Die 8 besten Balkonkraftwerke im Test inklusive Testsieger 2026
Im folgenden Test und Vergleich wurden 6 Balkonkraftwerke ausführlich unter die Lupe genommen. Zusätzlich sind zwei Werbeplatzierungen enthalten, sodass insgesamt 8 Systeme vorgestellt werden. Drei Stecker-PV-Anlagen wurden inklusive Speicher getestet, die jedoch separat vom eigentlichen Balkonkraftwerk – das heißt, Wechselrichter und Solarmodulen – bewertet wurden. Bei der Bewertung der Balkonkraftwerke stand die Stromerzeugung im Vordergrund. Jedoch sind auch Aspekte wie Handhabung, Funktionalität und nicht zuletzt auch die Stabilität der Modulhalterungen in die Testergebnisse eingeflossen. Die Balkonkraftwerkspeicher wurden im Hinblick auf ihre Speicherkapazität, Lade- und Entladeleistung, Anschlussmöglichkeiten und ihren Bedienkomfort überprüft.
Als Testsieger wurde das Stream-Balkonkraftwerk von EcoFlow gekürt, das den leistungsstärksten Wechselrichter mitbringt und den höchsten Ertrag im Test erzielt hat. Das Set ist mit unterschiedlichen Solarmodulen und wahlweise mit Speicher erhältlich. Vergleichbare Ergebnisse hat das Set von Kleines Kraftwerk erzielt und es damit im Test auf den zweiten Platz geschafft. Wer sein Balkonkraftwerk abseits von Haus oder Wohnung einsetzen möchte, könnte sich für die Stecker-PV-Anlage Navi 2000 von Jackery interessieren. Es handelt sich um die einzige Anlage im Test, bei der der Wechselrichter direkt in den Speicher integriert ist. Hinzu kommen vier biegsame und sehr leichte Solarmodule. Das ist ideal für den Einsatz im Schrebergarten, beim Camping oder auf Baustellen. Wer ein Balkonkraftwerk mit Speicher sucht, sollte einen Blick auf das Set von Sunlit werfen, welches mit der BK215 Powerstation getestet wurde.
Im Anschluss an die Testergebnisse findet sich ein umfangreicher Ratgeber, in dem Verbraucher die wichtigsten Informationen im Zusammenhang mit Balkonkraftwerken nachlesen können. Es wird erklärt, wie ein Balkonkraftwerk funktioniert, welche Arten es gibt, wie die Montage erfolgt und was es mit dem Solarpaket I sowie den gesetzlichen Bestimmungen rund um Balkonkraftwerke auf sich hat. Zur Unterstützung einer fundierten Kaufentscheidung führt der Ratgeber auch die wichtigsten Kaufkriterien auf und wirft einen Blick auf den Stecker-PV-Test der Stiftung Warentest.
tipps.de empfiehlt diese Balkonkraftwerke

"tipps.de Testsieger"

"Bestes Balkonkraftwerk mit 500-Watt-Solarmodulen"

"Vielseitiges Balkonkraftwerk mit flexiblen Solarmodulen "

"Balkonkraftwerk mit Energiespeicher "
- 1. tipps.de empfiehlt diese Balkonkraftwerke
- 1.1. EcoFlow STREAM Balkonkraftwerk (tipps.de Testsieger)
- 1.2. Kleines Kraftwerk Balkonkraftwerk (Bestes Balkonkraftwerk mit 500-Watt-Solarmodulen)
- 1.3. Jackery Balkonkraftwerk (Vielseitiges Balkonkraftwerk mit flexiblen Solarmodulen )
- 1.4. SunLit Balkonkraftwerk BK-215 (Balkonkraftwerk mit Energiespeicher )
- 2. Alle Produkte aus dem Balkonkraftwerk-Test
- 3. Vergleichstabelle mit allen Produktdetails
- 4. So hat tipps.de getestet
- 5. Alle Infos zum Thema
- 6. Außerdem getestet
Inhalt
1. Solakon SK-01113 Balkonkraftwerk mit innovativer Halbzellen-Technik
Das Solakon SK-01113 Balkonkraftwerk besteht aus zwei Solarmodulen mit einer Modulleistung von jeweils 500 Watt, womit es insgesamt 1.000 Watt leisten kann. Geliefert wird es mit einem Wechselrichter von Growatt, dessen maximale Leistungsaufnahme 800 Watt beträgt, um die mit der Einführung des Solarpaket I angehobene Einspeisegrenze auszuschöpfen. Die Installation funktioniert nach Angaben des Herstellers kinderleicht ohne Elektriker: Zur Installation müssen einfach die Solarmodule mit dem Wechselrichter verbunden und an eine Steckdose angeschlossen werden.
Das Balkonkraftwerk funktioniert mit der monokristallinen Halbzellentechnik, hat einen Modulwirkungsgrad von maximal 23,06 Prozent und laut Solakon ein gutes Schwachlichtverhalten. Die Bauteile sollen eine lineare Leistungsgarantie bis zu 25 Jahre nach dem Kauf versprechen. Der Modulwirkungsgrad des Solarpanels gibt an, wie viel der Energie, die zur Verfügung steht, in Strom umgewandelt werden kann. Monokristalline Zellen erreichen typischerweise höhere Wirkungsgrade (etwa 19–23 Prozent), sind jedoch teurer. Polykristalline Module sind günstiger, jedoch weniger effizient (rund 16–20 Prozent).
Das Balkonkraftwerk hat ein Gewicht von 27,3 Kilogramm pro Modul und ist gemäß der Schutzart IP68 staubdicht und wasserdicht. Ein Überspannungsschutz für die Sicherheit des Nutzers ist ebenfalls vorhanden. Die Lieferung des Balkonkraftwerks erfolgt nach Angaben des Herstellers in einem Komplett-Set aus zwei Solarmodulen, einem Wechselrichter, zwei Verlängerungskabeln mit einer Länge von jeweils einem Meter (zur Verbindung von Solarmodul und Wechselrichter), ein 5 Meter langes Netzkabel mit Schuko-Stecker und eine Halterung für den Wechselrichter. Eine Bedienungsanleitung ist auch dabei. Alternativ gibt es das Modell mit 10 Meter Kabel.
