Test eher niedrig. Klanglich eignet sich das Imperial i110 daher eher für den Alltag und nicht zwingend für den aktiven Musikgenuss.
Da ausschließlich WLAN-Empfang integriert ist, konnte auch nur dieser in der Praxis getestet werden. Dabei zeigte das Internetradio ein solides und stabiles Ergebnis, und selbst im Standby blieb die WLAN-Verbindung erhalten. Nach dem Ausschalten über das Netzteil benötigte das Radio einige Sekunden, um sich wieder zu verbinden, was aber bei jedem Internetradio im Test der Fall war. Die Bootzeit, also die Zeit vom Anschalten des Radios bis zur Anzeige des Startbildschirms, betrug 26 Sekunden. Der Stromverbrauch lag auf höchster Lautstärkestufe und bei normalem Internetradio-Betrieb im Durchschnitt 3,5 Watt, ein sehr sparsamer Wert im Vergleich zur Konkurrenz.
tipps.de zieht folgendes Fazit
Das Imperial i110 Internetradio konnte die Tester von tipps.de überzeugen und landete auf einem starken dritten Platz. Zwar konnte der Sound des Radios nicht mit den beiden Spitzenmodellen im Test mithalten, doch die Ausstattung des kleinen und farbenfrohen Radios war erstklassig. Neben dem großen Farbdisplay gab es UPnP, einen USB-A-Anschluss, eine Weckfunktion, einen Sleep-Timer und nicht zuletzt eine App zum Steuern des Radios. Letzteres war zudem über die mitgelieferte Fernbedienung möglich. Negativ wurden nur das Fehlen einer Bluetooth-Funktion sowie nativ integrierter Streamingdienste und die vergleichsweise niedrige Lautstärke bewertet.














































































- Größte Farbauswahl im Test (Weiß, Schwarz und Braun)
- Leichtgewicht (nur knapp 1,2 Kilogramm)
- Gute Verarbeitung trotz niedrigem Gewicht
- Sehr gute Standfestigkeit dank rutschfester Füße
- Sehr gute Ausstattung (UPnP, Wecker, Sleep-Timer)
- Viele Bedienungsmöglichkeiten (Tasten, Fernbedienung und App)
- USB-A-Anschluss zum Abspielen von Musik / Laden von Geräten
- Leicht ablesbares Farbdisplay
- 17 Menüsprachen zur Auswahl
- Equalizer mit zahlreichen Presets für Genres
- Vergleichsweise niedriger Stromverbrauch ermittelt
- Keine Bluetooth-Funktion
- Ohne native Integration von Spotify, Amazon Music und Co.
- Klang nur mittelmäßig (für normalen Hausgebrauch mehr als ausreichend)
- Vergleichsweise niedrige Lautstärke („nur“ 78,7 Dezibel)
- Kein klassischer Radioempfang via UKW
- Ohne AUX- oder Cinch-Anschluss
FAQ
4. Größter Favoritenspeicher im Test: Das Telestar TOP 250 Internetradio mit bis zu 700 Speicherplätzen
Das Telestar TOP 250 Internetradio ist der große Bruder des Top 200 von Telestar und eines der ersten DAB+-Radios, das mit einer ASA-Warnfunktion ausgestattet ist. Dieses neue System der Katastrophenwarnung ersetzt das alte EWF-System und funktioniert fast ausschließlich über DAB+. Der entscheidende Unterschied: ASA arbeitet standortbezogen. Nach einmaliger Hinterlegung des eigenen Standorts im Radio werden nur noch Warnungen für die jeweilige Region ausgegeben statt pauschal großflächiger Warnungen. Wie sich das Radio im weiteren Testverlauf geschlagen hat, insbesondere in Bezug auf Klang, Bedienung und Ausstattung, wird in den folgenden Absätzen erläutert. Zuvor gibt es eine kurze Übersicht über die wichtigsten Daten und Eigenschaften des Modells:
- Maße/Gewicht: 27,6 x 11,8 x 13,0 Zentimeter (Breite x Höhe x Tiefe) / 1,4 Kilogramm
- Display: TFT-Farbdisplay, 2,4 Zoll, 240 x 320 Pixel
- Treiber/Kanäle: Breitband, Stereo
- Audioleistung: 20 Watt (2 x 10 Watt)
- Kabellänge: 150 Zentimeter
- Empfangsarten: UKW, DAB+, WLAN, Bluetooth
- Anschlüsse: AUX-Anschluss, Klinkenanschluss, USB-A-Anschluss und Antennenanschluss
Das Telestar TOP 250 wurde in einem kleinen Karton geliefert und überzeugte direkt nach dem Auspacken durch sein elegantes und modernes Design. Mit 27,6 Zentimetern in der Breite, 11,8 Zentimetern in der Höhe und 13 Zentimetern in der Tiefe findet das Internetradio überall in der Wohnung Platz, beispielsweise auf Regalen, auf der Küchenzeile und selbst auf dem Nachttisch. Mit einem Eigengewicht von 1.453 Gramm lässt sich das Radio auch ohne einen separaten Tragegriff leicht von A nach B transportieren. Zum Lieferpaket zählen das Radio selbst, eine Fernbedienung mit integrierter Batterie, eine separate UKW-Antenne, ein Netzteil und eine Bedienungsanleitung. Letztere war zwar nur auf Deutsch verfügbar, dafür die ausführlichste im Test, mit zahlreichen Bildern und hilfreichen Tipps.
Bei der Verarbeitung zeigten sich erste kleinere Schwächen. Beim Versuch, die Antenne für den UKW-Empfang an den Anschluss zu schrauben und auszurichten, brach sie bereits bei geringem Kraftaufwand ab und konnte nicht mehr repariert werden. Das Gehäuse bestand aus Kunststoff und machte leider keinen allzu wertigen Eindruck, auch wenn es nicht gerade billig wirkte. Verarbeitungsmängel wie scharfe Kanten oder abstehende Ecken gab es aber nicht und die beiden Lautsprecher an der Vorderseite sind mit Stoff überzogen. Das sieht optisch sehr ansprechend aus, war in der Praxis aber ein absoluter Staubfänger.
Als Multifunktionsradio beherrscht das Telestar TOP 250 nicht nur den Empfang von Radiosendern via Internet, sondern auch über DAB+ und UKW. Dank Bluetooth 5.3 kann das Gerät auch als Lautsprecher genutzt werden, sowie Audioinhalte von Mediaservern, USB-Datenträgern oder analogen Quellen abspielen. Viele Internetstreams stehen in mehreren Qualitätsstufen zur Auswahl, was nur wenige Geräte im Test boten. Möglich ist das durch einen integrierten Chipsatz namens Nicent Solution. Ein weiterer Pluspunkt ist die Aufnahmefunktion auf USB-Speicher, die mittlerweile nur noch wenige Webradios bieten. Die Aufnahme lässt sich in allen Empfangsarten nutzen, sogar zeitgesteuert. So lassen sich Sendungen ohne PC direkt mitschneiden und archivieren.
Die Anzeige aller wichtigen Daten erfolgt über ein 2,4 Zoll (6,1 Zentimeter) großes Farbdisplay mit einer standardmäßigen Auflösung von 240 x 320 Pixeln, das im Alltagstest selbst bei Tageslicht gut ablesbar war. Das Display bietet eine einstellbare Helligkeit und kann bei Bedarf vollständig abgedunkelt oder auf die reine Anzeige der Uhrzeit reduziert werden. Damit eignet sich das Radio auch für den Einsatz als Radiowecker am Bett. Ein Sleep-Timer (Einschlafautomatik) ist ebenfalls vorhanden. Zudem gibt es einen speziellen Nachtmodus, einen Hotelmodus und sogar vier programmierbare Direktwahltasten.
In Sachen Bedienung stehen beim Telestar-Internetradio drei Möglichkeiten zur Auswahl. Die erste und einfachste ist nach Ansicht der Tester die mitgelieferte Fernbedienung, die direkt nach dem Start des Geräts funktionierte. Eine Batterie ist bei der Lieferung bereits eingesetzt, eine Einrichtung oder Kalibrierung ist nicht notwendig. Die Bedienlogik bei der Fernbedienung und der zweiten Steuerungsmöglichkeit, den Tasten und Drehreglern am Gehäuse, unterscheidet sich zwar leicht, jedoch sind alle Tasten klar beschriftet und nicht – wie bei so mancher Konkurrenz – unglücklich Ton in Ton ausgeführt.
Alternativ lässt sich das Internetradio auch über die Soundmate-App steuern, die es kostenlos für Android und iOS gibt. Die Bedienoberfläche ist intuitiv und stellt gegenüber der Tastensteuerung eine Verbesserung dar. Allerdings sind die Funktionen im Vergleich zur Gerätebedienung begrenzt, etwa, was Notfallmeldungen oder die Netzwerkeinrichtung betrifft. Details zur Soundmate-App zeigt die nachfolgende Galerie:
















Das wichtigste Ausstattungsmerkmal des Radios ist jedoch das ASA-Warnsystem. Das Radio kann sich bei einem ASA-Alarm nicht nur aus dem Standby heraus anschalten oder von anderen Sendern und/oder Programmquellen automatisch umschalten, sondern stellt Warnmeldungen zusätzlich als Text im Journaline-Format dar. Die Anzeige ist mehrsprachig möglich. In den Einstellungen lässt sich zudem festlegen, ob das Gerät auf Testmeldungen, ausschließlich auf echte Meldungen oder vollständig deaktiviert wird. Voraussetzung dafür ist die Eingabe eines Standortcodes. Einen integrierten Akku, der Warnungen auch bei einem Stromausfall ermöglichen würde, hat das TOP 250 aber nicht.