Das Balkonkraftwerk kann in drei verschiedenen Versionen gekauft werden: ohne Befestigungssystem, mit einer Wand-/Gartenhaus-Befestigung oder einer Befestigung per Ziegeldach. Die Wand-/Gartenhaus-Befestigung kann in einem Winkel von 0 bis 30 Grad angebracht werden, wobei die Länge zwischen 29,5 und 55 Zentimeter betragen muss. Die minimale Länge für die Ziegeldachhalterung beträgt 118 Zentimeter, die maximale Länge 236 Zentimeter. Hierbei kann zwischen einer Einzelmontage oder einer Paarmontage gewählt werden, abhängig davon, ob die Module direkt nebeneinander oder mit Abstand aufgebaut werden sollen.
- Echtzeit-Informationen dank WLAN-Funktion und App-Kompatibilität
- Innovative Half-Cut-Technik (reduzierte Leistungsreduktion bei Verschattung)
- Balkonkraftwerk mit IP68-Schutzart
- 25 Jahre lineare Leistungsgarantie nach dem Kauf
- Wahlweise mit 5 oder 10 Meter langem Anschlusskabel
- Ohne integriertes Display
FAQ
2. Klarbeit TW Solar 820 Balkonkraftwerk für 25 Jahre lineare Leistungsgarantie
Das Klarbeit TW Solar 820 Balkonkraftwerk ist eine Photovoltaik-Komplettanlage, die aus zwei Solarmodulen des Typs TW 410 des Herstellers besteht. Diese haben eine Leistung von jeweils 415 Watt, weswegen eine Maximalleistung von 830 Watt möglich ist. Geliefert wird das Modell darüber hinaus mit einem Wechselrichter des Herstellers „Deye Sun“ mit einer Leistungsaufnahme von 800 Watt, der die gesetzlich festgelegte Einspeisegrenze standardmäßig ausschöpft. Die beschichtete Oberfläche der Solarmodule soll Einsparverluste durch Schmutz oder Staubablagerungen reduzieren. Durch den hohen Widerstand gegen PID („Potential Induced Degradation“) ist jedes PV-Modul sehr langlebig.
Das Balkonkraftwerk von Klarbeit ist nach Angaben des Herstellers schnell und unkompliziert installiert, indem die Module mit dem Wechselrichter verbunden und an eine herkömmliche Steckdose mit Haushaltsstrom (230 Volt) angeschlossen werden. Dafür ist ein 3 Meter langes Schuko-Kabel dabei, das laut Hersteller auch für den Außeneinsatz geeignet ist. Die Module selbst haben eine Kabellänge von 1,2 Metern. Bei allen weiteren Fragen gibt es ein Installationsvideo des Herstellers, das beim Verkäufer verlinkt ist. Darüber hinaus kann das Balkonkraftwerk mit der WLAN-Funktion am Wechselrichter optimiert werden, die es erlaubt, über die „Solarmann“-App die erzeugte Energie zu verfolgen.
Das Kraftwerk ist nach der Norm VDE-AR-N-4105:2018 zertifiziert und verfügt über eine 15-jährige Herstellergarantie. Der Wechselrichter an sich bietet in der Spitze einen Wirkungsgrad von 96,5 Prozent und ist nach der Schutzart IP68 gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Hier noch weitere wichtige technische Daten zu den Modulen im Überblick:
- Leerlaufspannung (VOC): 37,08 Volt
- Kurzschlussstrom (ISC): 13,77 Ampere
- Nennspannung (VMPP): 30,58 Volt
- Nennstrom (IMPP): 13,08 Ampere
- Moduleffizienz: 20,5 Prozent
- Langlebig (25 Jahre Leistungsgarantie, 15 Jahre Garantie auf Module)
- Zwei Solarmodule mit beschichteter Oberfläche
- Zertifiziert nach Norm VDE-AR-N-4105:2018
- Inklusive Wechselrichter mit WLAN-Funktion
- Laut Hersteller sehr einfache Installation mit Videoanleitung
- Wechselrichter hat kein Display
FAQ
3. Testsieger: EcoFlow Stream Balkonkraftwerk

Der EcoFlow-Stream ist der Nachfolger des PowerStream-Wechselrichters, der Bestandteil eines früheren Tests war. Das neue Modell hat in allen Belangen die Nase vorn und löst ein dringendes Problem mit der Wärmeabfuhr. Besonders ist an dem neuen Wechselrichter, dass er theoretisch bis zu 1.200 Watt Modulleistung verarbeiten kann. Getestet wurde der EcoFlow Stream in Verbindung mit zwei 450-Watt-Solarmodulen, ohne Speicher. Wenngleich Speicherlösungen für den EcoFlow Stream erhältlich sind, handelt es sich bei diesem Aspekt um den größten Kritikpunkt des Tests.
Das Balkonkraftwerk kam mit zwei Solarmodulen, dem Stream-Wechselrichter und den passenden Anschlusskabeln in der Redaktion an. Die eigentliche Montagehalterung war – wie bei EcoFlow üblich – nicht Teil der Lieferung und musste separat beschafft werden. Erhältlich sind Haltesysteme zur Befestigung an Balkon und Flachdach oder zum Aufstellen im Garten. Der neue Stream-Wechselrichter macht im Vergleich zum Vorgänger einen eher funktionalen und klobigen Eindruck, was jedoch eine bewusste Entscheidung zugunsten einer besseren Kühlung gewesen sein dürfte. Was die Verarbeitungsqualität angeht, wurden im Test keinerlei Mängel festgestellt.
Im Test wurden die Solarmodule mithilfe einer Eigenkonstruktion auf dem Vordach montiert, sodass zu den vom Hersteller angegebenen Halterungssystemen keine Aussagen getroffen werden können. Die elektronische Installation verlief wie üblich: Die beiden Module wurden per Parallelschaltung mit dem Wechselrichter verbunden, welcher anschließend per Schuko-Stecker an das Hausnetz angeschlossen werden konnte.
Die Einrichtung über die EcoFlow-App funktionierte ohne Umwege. QR-Code scannen, WLAN auswählen – fertig. Alle relevanten Werte waren sofort sichtbar, darunter die aktuelle Solarleistung, der Eigenverbrauch und die Netzeinspeisung. Außerdem lassen sich historische Erträge und Energiefluss-Diagramme anzeigen – bei Bedarf sogar für jedes Modul einzeln. Neu sind kostenpflichtige Zusatzfunktionen wie Wetter- und Ertragsprognosen, intelligente Verbrauchsplanung und erweiterte Langzeitauswertungen. Kostenpflichtige Funktionen sind bei einem Produkt dieser Art und Preisklasse eher ungewöhnlich. Gemäß der Testerfahrungen reicht der kostenlos nutzbare Funktionsumfang aber vollkommen aus.