Der Empfang des Internetradios konnte im Test in allen Betriebsarten überzeugen. Selbst bei USB war das relevant, weil die ASA-Warnfunktion nicht an einem schwachen Empfang scheitern darf. Hinsichtlich des Klangs konnten sich die Tester ebenfalls nicht beschweren. Zwar war dieser von Haus aus nicht so ausgewogen wie bei den Spitzenmodellen von Teufel und Pure, doch für einen Radiowecker war er mehr als ausreichend. Die beiden 10-Watt-Lautsprecher lieferten gerade bei passender Einstellung des Equalizers insgesamt ein Ergebnis, das insgesamt als gut einzustufen ist.
Die maximale Leistung wurde im Betrieb mit 10,4 Watt gemessen und war damit doch recht weit von den 20 Watt entfernt, die laut Telestar erreicht werden sollen. Dafür überzeugte das Radio mit einem kräftigen Klang: Auf höchster Stufe des Drehreglers wurde aus einer Entfernung von 50 Zentimetern eine Lautstärke von knapp über 100 Dezibel gemessen. Das Radio fand zudem sehr schnell neue Sender und der Senderwechsel dauerte nur wenige Sekunden. Im Bluetooth-Betrieb gab es aber nur den Standardcodec SBC, hier boten andere Modelle im Test die modernere Codec-Unterstützung.
tipps.de zieht folgendes Fazit
Das Telestar TOP 250 Internetradio konnte mit einer erstklassigen Ausstattung überzeugen und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte. Besonders positiv ist die große Anzahl an Speicherplätzen für DAB+-, UKW- und Internetsender aufgefallen, zudem war als einziges Modell im Test das ASA-Warnsystem für Katastrophenwarnungen integriert. Der Empfang war zudem erstklassig und der Klang gut. Schwächen gab es wenige, aber die Verarbeitung gehörte definitiv dazu. Diese wirkte an manchen Stellen etwas billig und die mitgelieferte Antenne brach schon bei geringer Krafteinwirkung ab.


















































































- Größter Favoritenspeicher im Test (bis zu 700 Speicherplätze)
- Guter Empfang über alle Wege
- Vollwertiges ASA-Katastrophenwarnsystem
- Modernes Bluetooth der Version 5.3
- Viele Anschlüsse (AUX, Klinke, USB-A und Antenne)
- Farbdisplay mit Nacht- und Dimmmodus
- Tolle Ausstattung (Wecker, Sleep-Timer und Alarmfunktionen)
- Einfache Steuerung per App, Tasten und/oder Drehregler
- Guter Klang für den Alltag
- Vergleichsweise hohe Lautstärke (über 100 Dezibel)
- Keine modernen Bluetooth-Codecs (aptX, AAC oder LDAC)
- Verarbeitung an manchen Stellen „günstig“ (Antenne brach im Test sogar ab)
- Steuerung in der App wirkte nicht ausgereift
- Ohne native Integration von Spotify und anderen Diensten
- Kein Cinch-Anschluss vorhanden
- Angegebene Leistung (20 Watt) wurde im Test nicht erreicht
FAQ
5. Mobiles Internetradio: Das tragbare TechniSat VIOLA 2 C IR mit App-Steuerung
Das TechniSat VIOLA 2 C IR Internetradio war das einzige mobile Webradio im Test. „Mobil“ bedeutet, dass es einerseits durch sein niedriges Gewicht leicht von einem Ort zum nächsten transportiert werden konnte, aber andererseits auch über einen integrierten Akku für die Nutzung unterwegs verfügte. Wie sich das Radio im Vergleich zu den stationären Geräten im Test schlug, gerade im Hinblick auf Ausstattung, Klang und Bedienung, zeigen die folgenden Absätze. Zuvor folgt eine kurze Übersicht über die wichtigsten Daten und Eigenschaften laut des deutschen Herstellers für Unterhaltungselektronik:
- Maße/Gewicht: 20,4 x 11,2 x 9,0 Zentimeter (B x H x T) / 523 Gramm
- Display: TFT-Farbdisplay, 2,4 Zoll, 240 x 320 Pixel
- Treiber/Kanäle: Breitband, Mono
- Audioleistung: 3 Watt
- Kabellänge:
- Empfangsarten: DAB+, UKW, WLAN
- Anschlüsse: Klinkenanschluss (3,5 Millimeter)
Das TechniSat VIOLA 2 C IR Internetradio wurde als einziges Gerät in unserem Test zusammen mit einem Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 1.050 Milliamperestunden geliefert. Der Akku ließ sich einfach einbauen und bei Bedarf austauschen, was für die Langlebigkeit des Modells spricht. Des Weiteren befanden sich im Paket neben dem Radio ein Netzteil und eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen, darunter Deutsch und Englisch. Im Gegensatz zur Konkurrenz war aber keine Fernbedienung dabei und es wurden auch keine Audiokabel für den Anschluss von externen Geräten mitgeliefert. Das Webradio wirkt sehr kantig und wog gerade einmal knapp über 500 Gramm. Damit war es das leichteste Internetradio im Test.
Auf der linken Seite befand sich der Mono-Lautsprecher, der mit einem Plastikgitter geschützt war. Dieses war nahtlos in die Front eingearbeitet, es gab keine abstehenden Ecken oder scharfe Kanten. Auf der rechten Seite befand sich ein 2,4 Zoll großes TFT-Farbdisplay, das beispielsweise Senderlogos und Songinformationen anzeigte. Die Anzeige war ausreichend hell, wenn auch eher klein, was das Lesen von Programm- und Titelnamen erschwerte. Man sollte übrigens immer zentral auf das Display schauen, bei seitlichem Blickwinkel war die Ablesbarkeit deutlich eingeschränkt. Die allgemeine Verarbeitung konnte als solide bezeichnet werden, mit Kunststoff, der einen robusten Eindruck machte. Das schwarz-weiße Design war klassisch und unauffällig – für farbenfrohe Menschen auf jeden Fall zu langweilig.
Die Handhabung des Webradios von TechniSat war größtenteils intuitiv. Unter dem oben erwähnten Display befanden sich alle wichtigen Tasten des Radios, wobei diese vergleichsweise klein und damit weniger komfortabel zu bedienen waren. Das fiel hier besonders ins Gewicht, da bei diesem Internetradio keine Fernbedienung für die Steuerung vorhanden war. Dafür waren zwei statt nur einem Drehregler vorhanden, einer zur Navigation beziehungsweise Senderwahl und einer zum Regeln der Lautstärke. Diese reagierten im Test sehr präzise auf Eingaben, könnten aber wie die Tasten gerne ein wenig größer sein.
Neben der Bedienung am Gerät war die Steuerung über die zugehörige App möglich. Diese hieß „TechniSat CONNECT“ und war kostenlos im Google Play Store (Android) und im App Store (iOS) erhältlich. Die App funktioniert nach einem Bausteinmodell. Das bedeutet, dass sich Funktionen hinzufügen oder entfernen lassen. So konnten die Tester beispielsweise Sender und Favoriten schnell verwalten, das Webradio vom Smartphone aus steuern und vieles mehr. Die Empfehlung der tipps.de-Tester: Es reichte im Test aus, die Funktion „Control“ hinzuzufügen, da alle weiteren Bausteine andere TechniSat-Produkte benötigten.
Schwächen gab es leider auch: So lief die App etwas langsam im Vergleich zur Konkurrenz und die integrierte Bedienungsanleitung war veraltet. Wer zudem ausschließlich das VIOLA 2 C IR Internetradio von TechniSat nutzt, kann von den zahlreichen Funktionen und Möglichkeiten in der App schnell überfordert sein. So empfanden die Tester die App-Logik und den allgemeinen Aufbau als unnötig kompliziert, wenn ausschließlich ein Internetradio gesteuert werden soll. Hier eine kleine Bilderstrecke dazu, wie es in der „TechniSat CONNECT“-App aussieht:


















Die erste Inbetriebnahme des Geräts war unkompliziert, vor allem dank eines integrierten Einrichtungsassistenten, der durch die verschiedenen Schritte führte. Viele Schritte waren dafür nicht erforderlich. Zu Beginn ließ sich die Zeitzone einstellen, dann wurde nach einer Netzwerkverbindung gefragt. Die Verbindung mit dem WLAN klappte über die WPS-Taste des Routers in Sekundenschnelle, was ein klarer Pluspunkt des Radios war. Während bei anderen Radios mühsam jedes Zeichen des WLAN-Passworts händisch eingegeben werden musste, reichte ein Klick aus und nach wenigen Sekunden war das Radio mit dem Netzwerk verbunden.
Für ein so kompaktes Radio fällt die Ausstattung ordentlich aus.Mit dem Radio ließen sich neben Internetsendern auch Sender via DAB+ und UKW empfangen, wobei es für den UKW-Empfang an der Rückseite eine Teleskopantenne gab. Diese ließ sich auf maximal 65 Zentimeter ausziehen. Darüber hinaus gab es eine native Podcast-Integration. Nicht nativ vorhanden waren hingegen Streamingdienste wie Spotify, Amazon Music oder Deezer. Da es auch keine Bluetooth-Verbindung gab und kein USB-Anschluss vorhanden war, ließ sich keine lokal gespeicherte Musik abspielen. Dafür gab es immerhin einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss für den Anschluss eines Kopfhörers.