Das EcoFlow Stream Balkonkraftwerk besteht aus zwei monokristallinen Solarmodulen mit jeweils 450 Watt Leistung und dem neuen Stream-Wechselrichter. Die Module arbeiten mit Half-Cut-Technik, sind bifazial und erreichen laut Hersteller einen Wirkungsgrad von 23 Prozent. Damit bewegen sie sich im oberen Bereich des Testfelds. Etwas mehr Leistung gibt es mit den 500-Watt-Modulen von Kleines Kraftwerk. Zum Wirkungsgrad des Wechselrichters macht EcoFlow bedauerlicherweise keine Angaben. In Anbetracht der im Test erzielten Erträge ist das aber kaum als Nachteil zu werten.
Der Wechselrichter ist WLAN-fähig, verzichtet aber auf ein Display und arbeitet ohne aktive Lüfter. Ein zentraler Punkt des Tests war die thermische Stabilität des neuen Stream-Wechselrichters. Beim früheren Modell kam es bei hohen Außentemperaturen nämlich wiederholt zu Überhitzungsproblemen, die teilweise sogar zu Ausfällen führten. EcoFlow hat hier gezielt nachgearbeitet und die Bauform gezielt angepasst, um die Wärmeabfuhr zu verbessern. Im Testbetrieb zeigte sich der Wechselrichter selbst bei starker Sonneneinstrahlung und aufgeheizter Dachfläche stabil. Leistungsreduktionen oder Abschaltungen traten nicht auf, was die vom Hersteller angepriesenen Verbesserungen im Hinblick auf die Kühlung bestätigt.
Wer ein leistungsstarkes Balkonkraftwerk wie das vorliegende Set von EcoFlow betreiben möchte, könnte von einem Speicher profitieren – und das führt am Beispiel des EcoFlow Stream zum größten Kritikpunkt. Der Stream-Wechselrichter ist nicht kompatibel mit bestehenden EcoFlow-Powerstations wie der Delta 2 Max oder der Delta Pro. Stattdessen setzt EcoFlow auf eine neue Speicher-Generation, die ausschließlich mit dem Stream-System zusammenarbeitet. Für Neukunden funktioniert dieser Ansatz und macht das neue System zu einer sehr interessanten Wahl. Für Bestandskunden bedeutet er jedoch einen klaren Systembruch, der den neuen Wechselrichter deutlich weniger attraktiv erscheinen lassen dürfte.
Der Stream-Wechselrichter lässt sich ausschließlich mit der neuen EcoFlow-Speichergeneration kombinieren, zu der auch der Stream Ultra Pro gehört. Diese Speicherlösung stand im Test zwar nicht zur Verfügung, die technischen Eckdaten fallen jedoch durchaus beachtlich aus. Der Stream Ultra Pro bietet eine Speicherkapazität von 2 Kilowattstunden, die sich über zusätzliche Akkumodule modular erweitern lässt. Vorgesehen ist zudem eine vollständige Einbindung in die EcoFlow-App. Laut Hersteller kann der Speicher Solarleistungen von bis zu 2.000 Watt aufnehmen und damit auch hohe Erträge effizient verwerten. Auf der Ausgangsseite stehen bis zu 2.300 Watt zur Verfügung, sodass mehrere Verbraucher gleichzeitig betrieben werden können.
tipps.de zieht folgendes Fazit
Das Balkonkraftwerk rund um den neuen Stream-Wechselrichter von EcoFlow belegt im Test einen klaren ersten Platz. Es erzielte nicht nur den höchsten Ertrag, sondern ist auch aus funktioneller Sicht sehr gut aufgestellt. Die App erlaubt eine detaillierte Überwachung des Systems, während sich überschüssiger Solarstrom über die separat erhältlichen und anhand der technischen Daten sehr vielversprechenden Speicherlösungen erweitern lässt. Abgesehen davon, dass einige Funktionen in der App kostenpflichtig sind, gab es im Test keine Kritikpunkte – jedenfalls für Neukunden. Bestandskunden von EcoFlow, die bereits einen DELTA 2 Speicher besitzen, sollten beachten, dass der Stream-Wechselrichter mit diesem nicht kompatibel ist.






































































- Höchster Ertrag im Test
- Einziger Wechselrichter mit 1.200 Watt Eingangsleistung
- Hoher Wirkungsgrad der Solarmodule (23 Prozent)
- Bifaziale Solarmodule (Rückseite nimmt Licht auf)
- Mit Half-Cut-Technik (geringere Leistungsreduktion bei Verschattung)
- TÜV-Zertifizierung
- Intuitive App-Steuerung mit Live-Daten, Ausrichtungsoptimierung und Effizienzvergleich
- Verbesserte Hitzebeständigkeit gegenüber dem Vorgänger
- Smarter, per WLAN steuerbarer Wechselrichter
- Sehr einfache Installation und Inbetriebnahme
- Sehr gute Verarbeitungsqualität
- Schutzart IP68 / IP67 für Solarmodule und Wechselrichter
- Nicht kompatibel mit bisherigen EcoFlow-Akkus
- Premium-Funktionen der App kostenpflichtig
- Keine Angaben zum Wirkungsgrad des Wechselrichters
- Wechselrichter ohne Display
FAQ
4. Bestes Balkonkraftwerk mit 500-Watt-Solarmodulen: Stecker-PV-Anlage von Kleines Kraftwerk

Die Marke Kleines Kraftwerk bietet ein Balkonkraftwerk mit Hoymiles HMS-800W-2T Wechselrichter und YH Sunpro SPDG500-N108R12 Solarpanels an – je nach Wunsch zwischen ein und vier Modulen. Getestet wurde die Stecker-Solaranlage mit zwei Modulen. Insbesondere aufgrund der leistungsstarken 500-Watt-Solarmodule mit hohem Wirkungsgrad hat es das Set von Kleines Kraftwerk auf Platz zwei im Test geschafft.
Das Balkonkraftwerk wurde per Spedition angeliefert. Auf der Palette befanden sich ein Wechselrichter, zwei Solarmodule, eine Montageanleitung und eine Bedienungsanleitung, vier MC4-Kabel sowie alle nötigen Montagematerialien für die Befestigung am Balkongeländer. Beim Auspacken gab es keine besonderen Auffälligkeiten.
Die bebilderte Montageanleitung war sehr aufschlussreich, sodass die Montage der YH Sunpro SPDG500-N108R12 problemlos funktioniert hat. Getestet wurde die Stecker-PV-Anlage von Kleines Kraftwerk mit einer Gitterbalkonhalterung. Alternativ ist sie aber auch mit Wandhalterung, Gartenständern oder einer Dachhalterung (Flachdach oder Ziegeldach) erhältlich. Die Balkonhalterung setzt sich aus diversen Aluminiumprofilen zusammen. Zunächst werden die Modulrahmen mit den Haltewinkeln am Balkonkraftwerk verschraubt, anschließend die oberen Befestigungshaken am Balkongeländer eingehängt. Zu guter Letzt werden die unteren Gegenhalter von der anderen Seite des Gitters mit weiteren Aluminiumprofilen verschraubt, was für eine sehr stabile Befestigung sorgt.
Im Test hat die Montage etwa 30 Minuten pro Solarpanel gedauert und ließ sich größtenteils alleine bewerkstelligen. Erst, wenn die Solarmodule über das Geländer gehoben werden müssen, sollte eine zweite Person Hilfe leisten. Positiv ist, dass für die Kontaktflächen Gummiplatten zum Einkleben mitgeliefert werden, was den Verschleiß reduziert. Das nötige Werkzeug war leider nicht im Lieferumfang enthalten. Schade: Diese Art der Befestigung funktioniert ausschließlich an Gittergeländern. Für Balkone mit geschlossenen Brüstungen bietet Kleines Kraftwerk keine Lösung an.
Im nächsten Schritt ging es ans Verbinden der einzelnen Komponenten des Balkonkraftwerks. Ein entsprechender Anschlussplan findet sich, per QR-Code abrufbar, in der Bedienungsanleitung des Wechselrichters. Dieser hat zwei MPPT-Kanäle mit jeweils einem MC4-Stecker und einer MC4-Buchse. Die Solarmodule können wahlweise in Reihen- oder Parallelschaltung mit dem Wechselrichter verbunden werden. Während die Verbindung an sich im Test problemlos funktioniert hat, war die Auswahl der Montageorte eingeschränkt. Die mitgelieferten MC4-Kabel sind nämlich nur 1,5 Meter lang, wodurch nicht viel Spielraum zwischen den Solarmodulen und dem Wechselrichter blieb. Das Netzkabel des Wechselrichters hat mit 2 Metern hingegen eine gute Länge.
Nachdem alle Komponenten erfolgreich verbunden wurden, fing das Balkonkraftwerk sofort damit an, Strom zu produzieren. Signalisiert wurde das durch ein grünes Blinken der LED-Leuchte am Wechselrichter. Gemäß Bedienungsanleitung konnte damit die Einrichtung des Wechselrichters beginnen – allerdings verlief diese alles andere als reibungslos. Zunächst galt es, die S-Miles-App herunterzuladen und ein Konto einzurichten. Der Einrichtungsprozess beginnt mit dem Erstellen einer Anlage, denn über die App lassen sich bei Bedarf auch mehrere PV-Systeme verwalten.
Nach dem Scannen der Seriennummer sowie der Eingabe der WLAN-Zugangsdaten sollte der Wechselrichter mit dem heimischen WLAN-Netzwerk verbunden werden, was im ersten Anlauf nicht funktionierte. Die App wies darauf hin, dass keine WLAN-Netzwerke unterstützt werden, die Sonderzeichen im Namen hatten. Daraufhin wurde ein Bindestrich im Namen des Netzwerks gestrichen – keine Besserung. Als weiteren Hinweis gab die App an, dass ausschließlich Unterstützung zu 2,4 Gigahertz-WLAN-Netzwerken bestünde. Nachdem der im Test verwendete Router von 2,4/5-Gigahertz-Dual-Band-Betrieb auf reinen 2,4-Gigahertz-Betrieb umgestellt wurde, konnte die Verbindung noch immer nicht hergestellt werden.
In der WLAN-Übersicht des verbundenen Smartphones fiel schließlich auf, dass der Wechselrichter nur eine WPA2-Verschlüsselung verwendet. Nachdem der Router ebenfalls auf WPA2 umgestellt wurde, funktionierte der Verbindungsaufbau schließlich, woraufhin sich Ertragsstatistiken des Balkonkraftwerks per Smartphone einsehen ließen. Bedauerlich ist jedoch, dass in der Bedienungsanleitung keinerlei Hinweise dazu zu finden sind, dass der Wechselrichter nur per WPA2-Verschlüsselung kommunizieren kann. Technisch weniger versierte Nutzer könnten dadurch eventuell an der Ersteinrichtung scheitern. Die Handhabung des Stecker-PV-Systems von Kleines Kraftwerk konnte dadurch nur mit „befriedigend“ bewertet werden.
Fertig eingerichtet, lässt sich der Ertrag des Balkonkraftwerks über die S-Miles-App in Echtzeit überwachen. Die App zeigt Statistiken pro Tag und Monat sowie eine Gesamtstatistik an. Dabei lässt sich auch einsehen, wie viel Strom jedes Solarmodul einzeln erzeugt. Ein nettes Feature ist, dass das Äquivalent zur Anzahl an gepflanzten Bäumen sowie der gesparte CO₂-Ausstoß dargestellt werden. Spannung oder Temperatur lassen sich über die App allerdings nicht abrufen. Auch die aktuelle Netzlast des Hausstromnetzes zeigt sie leider nicht an. Am Wechselrichter selbst lassen sich leider keinerlei Informationen ablesen. Es gibt lediglich eine LED-Leuchte, die bei aktiver Stromerzeugung grün blinkt, bei Störungen rot blinkt und sich im Standby-Modus ausschaltet. Ein Display, auf dem sich Leistung oder Ertrag direkt ablesen lassen, bietet der Hoymiles HMS-800W-2T nicht.
Der wesentliche Vorteil des Sets von Kleines Kraftwerk zeigt sich mit Blick auf die beiliegenden Solarmodule. Es handelt sich um die einzigen Module im Test, die mit einer Nennleistung von 500 Watt daherkommen. Während Systeme mit 400 oder 440 Watt Modulleistung bei suboptimaler Sonneneinstrahlung oft deutlich unter der maximalen Einspeiseleistung bleiben, hat dieses Modell dank seiner starken Panele die besten Chancen, den Grenzwert von 800 Watt im Alltag auch wirklich zu erreichen.