Eine bessere Platzierung im Internetradio-Test verhinderte leider der etwas dünne Klang des Radios. Das Webradio gab Musik höhenbetont und etwas scheppernd wieder. Stimmen klangen zudem gerade bei Podcasts leicht kratzig, waren aber immerhin stets klar zu verstehen. Tiefe Frequenzen hingegen deutete das Radio nur ansatzweise an, angesichts der kompakten Bauweise ohne Tieftöner wurden aber auch keine donnernden Bässe erwartet. Insgesamt war das Webradio also eher zum Nebenbeihören gedacht, Audiophile und echte Musikfans kamen keineswegs auf ihre Kosten.
Abschließend folgen die Messwerte. Aus einer Entfernung von 50 Zentimetern ergab sich auf niedrigster Lautstärkestufe (1 von 32) ein Wert von 31,7 Dezibel. Auf höchster Stufe (32 von 32) wurden 90,3 Dezibel gemessen, was im Vergleich zur Konkurrenz ein guter bis durchschnittlicher Wert war. Bei der Leistungsangabe lag der Hersteller immerhin exakt richtig: 3 Watt soll der integrierte Mono-Lautsprecher maximal ausgeben, im Test wurden bei voller Lautstärke und Internetradiobetrieb zwischen 1,7 und 2,0 Watt gemessen.
tipps.de zieht folgendes Fazit
Das TechniSat VIOLA 2 C IR Internetradio war das einzige Webradio im Test, das mit einem Akku ausgestattet war und unabhängig vom Stromnetz betrieben werden konnte. Es lieferte zudem eine gute Ausstattung, viele Empfangsmöglichkeiten und eine leichte Bedienung per Tasten oder App. Schwächen waren das Fehlen einer Fernbedienung und der relativ dünne und schwache Klang im Vergleich zur Konkurrenz. Dafür waren zahlreiche Podcasts nativ integriert. Aufgrund des guten Gesamtpakets wurde das Radio trotz des vergleichsweise niedrigen Anschaffungspreises mit der Gesamtnote „Gut“ ausgezeichnet.












































































- Starkes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Einziges Radio mit Akkubetrieb (knapp 5,5 Stunden Laufzeit)
- Mobile Verwendung unabhängig vom Stromnetz möglich
- Viele Empfangsmöglichkeiten (WLAN, DAB+ und UKW)
- Native Podcast-Unterstützung
- Leichte Bedienung per Tasten oder App
- Favoritenspeicher mit bis zu 30 Plätzen
- Leichtgewicht im Test (523 Gramm)
- Farbdisplay selbst bei Tageslicht leicht zu lesen
- Vergleichsweise dünner und schwacher Klang
- Keine Fernbedienung vorhanden
- Ohne native Integration von Streamingdiensten (Spotify, Amazon Music, …)
- Tasten und Regler waren recht klein
- Schrift auf dem Display teilweise zu klein
- Nicht Multiroom-fähig
- Ohne integrierten Sprachassistenten
FAQ
6. Xoro DAB 300 IR Internetradio mit integrierter USB-Ladestation
Das Xoro DAB 300 IR Internetradio ist der große Bruder der Modelle DAB 150 IR und DAB 250 IR des deutschen Herstellers. Im Test von tipps.de zeigte es neben zahlreichen Stärken und Vorzügen leider auch einige Schwächen. Vor dem detaillierten Testergebnis folgt eine kurze Übersicht über die wichtigsten Daten und Eigenschaften des Webradios laut Xoro:
- Maße/Gewicht: 19,5 x 11,5 x 5,0 Zentimeter (Breite x Höhe x Tiefe) / 980 Gramm
- Display: TFT-Farbdisplay, 2,4 Zoll, 240 x 320 Pixel
- Treiber/Kanäle: Breitband, Mono
- Audioleistung: 3 Watt
- Kabellänge: 160 Zentimeter
- Empfangsarten: UKW, DAB+, WLAN und Bluetooth
- Anschlüsse: USB-A-Anschluss (2x) und Klinkenanschluss (3,5 Millimeter)
Geliefert wurde das Xoro DAB 300 IR Internetradio in einem schwarzen Karton, auf dessen Außenseite bereits die wichtigsten Daten vermerkt waren. Direkt nach dem Auspacken fiel das schlichte und moderne Design des Radios auf, das durch seine kompakten Maße und sein vergleichsweise moderates Gewicht von 980 Gramm überall in der Wohnung Platz findet. Die Verarbeitung des Webradios wirkt an vielen Stellen allerdings etwas einfach, was angesichts des niedrigen Anschaffungspreises nicht verwundert. Im Lieferpaket befinden sich neben dem Radio eine kleine Fernbedienung und zwei zugehörige AAA-Batterien, die sich einfach an der Rückseite in ein entsprechendes Fach einsetzen lassen. Eine Antenne für einen besseren UKW-Empfang war fest an der Rückseite integriert und konnte nicht abgeschraubt werden. Abgerundet wird das Paket durch eine Bedienungsanleitung, die ausschließlich auf Deutsch gehalten ist. Sie ist sehr informativ, verfügt über zahlreiche Abbildungen und zählte insgesamt zu den besseren im Test.
Schwächen gibt es dagegen bei der Einrichtung, insbesondere bei der Herstellung einer Netzwerkverbindung. Dazu muss, wie bei jedem Webradio, das Passwort für das WLAN in der Testwohnung eingegeben werden. Klappte das im Alltagstest bei der Konkurrenz oft per WPS oder über eine intuitive Steuerung, musste es beim Xoro-Radio händisch Stelle für Stelle eingegeben werden. Das Problem: Sobald eine Stelle eingegeben wurde, war diese nicht mehr ersichtlich. So ließen sich Fehler, die angesichts der komplizierten Steuerung per Tasten und Drehregler schnell entstanden, nicht mehr erkennen. Am Ende benötigten die Tester mehrere Versuche, um das Passwort richtig einzugeben, was einerseits eine Menge Zeit (über 10 Minuten!) und andererseits noch mehr Nerven kostete.
Die Bedienung des Webradios nach dem Einrichten war dagegen intuitiv und konnte auf drei Arten erfolgen. Am einfachsten ist die Bedienung per Fernsteuerung, die eine Reichweite von 5 Metern locker abdeckt und im Test teilweise sogar an die 10 Meter erreichte. Die Fernbedienung bietet zahlreiche Tasten, darunter Features wie Stumm-Taste und Aufnahmeoptionen. Schwieriger ist die Steuerung am Gerät selbst, da hier nur vier Tasten und ein Drehregler vorhanden sind. Dementsprechend sind viele Tasten doppelt und dreifach belegt, während bei der höher platzierten Konkurrenz im Test oft bis zu zehn Tasten zur Verfügung stehen. Bei allen Fragen hilft die Bedienungsanleitung aber schnell weiter.
Die dritte Möglichkeit ist die Steuerung per App, wo Xoro beim DAB 300 IR Internetradio wie schon der Hersteller Imperial beim Modell i110 auf die App AirMusic Control setzt. Diese gibt es zum Download im Google Play Store (Android) oder im App Store (iOS) und benötigt nur wenig Speicherplatz. Nach nur einem kurzen Scan kann das Radio gekoppelt werden. Danach lassen sich die vielen Features nutzen, beispielsweise Speicherplätze für Sender oder das Abspielen von lokal auf dem Smartphone gespeicherter Musik. Allerdings ist auch hier die Menüführung unpraktisch, da viele Funktionen nicht dort zu finden sind, wo sie zu erwarten sind. Ein insgesamt logischerer Aufbau der App wäre wünschenswert.
Hier eine kurze Bilderstrecke in Sachen App:














Hinsichtlich der Funktionalität konnte das Gerät dagegen auf ganzer Linie überzeugen. Es sind DAB+, WLAN und UKW vorhanden und alle drei Empfangsarten lieferten im Test solide bis gute Ergebnisse. Per WLAN waren bis zu 30.000 Internetradiosender empfangbar. Darüber hinaus war Bluetooth der Version 5.2 vorhanden, wodurch es den Testern möglich war, das eigene Smartphone mit dem Radio zu verbinden und so die Musik von Streamingdiensten wie Spotify oder Amazon Music zu nutzen. Nativ waren die beiden Streaming-Giganten ebenso wie Alternativen (Deezer, Tidal, …) nicht integriert. Dafür gab es eine native Podcast-Unterstützung – ein Feature, das nicht bei allen Webradios im Test vorhanden war.
Neben den oben erwähnten Empfangsmöglichkeiten gibt es sowohl an der Vorder- als auch an der Rückseite des Geräts einen USB-A-Anschluss. Der vordere ist für den Anschluss von Sticks gedacht, um lokal gespeicherte Musik über das Webradio abzuspielen. Der hintere Anschluss ist vorhanden, um externe Geräte wie Smartphones oder Tablets aufzuladen. Dafür ist eine USB-Ladestation im DAB 300 IR integriert, die eine Kapazität von 500 Milliamperestunden hat. Abgerundet wird die alles in allem gute Ausstattung des Internetradios durch Weckerfunktionen inklusive Snooze und Sleep-Timer sowie insgesamt sechs Einschlafklänge.