Die YH Sunpro SPDG500-N108R12 Solarpanels bieten nicht nur eine hohe Nennleistung, sondern sind auch aus technischer Sicht gut aufgestellt. Mit einem Wirkungsgrad von 22,5 Prozent gehören sie zu den effizientesten Modulen im Testfeld. Besser aufgestellt sind hier nur die Solarmodule des Balkonkraftwerks von EcoFlow, die zwar einen Wirkungsgrad von 23 Prozent bieten, aber nur maximal 400 Watt leisten. Sie nutzen monokristalline PERC-Zellen (Passivated Emitter and Rear Cell), die durch ihre rückseitige Beschichtung mehr Licht einfangen können – und sind dank Half-Cut-Technik auch bei teilweiser Verschattung effizient.
Der eingesetzte Wechselrichter, der Hoymiles HMS-800W-2T, ergänzt die leistungsstarken Module ideal. Er gehört zu den modernsten Mikrowechselrichtern seiner Klasse und ist speziell für den Betrieb mit zwei Solarmodulen konzipiert. Mit einer maximalen Ausgangsleistung von 800 Watt und zwei unabhängigen MPPT-Eingängen (Maximum Power Point Tracker) sorgt er dafür, dass jedes Solarpanel stets im optimalen Arbeitspunkt betrieben wird. Das bedeutet: Selbst, wenn eines der Module verschattet ist oder weniger Licht erhält, liefert das andere weiterhin seine maximale Leistung – ein entscheidender Vorteil gegenüber einfacheren Wechselrichtern mit nur einem Eingang.
Der Hoymiles HMS-800W-2T ist mit zwei MPPT-Kanälen auf den Betrieb mit zwei Solarmodulen ausgelegt – lässt sich aber auch mit vier Modulen betreiben, insofern diese in Parallelschaltung verbunden werden. Schade: Der Wirkungsgrad liegt bei nur 96,5 Prozent – der zweitniedrigste Wert im Test. Erfreulich ist hingegen die Startspannung von rund 22 Volt, die dafür sorgt, dass der Wechselrichter bereits bei schwacher Sonneneinstrahlung aktiv wird und früh am Tag mit der Stromproduktion beginnt. Mit einer maximalen Eingangsspannung von 60 Volt und einem Eingangsstrom von bis zu 16 Ampere pro Kanal harmoniert er gut mit den 500-Watt-Panels von YH Sunpro.
tipps.de zieht folgendes Fazit
Die Stecker-PV-Anlage von Kleines Kraftwerk konnte im Test vor allem durch ihre leistungsstarken Solarpanels überzeugen. Sie gehören nicht nur zu den wenigen Modellen im Test, die die Einspeisegrenze von 800 Watt voll ausschöpfen, sondern stehen mit Bifazialität und Half-Cut-Funktion auch technisch sehr gut da. Damit dürfte das Set von Kleines Kraftwerk die besten Voraussetzungen bieten, um die Einspeisegrenze von 800 Watt möglichst effektiv auszuschöpfen. Der Wirkungsgrad des Wechselrichters könnte im Vergleich zur Konkurrenz allerdings etwas höher ausfallen. Während die Montage der Solarmodule im Test erfreulich einfach von der Hand ging, funktionierte die WLAN-Einbindung nicht auf Anhieb. Wie sich herausgestellt hat, lag das an einer nicht unterstützten WLAN-Verschlüsselung, worauf in der Bedienungsanleitung leider nicht hingewiesen wurde.








































- Hoher Wirkungsgrad der Solarmodule (22,5 Prozent)
- Bifaziale Solarmodule (Rückseite nimmt Licht auf)
- Mit Half-Cut-Technik (geringere Leistungsreduktion bei Verschattung)
- Gute Verarbeitungsqualität
- Antireflexbeschichtung
- TÜV-Zertifizierung
- Stabile Befestigung (solide Aluminium-Balkonhalterung und Gummipads gegen Verschleiß)
- Bebilderte Montageanleitung erleichtert die Installation
- Schutzart IP68 / IP67 für Solarmodule und Wechselrichter
- WLAN-Einrichtung des Wechselrichters problematisch (unterstützt nur WPA2-Netze / nicht in der Anleitung erwähnt)
- Kurz bemessene MC4-Kabel (1,5 Meter) schränken die Flexibilität bei der Montage ein
- Ohne Energiespeicher
FAQ
5. Einziges Balkonkraftwerk mit flexiblen Solarmodulen: Jackery Navi 2000

Der Hersteller Jackery, der in den USA als Marktführer für mobile Energiespeicher gilt, bietet seit Juni 2024 auch Balkonkraftwerke an. Im Test hatte tipps.de das Jackery Navi 2000 mit vier biegsamen Solarmodulen und einer Powerstation. Wer ein leistungsstarkes Balkonkraftwerk sucht, um die Einspeisegrenze von 800 Watt möglichst effektiv auszuschöpfen, ist hier an der verkehrten Adresse. Dafür bekommen Verbraucher mit dem Jackery Navi 2000 aber ein sehr vielseitiges Set, das seine Stärken vor allem abseits des normalen Hausgebrauchs ausspielt.
Kleinere Pluspunkte sammelte das Jackery Navi 2000 schon bei der Anlieferung. Im Gegensatz zu den meisten anderen Balkonkraftwerken war keine aufwendige Speditionslieferung auf Paletten notwendig. Die sehr leichten Flexi-Solarpanels wurden zusammen im Karton geliefert. Die Speichereinheit kam separat. Außerdem waren im Lieferumfang ein AC-Kabel, zwei MC4-Solarkabel und drei Paar MC4-Y-Splitter-Kabel enthalten. Erfreulich war, dass Jackery auch an einen MC4-Kabelentferner gedacht hat, der das umständliche Lösen der MC4-Stecker maßgeblich erleichtert. Im Lieferumfang der Solarmodule war außerdem umfangreiches Montagezubehör enthalten.
Die Verarbeitungsqualität der einzelnen Komponenten war im Test sehr überzeugend. Der Energiespeicher besteht aus Aluminium, das laut Hersteller auch in der Luft- und Raumfahrt eingesetzt wird. Die Powerstation wirkte sehr robust und hochwertig. Das hohe Gewicht von 29,7 Kilogramm könnte beim Transport allerdings zum Nachteil werden. Über kurze Strecken lässt sich der Solarspeicher dank zwei in die Seiten eingelassener Griffe jedoch gut transportieren. Die Maße betragen 44,1 x 37,8 x 35 Zentimeter.
Im Vergleich zu einem Balkonkraftwerk, das mit nur einem Solarpanel betrieben wird, hat sich die Erstinstallation des Navi 2000 im Test als ziemlich aufwendig erwiesen. Am Speicher befinden sich nur zwei PV-Eingänge (jeweils ein Plus- und Minuspol), weshalb die Verbindung von vier Modulen nur mithilfe von Splittern möglich ist, die eine Gruppen- oder Parallelschaltung erlauben. Die Verkabelung der vier Module hat sich im Test als vergleichsweise kompliziert erwiesen und könnte ungeübte Nutzer leicht überfordern.
Glücklicherweise findet sich in der Betriebsanleitung eine bebilderte Anleitung zur Verbindung des Energiespeichers mit vier Solarmodulen. Die erforderlichen Splitter sind enthalten. Wer die Solarmodule in großer Entfernung zum Speicher montieren will, braucht allerdings entsprechende MC4-Verlängerungskabel. Ein Pluspunkt gegenüber vielen anderen Balkonkraftwerken mit Speicher: Der Wechselrichter ist in der Powerstation integriert, sodass diese zum Einspeisen direkt in die Steckdose gesteckt werden kann. Es ist kein aufwendiges Zwischenschalten der Speichereinheit notwendig.
Für die Montage ist jedes Modul mit vier Ösen versehen. Jackery liefert jeweils acht Drahtseile, Seilklemmen, Seilspanner und Kabelbinder aus rostfreiem Stahl mit, was sehr vielfältige Montageoptionen ohne Bohren zulässt. Mit den beiliegenden Materialien lassen sich die PV-Module nicht nur am Balkongeländer, sondern auch am Zaun, am Gartenhäuschen oder am Autodach befestigen. Erfreulicherweise hat sich die Befestigung im Test auch als äußerst stabil erwiesen.
Für die Ersteinrichtung war die dazugehörige App erforderlich. Anders als Nutzer es von mobilen Jackery-Geräten gewohnt sind, kommt hier allerdings nicht die normale Jackery-App, sondern die Jackery-Home-App zum Einsatz. Nach der Kontoerstellung konnte die Powerstation per QR-Code mit dem Smartphone gekoppelt werden. Anschließend mussten nur noch die WLAN-Zugangsdaten eingegeben werden und das Balkonkraftwerk war einsatzbereit. Hier musste unter Angabe einer E-Mail-Adresse ein Konto erstellt werden und anschließend der auf dem Energiespeicher angebrachte QR-Code gescannt werden, um ihn mit dem Smartphone zu koppeln. Im Anschluss galt es, den Speicher samt integriertem Wechselrichter mit einem WLAN-Netzwerk zu verbinden. Insgesamt hat die Erstinstallation im Test rund 20 Minuten in Anspruch genommen. Wer die Solarmodule festmontieren will, sollte etwas mehr Zeit einplanen.
Der Energiespeicher des Jackery Navi 2000 speichert bis zu 2.048 Wattstunden und lässt sich durch zwei separat erhältliche Zusatzakkus auf bis zu 8.000 Wattstunden erweitern. Der Solarspeicher kann eine Eingangsleistung von bis zu 1.600 Watt aufnehmen. Um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen, speist er jedoch nur maximal 800 Watt ins Hausstromnetz ein. Was nachteilig ist: Wer den gespeicherten Strom nicht einspeisen, sondern direkt nutzen möchte, findet lediglich eine einzelne Steckdose, aber keine USB-Anschlüsse. Für eine flexiblere Nutzung ließe sich dort aber zumindest eine Mehrfachsteckdose oder ein USB-Splitter anschließen.
Die flexiblen Solarmodule haben sich im Test als sehr praktisch erwiesen, sind aber nicht besonders leistungsstark. Jedes Modul liefert nur maximal 200 Watt, womit das Balkonkraftwerk auf eine maximale Solarleistung von 800 Watt kommt. Der Wirkungsgrad der PV-Module fällt mit 16,9 Prozent vergleichsweise gering aus. Bei leichter Bewölkung haben die Paneele im Test knapp 400 Watt erzeugt. Die maximale Leistung von 800 Watt erreicht das Balkonkraftwerk gemäß Testerfahrung nur unter optimalen Bedingungen.
Für die Bedienung des PV-Speichers sind Nutzer erfreulicherweise nicht auf die Jackery-Home-App angewiesen. Ein Display bietet die Powerstation zwar nicht, doch das aus drei Tasten bestehende Bedienfeld ermöglicht es, den Speicher ein- und auszuschalten, den Modus zu wechseln (Speicher oder Haushalt priorisieren) und die Steckdose zu aktivieren. Die App bietet zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten. So lässt sich unter anderem festlegen, ab welcher Ladegrenze der Speicher in den Haushalt einspeisen soll. Außerdem liefert die App ausführliche Informationen zum Ladezustand des Energiespeichers sowie dem Ein- und Ausgangsstrom.
Eine Schwachstelle vieler Balkonkraftwerkspeicher ist ihre Kälteempfindlichkeit. Über den Winter müssen die meisten Speicher drinnen betrieben werden. Der Jackery Navi 2000 ist hingegen mit einer integrierten Heizung versehen, wodurch er auch in der kalten Jahreszeit draußen betrieben werden kann. Anzumerken ist, dass die Heizung Strom verbraucht, worunter wiederum die Effizienz der Anlage leidet.
tipps.de zieht folgendes Fazit
Das Jackery Navi 2000 überzeugt mit einer hochwertigen Verarbeitung, flexiblen Solarmodulen und durchdachtem Zubehör. Besonders positiv fielen im Test der integrierte Wechselrichter auf, der eine unkomplizierte Inbetriebnahme ermöglicht, sowie der automatische Notstrombetrieb. Das ist ein echter Mehrwert im Alltag. Die robuste Powerstation punktet zudem mit ihrer Erweiterbarkeit und Wintertauglichkeit dank der integrierten Heizung. Auch die flexiblen Montagemöglichkeiten ohne Bohren sind ein wesentlicher Pluspunkt. Auf der anderen Seite ist die Verkabelung der vier Module recht komplex. Auch die Leistung von 200 Watt pro Panel fällt eher gering aus und schöpft die Einspeisegrenze von 800 Watt nur im Optimalfall aus. Schade ist auch, dass die Powerstation keine weiteren Steckdosen oder USB-Anschlüsse bietet.