Damit zum letzten Aspekt im Praxistest von tipps.de, dem Klang. Und hier wird für alle Leser spätestens ersichtlich, warum das Xoro-Radio Schlusslicht ist. Der Klang war, wie von einem Gerät mit Mono-Lautsprecher auszugehen war, sehr dünn, satte Bässe oder dergleichen waren nicht zu hören. Davon waren die Tester angesichts des Kaufpreises auch schon ausgegangen, dennoch war der Sound selbst bei sehr „leichten“ Songs extrem blechern. Hinzu kam, dass bei diesem Internetradio als einziges Modell im Test sehr klare Verzerrungen in der Klangwiedergabe zu hören waren, sobald das Radio höher als Lautstärkestufe 20 (von 30) gedreht wurde. Bei voller Lautstärke war das Dröhnen so stark, dass die Lyrics nicht einmal mehr im Ansatz zu verstehen waren.
Für einen ausgiebigen Partybetrieb oder für Audiophile ist das Internetradio also in jedem Fall ungeeignet, wer aber nur beim Arbeiten im Home-Office oder beim Duschen in der Früh Radio auf maximal mittlerer Lautstärke hört, für den ist der Klang in Ordnung. Bei einer Messung aus knapp 50 Zentimetern Entfernung ergab sich im Test auf niedrigster Lautstärkestufe (1) ein Wert von 36,2 Dezibel und auf höchster Lautstärkestufe (30) ein Wert von 88,5 Dezibel. Das waren im Vergleich zur Konkurrenz eher mittelmäßige bis schwache Werte. Immerhin konnte die Angabe des Herstellers bestätigt werden, dass der integrierte Lautsprecher eine Leistung von 3 Watt liefert, im Test wurde auf höchster Stufe sogar ein Wert von 3,5 Watt ermittelt.
tipps.de zieht folgendes Fazit
Das Xoro DAB 300 IR Internetradio präsentierte sich im Test als solides Webradio für Nutzer, die eine günstige Einstiegslösung mit vielen Empfangsmöglichkeiten suchen. Neben der Sendervielfalt fielen vor allem die schnelle Bootzeit, die Steuerungsmöglichkeiten und die Anschlussmöglichkeiten (USB, Kopfhörer und Bluetooth) positiv auf. Klare Abzüge gab es dafür bei der Klangqualität, die unterdurchschnittlich ausfiel, sowie bei der Verarbeitung und dem vergleichsweise kleinen Display. Auch die Menüführung und Reaktionsgeschwindigkeit erschien eher träge. Daher reichte es trotz ordentlichem Gesamtpaket nur für den letzten Platz im Internetradio-Test von tipps.de.




















































































- Schnellste Bootzeit im Test (8 Sekunden)
- Große Sender- und Programmvielfalt (DAB+, UKW und WLAN)
- Vielfältige Anschluss- und Wiedergabeoptionen (USB, Bluetooth, UPnP)
- Praktische Alltagsfunktionen wie Sleep-Timer und Wecker
- Flexible Bedienung per App oder Fernbedienung
- Modernes Bluetooth der Version 5.2
- In zwei Farben erhältlich (Weiß und Schwarz)
- Leichtgewicht (980 Gramm)
- Mit integrierter USB-Ladestation (500 Milliamperestunden)
- Vergleichsweise niedriger Stromverbrauch ermittelt
- Vergleichsweise schwache Klangqualität
- Verzerrungen und Dröhnen bei hoher Lautstärke
- Zögerliche Menüreaktionen
- Nur durchschnittliche Verarbeitung
- Spotify und Co. nicht nativ integriert
- Nicht Multiroom-fähig
- Display und Benutzeroberfläche etwas einfach
- Kein Equalizer integriert
FAQ
6 beste Internetradios aus dem Test in der umfangreichen Vergleichstabelle
So wurden die Internetradios getestet
Zu Beginn des Tests wurden alle wichtigen Informationen zu den 6 Internetradios recherchiert und mit eigenen Messwerten sowie Praxiseindrücken verglichen. Der eigentliche Test begann mit dem Auspacken der Geräte, die daraufhin auf Liefermängel oder etwaige Verarbeitungsschäden geprüft wurden. Zudem wurde darauf geachtet, wie aufwendig und plastiklastig die Verpackung ausfiel. Anschließend wurden die verwendeten Materialien geprüft und der Lieferumfang auf Vollständigkeit geprüft. Des Weiteren wurden Messungen zu Gewicht, Maßen und Länge des Anschlusskabels (Stromkabels) durchgeführt.
Im Fokus des Tests stand anschließend die Bedienung der Radios und dabei vor allem, wie einfach oder auch kompliziert sich das Gerät in ein heimisches Netzwerk integrieren ließ. Zudem wurde geprüft, wie stabil die WLAN-Verbindung im Betrieb war und ob Senderlisten nach der Suche reibungslos geladen wurden. Wichtig war zudem der Klang, den die teilweise recht kompakten und leichten Radios erzeugen können – bewertet wurde die Wiedergabequalität bei Radiosendern, Podcasts und Hörbüchern. Zudem wurde ausführlich die Ausstattung der einzelnen Modelle miteinander verglichen, darunter Favoritenspeicher, Klangprofile und Displayfunktionen. Hinsichtlich der Anschlüsse gab es im Test nur geringe Unterschiede, doch auch diese wurden berücksichtigt.
Zum Abschluss folgte der Langzeittest der Radios, die dafür mehrere Stunden am Stück betrieben wurden. Dabei wurde geprüft, wie leicht ein Senderwechsel vonstattengeht und ob es während der Testzeit zu Verbindungsabbrüchen kam. Während des Betriebs wurde jedes der Internetradios an einen handelsüblichen Strommesser angeschlossen, um die tatsächliche Leistungsaufnahme auf der höchsten Stufe zu prüfen und mit den Herstellerangaben sowie der Konkurrenz zu vergleichen. Gleiches galt für die maximale Lautstärke der Radios, die in einem Abstand von 50 Zentimetern auf höchster Stufe gemessen wurde.
Fazit zum Test der Internetradios
Eine gute Nachricht direkt vorweg: Keines der von tipps.de getesteten Internetradios enttäuschte komplett. Dennoch gab es große Unterschiede, was Bedienung, Ausstattung und Klang betraf. Testsieger wurde das Teufel 3SIXTY Internetradio, da es das beste Gesamtpaket aus Klang, Ausstattung und Bedienung bot. Es verfügte als einziges Modell im Test über einen 360-Grad-Sound und hatte die beiden beliebten Musik-Streamingdienste Spotify und Amazon Music nativ integriert. Auch hinsichtlich der Empfangsmöglichkeiten gab es kein besseres Gerät im Test.

Nur knapp hinter dem Modell von Teufel landete das Pure Evoke Home Internetradio, das die mit Abstand beste Audioleistung im Test bot. Die vier integrierten Stereo-Lautsprecher lieferten hervorragende 100 Watt, was für einen kräftigen Klang und eine herausragende Lautstärke sorgte. Darüber hinaus war das Evoke Home Radio das einzige im Test, das mit einem faltbaren Display ausgestattet war.
Besonders hervorzuheben sind noch das Imperial i110 Internetradio auf Platz drei und das Telestar TOP 250 Internetradio auf Rang vier. Während das Imperial-Radio die größte Farbauswahl im Test bot, lieferte das Telestar-Modell die mit Abstand meisten Speicherplätze für Internetradio- und UKW-Sender und war mit dem ASA-Warnsystem ausgestattet.
Was ist ein Internetradio und wie funktioniert es?
Ein Internetradio, häufig auch als Webradio bezeichnet, ist ein WLAN-Radio beziehungsweise ein netzwerkfähiger Musikplayer. Im Unterschied zu klassischen Radiogeräten eröffnet es Zugriff auf eine nahezu unbegrenzte Senderauswahl. Statt weniger regional verfügbarer Programme stehen mehrere tausend Radiostationen aus der ganzen Welt zur Verfügung. Diese enorme Vielfalt gehört zu den größten Stärken eines Internetradios und hebt es deutlich von UKW- oder DAB/DAB+-Radios ab.
Im Alltag entsteht häufig Verwirrung zwischen Internetradio und Digitalradio. Dabei handelt es sich um zwei technisch unterschiedliche Systeme. Ein Digitalradio empfängt Programme über eine Antenne. Die Übertragung erfolgt über digitale Signale mittels DAB-Technologie auf Basis von Radiofrequenzen. Ein Internetradio funktioniert hingegen vollständig über das Internet. Es ruft die gewünschte Radiosendung aktiv von einem Server ab. Dieser Server stellt den Stream bereit, der anschließend vom Gerät empfangen, entschlüsselt und wiedergegeben wird. Die Daten liegen dabei in komprimierter Form vor und werden erst im Gerät in hörbare Audiosignale umgewandelt.
Ein weiterer wesentlicher Unterschied zeigt sich in der Flexibilität. Während Digitalradios an die Verfügbarkeit von Sendesignalen gebunden sind, funktioniert ein Internetradio überall dort, wo eine stabile Internetverbindung vorhanden ist. Dadurch lassen sich auch internationale Sender problemlos empfangen, unabhängig vom Standort.
Die Stiftung Warentest zählt zu den bekanntesten Verbraucherschutzorganisationen im deutschsprachigen Raum und hat sich auf Produkttests sowie fundierte Verbraucherinformationen spezialisiert. Ihre Einschätzungen genießen ein hohes Vertrauen. Zum Thema Digitalradio und den Unterschieden zum Internetradio liegt ein entsprechender Beitrag vor:
Wie funktioniert das Internetradio?
Technisch betrachtet handelt es sich bei einem Internetradio um einen spezialisierten Computer, der digitale Audiodaten aus unterschiedlichen Quellen verarbeitet. Über die Verbindung zum Internet können Livestreams von Radiosendern direkt abgerufen werden. Dabei wird eine konkrete Serveradresse angesprochen, über die das jeweilige Programm bereitgestellt wird.
Die Funktionsweise folgt einem klaren Ablauf: Das Internetradio sendet eine Anfrage an den Server des gewünschten Senders. Dieser liefert daraufhin einen kontinuierlichen Datenstrom. Dieser Stream wird über den Internetzugang an den Router übertragen und von dort an das Endgerät weitergeleitet. Im Gerät selbst erfolgt die Dekodierung der Daten, sodass ein hörbares Audiosignal entsteht.
Neben klassischen Radiostreams greifen viele Geräte auf weitere Quellen zu. Dazu gehört beispielsweise die Wiedergabe von Musik aus dem heimischen Netzwerk, etwa über einen Mediaserver. Auch externe Geräte wie Smartphones oder MP3-Player lassen sich häufig einbinden, sodass Inhalte direkt von deren Speicher abgespielt werden können. Darüber hinaus integrieren viele Hersteller bekannte Streamingdienste wie Amazon Music, Spotify, Tidal oder Deezer. Dadurch erweitert sich das Nutzungsspektrum erheblich, da neben klassischen Radiosendern auch individuell zusammengestellte Inhalte abrufbar sind.
Ein zusätzlicher Vorteil moderner Internetradios liegt in ihrer Vielseitigkeit. Viele Modelle kombinieren mehrere Empfangsarten in einem Gerät. Neben Internetradio lassen sich häufig auch UKW- sowie DAB/DAB+-Sender nutzen. Dadurch entsteht ein hybrides System, das sowohl klassische als auch digitale Empfangswege vereint. Ergänzt wird dies durch die Möglichkeit, Favoritenlisten anzulegen. Bevorzugte Sender können gespeichert und jederzeit schnell aufgerufen werden, unabhängig von der jeweiligen Quelle.
Eigenes Webradio aufsetzen
Die Einrichtung eines eigenen Internetradiosenders ist inzwischen deutlich einfacher geworden als noch vor einigen Jahren. Verschiedene Dienstleister bieten fertige Lösungen an, bei denen ein Streaming-Server gemietet werden kann. Diese Anbieter unterstützen Schritt für Schritt bei der technischen Umsetzung und erleichtern den Einstieg erheblich.
In Deutschland unterscheidet sich die rechtliche Situation von Internetradios deutlich im Vergleich zu klassischen Radiosendern. Für Webradio-Angebote ist derzeit keine klassische Rundfunklizenz erforderlich. Dennoch besteht eine Meldepflicht bei der zuständigen Landesmedienanstalt, sobald mehr als 500 Zuhörer gleichzeitig erreicht werden. Diese Anmeldung erfolgt online und ist kostenlos.
Unabhängig davon müssen urheberrechtliche Aspekte berücksichtigt werden. Insbesondere fallen Gebühren für die Nutzung geschützter Musik an. Zuständig ist hierfür die GEMA, die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte.
Bei der Verwendung von GEMA-freier Musik entfallen diese Kosten. In der Praxis wird dennoch häufig mit monatlichen Gebühren von mindestens 30 Euro kalkuliert, um rechtlich auf der sicheren Seite zu bleiben. Zusätzlich fällt eine jährliche Mindestgebühr von 500 Euro für die GVL an, die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten. Hinzu kommen die Kosten für den gemieteten Server, die je nach Anbieter und Leistungsumfang variieren.
Die Auswahl an Internetsendern
Die Anzahl der verfügbaren Internetsender wächst seit Jahren kontinuierlich. Täglich kommen neue Angebote hinzu, wodurch sich die Vielfalt stetig erweitert. Während das Angebot vor einigen Jahren noch bei rund 10.000 Sendern lag, umfasst es inzwischen mehr als 30.000 Radiostationen weltweit. Diese Entwicklung zeigt die Dynamik des Internetradios und unterstreicht seine Bedeutung im digitalen Medienkonsum.
Ein entscheidender Vorteil zeigt sich besonders für Nutzer im Ausland. Regionale Sender aus der Heimat bleiben jederzeit erreichbar, unabhängig vom Aufenthaltsort. Gleichzeitig eröffnet sich die Möglichkeit, gezielt neue Inhalte zu entdecken und das Programm individuell am eigenen Musikgeschmack auszurichten.
Zur Auswahl stehen zahlreiche Musikrichtungen, darunter:
- Klassik
- Rock
- Pop
- Heavy Metal
- Reggae
- Blues
- Country
- Soul
- Salsa
Darüber hinaus erhalten auch weniger verbreitete Musikstile eine Plattform, die im klassischen Radio kaum vertreten sind. Internetradio ermöglicht es damit, ein breiteres musikalisches Spektrum abzubilden und auch Nischeninhalte zugänglich zu machen.
Ein etablierter Anbieter für den Zugriff auf Internetradiosender über PC, Mac oder Smartphone ist Radio.de. Die Plattform bündelt mehr als 60.000 Sender aus aller Welt sowie über 2,1 Millionen Podcasts. Damit bietet sie eine zentrale Anlaufstelle für unterschiedlichste Audioinhalte, die direkt über das Internet gestreamt werden können.
Die Vorteile und Nachteile eines Internetradios
Sobald eine Internetverbindung besteht, eröffnet ein Webradio eine Vielzahl an Möglichkeiten. Der Funktionsumfang übertrifft klassische Hi-Fi- und Radiosysteme in vielen Bereichen deutlich. Besonders hervorzuheben ist die enorme Bandbreite an verfügbaren Hörfunkprogrammen, darunter zahlreiche Spartensender, die über herkömmliche Empfangswege kaum erreichbar sind. Zusätzlich lassen sich viele Angebote kostenfrei nutzen oder abonnieren. Auch die Vielfalt an kompatiblen Empfangsgeräten trägt dazu bei, dass Internetradio eine größere inhaltliche Tiefe und neue Hörerlebnisse ermöglicht.
Die Kombination aus technischer Flexibilität und globaler Senderauswahl erhöht die Attraktivität deutlich. Gleichzeitig erleichtert die Struktur moderner Geräte den Zugang zu neuen Inhalten und bislang wenig beachteten Programmen.
Die Vorteile und Nachteile:
- Sehr große Reichweite
- Große Senderauswahl mit mehr als 30.000 Stationen weltweit
- Empfang unabhängig von Wetterbedingungen
- Lediglich eine stabile Internetverbindung erforderlich
- Zugriff auf exotische Musikrichtungen und spezialisierte Programme
- Kontinuierliche Erweiterung durch neue Sender und Funktionen
- In der Regel rauschfreier Empfang
- Höhere Anschaffungskosten im Vergleich zu UKW- oder DAB-Radios
- Stabile Internetverbindung zwingend erforderlich, kein Empfang ohne Netz
- Breitbandverfügbarkeit nicht flächendeckend gegeben
Welche Features gehören zur Ausstattung eines Internetradios?
Der Funktionsumfang eines Internetradios variiert je nach Modell deutlich. Während einige Funktionen als Standard gelten, bieten andere Geräte zusätzliche Ausstattungsmerkmale, die eher im erweiterten Bereich angesiedelt sind. tipps.de fasst die wichtigsten Funktionen im Überblick zusammen:
- Hybridradio, digitaler und herkömmlicher Radioempfang: Nahezu jedes moderne Internetradio arbeitet als Hybridgerät und ermöglicht neben dem Internetempfang auch den Empfang über DAB beziehungsweise DAB+ sowie über UKW.
- USB-Anschluss: Ein integrierter USB-Anschluss erlaubt die Wiedergabe von Musikdateien von externen Speichermedien wie USB-Sticks oder Festplatten.
- Spotify Connect: Diese Funktion ermöglicht das direkte Streaming von Spotify-Inhalten ohne Umweg über ein Smartphone. Voraussetzung ist ein kostenpflichtiger Premium-Account.
- Multiroom-Funktion: Über kompatible Geräte lässt sich ein kabelloses Soundsystem in mehreren Räumen aufbauen. Die Steuerung erfolgt zentral über das Internetradio.
- WLAN-Schnittstelle: Die WLAN-Verbindung ist unverzichtbar, da sie die Grundlage für den Empfang von Internetradio darstellt. Ein zusätzlicher LAN-Anschluss ist nicht bei allen Geräten vorhanden und wird auch nicht zwingend benötigt.
- AUX-Buchse: Über einen AUX-Anschluss lassen sich externe Geräte wie Lautsprecher, Kopfhörer oder teilweise auch Plattenspieler verbinden.
- CD-Player: Einige Modelle verfügen zusätzlich über einen integrierten CD-Player. Dabei handelt es sich jedoch um eine Zusatzfunktion außerhalb des Standardumfangs.
- Weckfunktion: Internetradios bieten meist mindestens zwei unabhängig einstellbare Weckzeiten. Als Signal können Töne, Melodien oder gespeicherte Radiosender genutzt werden. Eine Snooze-Funktion ist in der Regel ebenfalls vorhanden.