- Für viele Einsatzzwecke abseits des Wohnhauses geeignet
- Wechselrichter im Energiespeicher integriert
- Biegsame Solarmodule (flexibel zu montieren, einfach zu transportieren)
- Powerstation hält bis zu 6.000 Ladezyklen aus (höchste Lebensdauer im Test)
- Shelly-Integration erleichtert smarte Energieüberwachung
- Powerstation mit Aluminiumgehäuse
- Powerstation mit Notstromfunktion
- Speicherkapazität der Powerstation erweiterbar (bis 8 Kilowattstunden)
- Betriebstemperatur der Powerstation von -20 bis 55 Grad Celsius (Speicher kann dank integrierter Heizung im Winter draußen stehen)
- Schutzart IP68 / IP65 für Solarmodule und Powerstation
- Keine TÜV-Zertifizierung
- Niedriger Wirkungsgrad der Solarmodule (16,9 Prozent)
- Keine Angaben zum Wirkungsgrad des integrierten Wechselrichters
- Komplizierte Verkabelung könnte Laien überfordern
- Keine zusätzlichen Steckdosen/USB-Anschlüsse neben der Einspeisesteckdose
FAQ
6. Sunlit-Balkonkraftwerk – mit Energiespeicher und Shelly Pro 3EM Smartmeter

Das Herzstück des Sunlit-Balkonkraftwerks ist die Sunlit BK215 Powerstation. Diese hat wiederum die Besonderheit, dass sie bei diversen Anbietern in vielen unterschiedlichen Konfigurationen erhältlich ist. Im Test setzte sich das Balkonkraftwerk aus folgenden Komponenten zusammen:
- Zwei 410-Watt-Solarmodule
- Ein Sunlit BK215 Energiespeicher
- Ein Deye SUN-M80G4-Mikrowechselrichter
- Ein Shelly Pro 3EM Smartmeter
Zusätzlich im Lieferumfang enthalten waren zwei MC4-Kabel (5 Meter / jeweils zweimal Rot und Schwarz), ein Schutzkontaktkabel und zwei Balkonhalterungen für die Solarmodule. Energiezähler, Wechselrichter und Stromspeicher wurden in der Verpackung von Schaumstoff umgeben und sicher angeliefert. Die beiliegende Bedienungsanleitung ist gut verständlich. Nach kurzem Studieren erwies sich die Montage als unkompliziert.
Zunächst mussten die Solarmodule mit dem Mikrowechselrichter verbunden werden. Da der SUN-M80G4-Wechselrichter über zwei MPPT-Kanäle verfügt, lassen sich zwei PV-Module gleichzeitig verbinden. Anschließend den Wechselrichter per DC-Kabel an den Energiespeicher anschließen und diesen per Schuko-Stecker mit einer Steckdose verbinden. Bevor das Balkonkraftwerk beginnt, Solarstrom zu produzieren, muss der Wechselrichter jedoch mit einem WLAN-Netzwerk verbunden werden. Dazu waren die Seriennummer und das Passwort (beides auf dem Wechselrichter abgedruckt) einzugeben. Für die Nutzung im Schrebergarten ist das Sunlit-Balkonkraftwerk aufgrund der WLAN-Abhängigkeit nicht die beste Wahl.
Der beiliegende Deye SUN-M80G4-Mikrowechselrichter leistet bis zu 800 Watt, womit Verbraucher die mit dem Solarpaket I festgelegte Einspeisegrenze für die vereinfachte Nutzung von Stecker-PV-Anlagen voll ausschöpfen können. Getestet wurde das Balkonkraftwerk mit 410-Watt-Solarpanels, die die dafür notwendige Energiemenge nur unter optimalen Bedingungen erzeugen. Wer das Potenzial seiner Stecker-PV-Anlage voll ausschöpfen möchte, kombiniert Sunlit-BK215-Energiespeicher und den Mikrowechselrichter von Deye besser mit zwei 500- oder gar 600-Watt-Solarmodulen.
Das Hauptaugenmerk lag im Test auf dem Sunlit BK215 – einem Energiespeicher mit einer Kapazität von 2.150 Wattstunden. Dieser kann gleichzeitig geladen und entladen werden, sodass angeschlossene Verbraucher weiterhin mit Strom versorgt bleiben, auch wenn der Akku gerade Energie aufnimmt. Zudem lässt er sich mit bis zu drei Erweiterungsspeichern verbinden, was eine Gesamtkapazität von 8.600 Wattstunden ermöglicht. Mit Maßen von 28,9 x 26,1 x 47,9 Zentimetern in Breite, Höhe sowie Tiefe und einem Gewicht von 32,5 Kilogramm ist der Speicher ziemlich schwer zu transportieren. Die Bedienung hat sich im Test hingegen als unkompliziert erwiesen.
Die erste Konfiguration des Systems über die Sunlit-App erforderte eine Registrierung und eine Bluetooth-Verbindung, was reibungslos funktionierte. Die App selbst ist modern gestaltet und bietet diverse Einstellungsmöglichkeiten für Einspeisungsstrategien sowie die Option, Einsparungen anhand des aktuellen Strompreises zu berechnen. Ein Vorteil im Vergleich zu anderen Speicherlösungen, wie zum Beispiel der Jackery Navi 2000 Powerstation, ist das integrierte Display. Darauf lassen sich der Ladestatus sowie die Ein- und Ausgangsleistung des Speichers auch ohne Smartphone ablesen. Gemäß der Testerfahrung ist das Display groß genug und ausreichend hell.
Der Balkonkraftwerk-Speicher von Sunlit ist mit der Schutzart IP68 nicht nur vollständig wasserdicht, sondern bringt auch eine Standheizung mit, die sich bei Temperaturen zwischen -5 und -20 Grad Celsius automatisch einschaltet. Die Heizung soll den Akku bei Minusgraden auf einer für den Betrieb notwendigen Mindesttemperatur halten. Natürlich geht das auch mit Stromkosten einher. Nichtsdestotrotz ermöglicht es die Standheizung, das Balkonkraftwerk auch im Winter zu betreiben.
Das Shelly Pro 3EM arbeitet als sogenannter bidirektionaler Energiezähler, das heißt: Es misst sowohl den Verbrauch als auch die Einspeisung. Dadurch erkennt das Gerät automatisch, in welche Richtung der Strom fließt, und kann separat anzeigen, wie viel Energie ins Netz eingespeist oder aus dem Netz bezogen wurde. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Der Nutzer benötigt keinen separaten Zähler mit Rücklaufsperre, wie ihn der Gesetzgeber sonst für Anlagen mit Eigenverbrauch verlangt. Der Shelly Pro 3EM übernimmt diese Funktion digital, indem er die Ströme auf allen drei Phasen einzeln misst und bilanziert. Dadurch lässt sich die Energiebilanz des Haushalts präzise darstellen. Wer noch keinen Zähler mit Rücklaufsperre hat, braucht dementsprechend nicht auf eine Installation durch den Netzbetreiber zu warten.