- Speicherplätze für Lieblingssender: Sender aus UKW, DAB und Internet lassen sich speichern und schnell abrufen. Die Anzahl der Speicherplätze liegt häufig bei mindestens 30.
- Dimmbares Display: Das Display passt die Helligkeit an die Umgebungsbeleuchtung an. Viele Geräte bieten sowohl automatische als auch manuelle Einstellungen.
- Abschaltautomatik: Eine integrierte Timerfunktion sorgt dafür, dass sich das Gerät nach einer festgelegten Zeit automatisch abschaltet.
Die Arten von Internetradios
Das Angebot an Internetradios ist vielfältig. Bei genauer Betrachtung lassen sich die Geräte in mehrere Kategorien einteilen, die sich vor allem durch ihre Funktionen und Einsatzbereiche unterscheiden.
1. Das klassische Internetradio
Beim klassischen Internetradio erfolgt die Datenübertragung über ein integriertes WLAN- oder LAN-Modul. Voraussetzung ist eine stabile Internetverbindung mit ausreichender Geschwindigkeit, in der Regel ab DSL-Niveau. Ein WLAN-fähiger Router bildet die Grundlage für den Betrieb und gehört inzwischen zur Standardausstattung in den meisten Haushalten.
Ein zentraler Vorteil liegt in der großen Sendervielfalt. Bis zu 30.000 Radiostationen aus dem In- und Ausland stehen zur Verfügung. Dadurch ergibt sich eine deutlich größere Auswahl als bei herkömmlichen Radiogeräten.
Die Vorteile und Nachteile:
- Große Auswahl an Radiosendern
- Überzeugende Klangqualität
- Einfache Nutzung über WLAN
- Leistungsstärker als klassische Digitalradios
- Internetverbindung zwingend erforderlich
- Höhere Anschaffungskosten im Vergleich zu klassischen Digitalradios
2. Internetradio mit Weckfunktion
Die Weckfunktion gehört bei vielen Internetradios zur Standardausstattung und ist für zahlreiche Nutzer ein entscheidendes Kaufargument. Sie ermöglicht das Aufwachen zu einem individuell gewählten Radiosender, einer Melodie oder einem Signalton. Häufig lassen sich zwei unterschiedliche Weckzeiten einstellen, was insbesondere im Alltag mit wechselnden Tagesabläufen von Vorteil ist.
Zusätzlich verfügen viele Geräte über eine Einschlafautomatik, auch Sleep-Timer genannt, sowie über eine Snooze-Funktion. Diese Kombination erweitert die Nutzungsmöglichkeiten über das reine Radiohören hinaus deutlich. Zu beachten ist, dass einige Geräte vergleichsweise leise Wecksignale liefern. In solchen Fällen kann ein externer Verstärker sinnvoll sein, insbesondere für Personen mit tiefem Schlaf.
Die Vorteile und Nachteile:
- Zuverlässige Weckfunktion
- Weiterhin Zugriff auf eine große Senderauswahl
- Integrierter Sleep-Timer und Snooze-Funktion
- Mehrere Weckzeiten einstellbar
- Teilweise höhere Preise im Vergleich zu einfacheren Modellen
- Internetverbindung erforderlich
3. Internetradio mit Bluetooth-Funktion
Viele der im Test berücksichtigten Geräte verfügen über eine integrierte Bluetooth-Schnittstelle. Diese ermöglicht eine kabellose Verbindung mit Smartphones oder anderen kompatiblen Geräten. Musik lässt sich dadurch direkt und ohne zusätzlichen Aufwand vom mobilen Endgerät auf das Internetradio übertragen. Fehlt diese Funktion, erfolgt die Verbindung in der Regel über das heimische WLAN-Netzwerk und den Router.
Die Bluetooth-Schnittstelle stellt damit eine komfortable Ergänzung dar. Für die grundlegende Nutzung eines Internetradios ist sie jedoch nicht zwingend erforderlich und spielt bei der Kaufentscheidung eher eine untergeordnete Rolle.
Die Vorteile und Nachteile:
- Kabellose Verbindung mit externen Geräten
- Unkompliziertes Streaming von Musikinhalten
- Unverändert große Senderauswahl über das Internetradio
- Zusätzliche Funktion wirkt sich auf den Preis aus
- Internetverbindung bleibt weiterhin Voraussetzung für den Radiobetrieb
Wie lassen sich Internetradio-Sender finden?
Neben bekannten Radiostationen wie Bayern 3 steht im Internet eine enorme Auswahl an Spartensendern zur Verfügung, die nahezu jedes Themengebiet und jede Musikrichtung abdecken. Die Suche erfolgt bei den meisten Geräten direkt über das integrierte Display. Ein strukturiertes Menü ermöglicht die Navigation nach Genres, Ländern oder konkreten Sendernamen. Gefundene Programme lassen sich anschließend speichern und schnell wieder abrufen.
Viele Internetradios unterstützen die UNDOK-App von Frontier Silicon, die kostenlos für Android und iOS verfügbar ist und zugleich die Softwarebasis zahlreicher Geräte bildet. Über diese Anwendung erweitert sich der Zugriff auf zusätzliche Streamingangebote wie Tidal, Deezer, Napster oder Amazon Music. Spotify ist bei vielen Modellen bereits über Spotify Connect direkt integriert.
Frontier Silicon und Reciva
Frontier Silicon nimmt im Bereich Internetradio eine zentrale Rolle ein. Neben der UNDOK-App stammt auch der Chipsatz vieler Geräte von diesem Anbieter. Darüber hinaus wird die Senderdatenbank, auf die Internetradios bei der Suche zugreifen, in weiten Teilen von Frontier Silicon verwaltet.
Als Alternative existierte mit Reciva ein weiterer Anbieter, der ebenfalls eine umfangreiche Senderdatenbank betrieb. Dieser Dienst wurde jedoch inzwischen eingestellt. Dennoch besteht weiterhin die Möglichkeit, Reciva in einigen Fällen als zusätzlichen Streamingdienst in bestehende Systeme zu integrieren. Dies erfordert jedoch technisches Verständnis und eine gewisse Experimentierbereitschaft.
Was ist Multiroom und wie kann es genutzt werden?
Ein Internetradio lässt sich in der Regel problemlos in ein Multiroom-System integrieren, sofern eine WLAN-Verbindung besteht. Dabei wird Musik synchron auf mehreren Lautsprechern in verschiedenen Räumen wiedergegeben. Dieses Konzept ermöglicht eine durchgängige Beschallung im gesamten Wohnbereich.
Viele Hersteller wie Teufel, Sonos oder Bose setzen dabei auf eigene, geschlossene Systeme. Diese Lösungen bieten zwar eine einfache Einrichtung, binden Nutzer jedoch an eine bestimmte Produktwelt. Einschränkungen ergeben sich vor allem bei der Erweiterung mit Geräten anderer Hersteller.
Aus Sicht der tipps.de-Redaktion bieten offene Standards einen klaren Vorteil. Die bereits erwähnte UNDOK-App ermöglicht die Integration vieler Internetradios in ein herstellerübergreifendes Multiroom-System. Dadurch bleibt die Auswahl an kompatiblen Geräten deutlich flexibler.
Welche Alternativen gibt es zum Internetradio?
Als Alternative zum klassischen Internetradio bieten sich insbesondere Radio-Apps auf Smartphones an. Diese Anwendungen stehen meist kostenlos zur Verfügung und liefern eine nach Regionen oder Genres sortierte Senderauswahl. Die Klangqualität hängt dabei maßgeblich von den verwendeten Lautsprechern oder Kopfhörern ab. Eine stabile Internetverbindung ist auch hier Voraussetzung.
Ein Nachteil zeigt sich in der parallelen Nutzung: Wird das Smartphone per Bluetooth mit einer externen Box verbunden, stehen andere Funktionen des Geräts nur eingeschränkt zur Verfügung.
Alternativ zu Internetradios stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
- UKW-Empfänger: Der klassische UKW-Empfang ist weltweit verbreitet und technisch einfach umzusetzen. Viele Smartphones verfügen über integrierte UKW-Empfänger. Die Reichweite ist jedoch begrenzt, und es kann zu Störungen oder Überlagerungen durch benachbarte Sender kommen.
- Digitaler Radioempfänger: Digitalradios bieten eine höhere Klangqualität als UKW-Geräte. Die Übertragung erfolgt digital, wodurch Störungen reduziert werden. Zusätzlich werden Informationen zum Sender, zum laufenden Titel oder zum Interpreten angezeigt.
Das passende Internetradio kaufen: Die wichtigsten Kriterien
Beim Kauf eines Internetradios spielen mehrere Faktoren eine Rolle, die bei der Auswahl berücksichtigt werden sollten. Dazu zählen insbesondere:
- Verarbeitung und Design
- Bedienbarkeit
- Funktionsumfang
- Klangqualität
- Anschlussmöglichkeiten
Verarbeitung und Design
Die Verarbeitung und das Design haben für viele Käufer einen hohen Stellenwert, da das Internetradio häufig sichtbar in Wohnräumen, Küchen oder Arbeitszimmern platziert wird. In den vergangenen Jahren haben Hersteller die Gestaltung deutlich weiterentwickelt. Moderne Geräte verfügen häufig über Displays mit einer Größe von bis zu 3 Zoll, die Inhalte übersichtlich darstellen.
Neben klassischen Kunststoffgehäusen kommen zunehmend Materialien wie Holz oder Aluminium zum Einsatz. Diese sorgen nicht nur für eine hochwertigere Optik, sondern können sich auch positiv auf die Klangcharakteristik auswirken.
Bedienbarkeit
Bei der Auswahl eines Internetradios spielt die Bedienbarkeit eine zentrale Rolle. Die Steuerung erfolgt klassisch über Drehregler, Tasten und weitere Bedienelemente direkt am Gerät. Deutlich komfortabler gestaltet sich die Nutzung jedoch über alternative Steuerungsmöglichkeiten, die den Zugriff erleichtern und den Alltag vereinfachen.
- Per Fernbedienung: Viele Internetradios werden mit einer Fernbedienung ausgeliefert, über die sich alle Funktionen bequem aus der Distanz steuern lassen. Ist keine Fernbedienung im Lieferumfang enthalten, kann diese in vielen Fällen separat erworben werden. Zu beachten ist, dass passende Batterien häufig nicht mitgeliefert werden.
- Per App: Zahlreiche Hersteller stellen eigene Apps bereit, mit denen sich das Internetradio über das Smartphone bedienen lässt. Diese Anwendungen sind in der Regel kostenfrei und sowohl für Android als auch für iOS verfügbar.
Funktionsumfang
Ein entscheidendes Kriterium beim Kauf ist der Funktionsumfang. Die Wiedergabe von Internetradiosendern sowie der klassische Empfang über UKW und DAB beziehungsweise DAB+ gehören bei nahezu allen Geräten zur Grundausstattung. Darüber hinaus bieten hochwertige Modelle zusätzliche Funktionen, die den Einsatzbereich deutlich erweitern.
Dazu zählt unter anderem „Spotify Connect“. Diese Funktion ermöglicht das direkte Streaming von Musik über das Internetradio, ohne dass eine aktive Verbindung zu Smartphone oder Laptop erforderlich ist. Voraussetzung ist eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft bei Spotify. Vergleichbare Integrationen existieren auch für Dienste wie Amazon Music, Deezer oder Tidal, sofern diese nativ unterstützt werden.
Ebenfalls als Standard gelten eine integrierte Weckfunktion mit Sleep-Timer, Snooze-Funktion und individuell einstellbaren Weckzeiten. Hinzu kommt die Möglichkeit, Lieblingssender zu speichern und schnell abzurufen, was den Bedienkomfort deutlich erhöht.
Klang
Beim Klang zeigen sich bauartbedingte Unterschiede. Kompakte Internetradios erreichen in der Regel nicht die Leistungsfähigkeit hochwertiger Hi-Fi-Receiver, wodurch gewisse Abstriche in der Klangqualität in Kauf genommen werden müssen. Dennoch hat sich die Klangentwicklung in den vergangenen Jahren deutlich verbessert.
Für typische Einsatzbereiche wie Küche, Arbeitszimmer oder Kinderzimmer bieten viele Geräte eine mehr als ausreichende Klangqualität und ein solides Klangvolumen. Zusätzlich existieren zunehmend Hi-Fi-Tuner mit Internetradio-Funktion, die eine deutlich höhere Klangperformance liefern. Grundsätzlich gilt: Mit steigendem Preisniveau verbessert sich in der Regel auch die Klangqualität.
Anschlüsse
Die Anschlussvielfalt beeinflusst die Flexibilität eines Internetradios maßgeblich. Eine größere Anzahl an Schnittstellen erweitert die Einsatzmöglichkeiten im Alltag. Besonders relevant ist ein USB-Anschluss, über den externe Geräte wie Speichermedien eingebunden werden können.
Ein Kopfhöreranschluss gehört zur Grundausstattung und ermöglicht ungestörtes Hören. Ergänzend zählen AUX, Line-Out, Line-In sowie ein optionaler LAN-Anschluss zu den wichtigsten Schnittstellen, die bei einem modernen Internetradio vorhanden sein sollten.
Welche Online-Musik-Streamingdienste beherrschen den Markt?
Musik und Podcasts werden längst nicht mehr ausschließlich über klassische Radiosender konsumiert. Streamingdienste haben sich als zentrale Plattformen etabliert und bieten Zugriff auf Millionen von Songs, Podcasts und Hörbüchern. Diese Inhalte sind jederzeit und auf verschiedenen Geräten abrufbar.
Viele Internetradios ermöglichen durch eine native Integration den direkten Zugriff auf diese Dienste. Dadurch erweitert sich das Nutzungsspektrum erheblich. Im Folgenden ein Überblick über die wichtigsten Anbieter und ihre jeweiligen Stärken:
- Spotify: Spotify zählt mit mehr als 700 Millionen Nutzern zu den größten Streamingdiensten weltweit. Die Plattform überzeugt durch personalisierte Empfehlungen, eine umfangreiche Bibliothek und die Möglichkeit, Inhalte werbefrei im Rahmen eines Premium-Abonnements zu nutzen. Zusätzlich profitieren Premium-Nutzer von verbesserter Klangqualität und Offline-Funktionalität.
- Apple Music: Apple Music bietet Zugriff auf mehr als 100 Millionen Songs sowie auf eigene Radiosender. Der Dienst ist eng in das Apple-Ökosystem integriert und unterstützt hochwertige Audioformate wie verlustfreies Streaming und Dolby Atmos.
- Amazon Music: Amazon Music ist Bestandteil des Amazon-Angebots und teilweise im Prime-Abonnement enthalten. Mit Amazon Music Unlimited steht eine erweiterte Version zur Verfügung, die Ultra-HD-Audio und Dolby Atmos für zahlreiche Titel bietet.
- YouTube Music: YouTube Music ist der Streamingdienst von Google und kombiniert Musik mit Videoinhalten. Die Plattform eignet sich besonders für Nutzer, die neben Audioinhalten auch Musikvideos konsumieren wollen.
- Deezer: Deezer ist ein französischer Anbieter mit umfangreicher Musikbibliothek und Funktionen wie „Flow“, die auf Basis von Stimmung und Hörverhalten personalisierte Empfehlungen liefern.
- Tidal: Tidal legt den Fokus auf hochwertige Audioqualität und bietet Streaming in Hi-Res-Qualität sowie Formate wie FLAC und Dolby Atmos. Der Dienst richtet sich insbesondere an Nutzer mit hohen Ansprüchen an den Klang.
- Qobuz: Qobuz ist ein weniger verbreiteter Anbieter mit Schwerpunkt auf verlustfreier High-Resolution-Musik. Der Dienst spricht vor allem Nutzer an, die Wert auf höchste Klangqualität legen und Musik in dieser Qualität erwerben möchten.
Bekannte Hersteller und Marken im Überblick
Mit der steigenden Nachfrage nach Internetradios hat sich auch die Zahl der Anbieter deutlich erhöht. Viele Käufer orientieren sich bewusst an etablierten Marken, um eine verlässliche Empfangsqualität und eine überzeugende Klangleistung sicherzustellen. tipps.de gibt einen Überblick über bekannte Hersteller, die sich im Markt etabliert haben:
- Teufel: Lautsprecher Teufel ist ein deutscher Hersteller von Audioprodukten wie Lautsprechern, Kopfhörern, Heimkinosystemen und Internetradios. Das Unternehmen wurde 1979 in Berlin gegründet und beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 300 Mitarbeiter. Die Produkte werden ausschließlich über eigene Stores sowie über Online-Shops vertrieben.
- Auna: Das Berliner Unternehmen Auna konzentriert sich auf Kompaktanlagen, von denen viele Modelle Internetradio-Funktionen unterstützen. Das Sortiment reicht von kompakten Unterbaugeräten für die Küche bis hin zu hochwertigen Hi-Fi-Kompaktanlagen.
- TechniSat:
Die TechniSat GmbH entwickelt Produkte aus den Bereichen Unterhaltungselektronik und Informationstechnologie. Das Unternehmen mit Sitz in Daun in Rheinland-Pfalz gehört zu den führenden deutschen Herstellern von Fernsehern, Digitalreceivern und Internetradios. Gegründet wurde TechniSat 1987, aktuell sind mehr als 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. - Pure: Pure ist ein britisches Unternehmen, das seit den frühen 2000er-Jahren Radios und Audiogeräte entwickelt. Die Marke wurde 2001 von VideoLogic Systems gegründet und etablierte sich früh als Anbieter im Bereich DAB beziehungsweise DAB+ sowie Internetradio.
- Imperial: Imperial ist eine deutsche Marke für Unterhaltungselektronik mit Fokus auf Radios und Audiogeräte. Besonders verbreitet sind DAB+-Radios, Internetradios und Hybridmodelle. Die Produkte werden häufig unter der Reihe Dabman angeboten und richten sich vor allem an preisbewusste Käufer.
- Blaupunkt: Blaupunkt ist eine traditionsreiche deutsche Marke, die 1923 in Berlin gegründet wurde. Bekannt wurde das Unternehmen insbesondere durch Autoradios, später auch durch Heim-Audiogeräte und Fernseher. Heute wird Blaupunkt als Lizenzmarke geführt und von verschiedenen Herstellern genutzt.
- Telestar: Die TELESTAR-DIGITAL GmbH war ein deutscher Anbieter von Unterhaltungselektronik mit Schwerpunkt auf digitaler Empfangstechnik. Das Unternehmen wurde 1993 gegründet und war lange Zeit für Internetradios und Satellitenreceiver bekannt. Ende 2024 wurde der operative Geschäftsbetrieb eingestellt. Marken und Produkte werden jedoch weiterhin von neuen Rechteinhabern vertrieben, sodass Geräte von Telestar und der Marke Imperial weiterhin im Handel erhältlich sind.
Darüber hinaus sind weitere Hersteller und Marken wie Xoro, Medion, Grundig, Sangean, Sonoro oder Bose mit entsprechenden Produkten im Markt vertreten.
FAQ: Häufige Fragen rund um Internetradios
Wo kann ein Internetradio gekauft werden?
Der Kauf ist sowohl online als auch im stationären Fachhandel möglich. Online-Shops bieten eine große Auswahl und Zugriff auf nahezu alle verfügbaren Modelle. Ergänzend liefern Rezensionen und Ratgeber eine wichtige Orientierung. Im Fachhandel besteht hingegen die Möglichkeit, Geräte direkt zu testen und eine persönliche Beratung in Anspruch zu nehmen, wobei die Auswahl häufig eingeschränkt ist.
Was kostet ein Internetradio?
Die Preisspanne ist breit gefächert. Einsteigermodelle sind ab etwa 100 Euro erhältlich, während hochwertige Geräte im unteren vierstelligen Bereich liegen können. Höhere Preise gehen in der Regel mit besserer Verarbeitung, erweiterten Funktionen und verbesserter Klangqualität einher, garantieren jedoch keinen grundsätzlich besseren Empfang.
Wie viel Datenvolumen wird für ein Internetradio benötigt?
Beim mobilen Einsatz, etwa über ein Smartphone, spielt das verfügbare Datenvolumen eine wichtige Rolle. Der Verbrauch hängt direkt von der gewählten Bitrate ab. Übliche Werte liegen bei 48, 64, 128 oder 192 Kilobit pro Sekunde.
Wie lässt sich der Empfang verbessern?
Ein Internetradio ist vollständig von der Qualität der Internetverbindung abhängig. Eine stabile und möglichst starke WLAN-Verbindung bildet daher die Grundlage für einen störungsfreien Betrieb. Sobald das Signal an Stärke verliert, kommt es zu Aussetzern, Ladezeiten oder kompletten Unterbrechungen im Audiostream. Besonders deutlich zeigt sich dieser Effekt, wenn sich das Gerät in größerer Entfernung zum Router befindet. Mit zunehmender Distanz sinkt die verfügbare Datenrate, wodurch die Übertragung instabil wird.
Zusätzlich spielen bauliche Gegebenheiten eine entscheidende Rolle. Massive Wände aus Stahlbeton, metallische Konstruktionen, Rohrleitungen oder auch Fußbodenheizungen können das WLAN-Signal erheblich dämpfen. Selbst in kleineren Wohnungen kann dies dazu führen, dass die Verbindung bereits nach wenigen Metern deutlich an Qualität verliert. Auch elektronische Geräte oder dichte Möblierung können die Signalstärke negativ beeinflussen.
Zur Verbesserung der Empfangsqualität stehen verschiedene technische Lösungen zur Verfügung. Repeater, auch als WLAN-Verstärker bezeichnet, nehmen das vorhandene Signal auf und geben es verstärkt weiter. Dadurch lässt sich die Reichweite des Netzwerks gezielt erweitern, sodass auch weiter entfernte Räume zuverlässig versorgt werden. Alternativ kommen Powerline-Adapter zum Einsatz, die das Internetsignal über die vorhandene Stromleitung übertragen. Diese Methode ist besonders dann sinnvoll, wenn dicke Wände oder mehrere Etagen die Funkverbindung stark beeinträchtigen.
Durch den Einsatz solcher Lösungen lässt sich die Internetverbindung in vielen Fällen stabil im gesamten Haus verteilen. Selbst Bereiche wie Keller oder Garten können auf diese Weise abgedeckt werden. Sollte trotz aller Maßnahmen keine zufriedenstellende Verbindung erreicht werden, bleibt als zuverlässigste Option der kabelgebundene Anschluss über ein LAN-Kabel. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass das Internetradio über einen entsprechenden Ethernet-Anschluss verfügt.
Wird UKW bald abgeschaltet?
Die Frage nach der Zukunft des UKW-Radios wird seit Jahren diskutiert, lässt sich jedoch nicht eindeutig beantworten. Politisch wird eine schrittweise Umstellung auf digitale Empfangswege wie DAB angestrebt, eine konkrete Abschaltung von UKW ist derzeit jedoch nicht beschlossen. Ein wesentlicher Grund liegt in der weiterhin hohen Verbreitung und Nutzung von UKW-Geräten in der Bevölkerung.
Auch wirtschaftliche und infrastrukturelle Aspekte spielen eine Rolle. Eine vollständige Umstellung würde erhebliche Investitionen erfordern und zahlreiche bestehende Geräte obsolet machen. Entsprechend zurückhaltend agieren viele Entscheidungsträger bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen.
Ein Blick ins Ausland zeigt, dass Norwegen bislang das einzige europäische Land ist, das den UKW-Betrieb weitgehend eingestellt hat. Dieser Schritt wurde dort jedoch nicht uneingeschränkt positiv aufgenommen. Kritikpunkte betrafen unter anderem die Empfangsqualität, die Umstellungskosten und die eingeschränkte Kompatibilität älterer Geräte.
Wie wird ein Internet-Radiosender eingestellt?
Die Funktionsweise der Sendersuche unterscheidet sich grundlegend von klassischen Radios. Während UKW- oder DAB-Geräte Frequenzen durchsuchen, basiert das Internetradio auf Internetadressen. Jeder Sender ist über eine spezifische URL erreichbar, die den Zugriff auf den jeweiligen Stream ermöglicht.
In der Praxis erfolgt die Auswahl jedoch komfortabel über vorinstallierte Senderlisten. Diese sind bei den meisten Geräten bereits umfangreich hinterlegt und nach Ländern, Genres oder Themen sortiert. Nutzer wählen den gewünschten Sender direkt aus der Liste aus, ohne sich mit technischen Details wie Serveradressen beschäftigen zu müssen. Gefundene Programme lassen sich anschließend auf Favoritenplätzen speichern und jederzeit schnell abrufen.
Die zugrunde liegenden Senderlisten werden von externen Datenbankanbietern bereitgestellt. Zu den bekanntesten zählen VTuner, Pure Lounge, Airable oder Reciva. Je nach Hersteller greift das jeweilige Gerät auf eine oder mehrere dieser Datenbanken zurück. In vielen Fällen erfolgt die Aktualisierung automatisch, sodass neue Sender hinzugefügt und nicht mehr verfügbare Angebote entfernt werden. Bei einigen Geräten ist jedoch eine manuelle Aktualisierung erforderlich.
Hier zeigt sich auch eine grundlegende Schwachstelle der Technik. Fällt der Anbieter der Senderdatenbank aus oder stellt den Dienst ein, kann das Internetradio keine Sender mehr finden. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der Vorfall im Mai 2019, als der Anbieter „Silicon Frontier“ seinen Dienst vorübergehend einstellte. In der Folge konnten zahlreiche Geräte weltweit keine Sender mehr empfangen. Zwar wurde schnell eine alternative Lösung implementiert, jedoch gingen bei vielen Nutzern gespeicherte Favoriten und individuelle Einstellungen verloren.
Weitere Details zum Sendersuchlauf zeigt dieses Video des MDR:
Was ist ein Unterbau-Internetradio?
Unterbau-Internetradios sind speziell für den Einsatz in beengten Räumen konzipiert, etwa in Küchen oder kleinen Arbeitsbereichen. Sie werden an der Unterseite von Regalböden oder Hängeschränken montiert und beanspruchen dadurch keinen Platz auf Arbeitsflächen. Diese Bauweise sorgt nicht nur für eine platzsparende Integration, sondern reduziert auch die Staubbelastung, da das Gerät weniger offensteht.
Die Montage erfolgt in der Regel über eine Halterung oder einen Adapter, der entweder im Lieferumfang enthalten ist oder separat erworben werden muss. Für eine sichere Installation ist es wichtig, die Vorgaben des Herstellers zu beachten. Nach der Montage stehen alle Funktionen eines klassischen Internetradios uneingeschränkt zur Verfügung, wobei der Fokus klar auf praktischer Raumnutzung liegt.
Gibt es einen Testsieger im Internetradio-Test der Stiftung Warentest?
Ein eigenständiger Test zu Internetradios durch die Stiftung Warentest liegt bislang nicht vor. Entsprechend wurde auch kein spezifischer Testsieger in diesem Bereich benannt. Allerdings hat sich die Organisation wiederholt mit Digitalradios beschäftigt, von denen viele Modelle zusätzlich über Internetradiofunktionen verfügen.
Der zuletzt im September 2023 aktualisierte Test umfasst insgesamt 35 Digitalradios in einem Preisbereich von 40 bis 350 Euro. Die Ergebnisse zeigen ein insgesamt solides Niveau. Zwölf der getesteten Geräte konnten mit guter Klangqualität überzeugen. Auch im unteren Preissegment unter 50 Euro wurden mehrere Modelle identifiziert, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Die vollständigen Ergebnisse sind hier einsehbar.
Glossar – wichtige Begriffe einfach erklärt
Was Leser außerdem wissen wollen
Welche Internetradios sind die besten?
Welche Produkte haben im Test von tipps.de besonders überzeugt – und aus welchen Gründen?
Quellenangaben
- br.de
- verbraucherzentrale.de
- test.de
- radio.de
- dabplus.de
- heise.de
- stereo.de
- modernhifi.de
- lite-magazin.de
- pc-magazin.de
- hifi-journal.de
- technikzuhause.de
- connect.de
- sky-vision.de
- technisat.com
- manuals.grundig.com
- de.hama.com
- bpunkt.b-cdn.net
- pearl.de
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