Im Test ließen sich mit dem Shelly Pro 3EM alle drei Phasen einzeln überwachen und die gemessenen Daten bis zu 60 Tage lang speichern – mit einer Messgenauigkeit von ± 1 Prozent. Einsehbar sind die Messwerte über die Shelly Smart Control App. Alternativ lassen sich die Daten auch über ein Web-Interface abrufen. Auch die Integration in Smart Home Systeme wie Google Home oder Amazon Alexa ist möglich.
Das einzige Manko: Das Smartmeter ist nicht leicht zu installieren. Die Installation des Shelly Pro 3EM erfolgt direkt im Sicherungskasten auf einer Hutschiene und erfordert den Anschluss an das dreiphasige Stromnetz. Dabei müssen drei Stromwandler korrekt um die jeweiligen Phasenleiter gelegt und mit dem Gerät verbunden werden. Zusätzlich ist eine Verbindung zum Neutralleiter sowie zur Spannungsversorgung nötig.
Zwar liefert Shelly eine übersichtliche Anleitung, doch der Umgang mit 400 Volt ist kein Heimwerkerprojekt. Falsche Verdrahtungen können gefährlich sein oder Messfehler verursachen. Besonders das richtige Erkennen der Phasenfolge und die sichere Befestigung der Stromklemmen setzen elektrotechnische Kenntnisse voraus. Auch die korrekte Kalibrierung und Netzwerkanbindung (LAN oder WLAN) können Laien schnell überfordern. Für Nutzer ohne tiefergehende elektrotechnische Kenntnisse ist es zu empfehlen, den Einbau des Shelly Pro 3EM einem Elektriker zu überlassen.
tipps.de zieht folgendes Fazit
Die Kombination aus Sunlit BK215 Powerstation, Deye-Wechselrichter und Shelly-Pro-3EM-Smartmeter bietet ein starkes Gesamtpaket. Der Hauptvorteil liegt hier in einer präzisen Energieüberwachung, was wiederum eine effiziente Nutzung des erzeugten Solarstroms ermöglicht. Als Vorteil ist auch anzuführen, dass sich das System um bis zu 8,6 Kilowattstunden erweitern lässt. Dank IP68-Schutz und integrierter Heizung ist das System auch winterfest. Negativ aufgefallen sind die fehlenden USB-Anschlüsse an der Powerstation sowie die komplizierte Installation des Smartmeters. Anzumerken ist auch, dass das Balkonkraftwerk die Einspeisegrenze von 800 Watt mit den getesteten (aber nicht mehr erhältlichen) 410-Watt-Solarmodulen nur unter bestmöglichen Bedingungen abdecken kann.


















































- Powerstation mit höchster Kapazität im Test (2,1 Kilowattstunden)
- Powerstation mit höchster Erweiterungskapazität im Test (bis zu 8,6 Kilowattstunden)
- TÜV-Zertifizierung
- App gut gestaltet
- Speicher mit Bypass-Funktion (Stromversorgung bei Netzausfällen)
- Inklusive Smartmeter (Shelly Pro 3EM Smartmeter)
- Schutzart IP68 / IP65 für Solarmodule, Wechselrichter und Powerstation
- Powerstation mit Lüfter
- Powerstation mit Heizung
- Powerstation mit 5.000 Ladezyklen
- Solarmodule leisten nur 410 Watt
- Keine Angaben ob bifaziale Solarmodule
- Keine Angaben zur Betriebstemperatur von Solarmodulen und Powerstation
- Wechselrichter ohne Display
- Speichergewicht relativ hoch (32,5 Kilogramm)
- Shelly Pro 3EM-Integration erfordert elektrotechnisches Know-how
FAQ
7. Solakon-Balkonkraftwerk mit effizientem Wechselrichter

Das Balkonkraftwerk von Solakon mit Sunpro SPDG500-N108R12-Solarmodulen und Growatt Neo-800M-X-Wechselrichtern zählt zu den leistungsstärkeren Anlagen im Test. Hervorzuheben ist außerdem die unkomplizierte und flexible Montage der Solarmodule. Die WLAN-Einrichtung des Mikrowechselrichters hat sich hingegen als deutlich umständlicher erwiesen. Auch die Modulhalterungen ließen etwas zu wünschen übrig.
Wie gewohnt, wurde das Solakon-Balkonkraftwerk per Spedition angeliefert. Im Lieferumfang enthalten waren ein Growatt Neo-800M-X-Mikrowechselrichter, zwei Sunpro SPDG500-N108R12-Solarmodule, zwei 1,5-Meter-MC4-Verlängerungskabel, Bedienungsanleitungen sowie alle nötigen Montagematerialien für die Balkonmontage der Module und des Wechselrichters.
Was die Verarbeitungsqualität angeht, gab es nichts zu bemängeln. Die beiden Module zeigen sauber verarbeitete Kanten, stabile Glas-Glas-Schichten und wirken verwindungssteif. Der Wechselrichter kam in einem schwarzen Kunststoffgehäuse, das keine negativen Auffälligkeiten zeigte. Für die Sunpro SPDG500-N108R12-Solarmodule sind wahlweise Balkonhalterungen, Gartenständer oder Flachdachhalterungen erhältlich. Getestet wurde das Balkonkraftwerk mit Balkonhalterungen.
Die Montageanleitung der Solarmodule erklärt sowohl die schräge als auch die senkrechte Montage – und zwar sehr ausführlich und bebildert. So ließen sie sich im Test ohne Probleme installieren, was etwa 15 Minuten pro Modul in Anspruch nahm. Im Test fiel die Entscheidung zwangsweise auf die schräge Montage. Für die senkrechte Montage muss das Balkongeländer mindestens so hoch sein wie die Solarmodule.
Die Balkonhalterung ist zwar einfach zu montieren, zeigte im Test aber eine fragwürdige Widerstandsfähigkeit. Ein starker Windzug kann die montierten Solarmodule leicht in Schwingung versetzen, wodurch sich wiederum Schrauben lösen könnten. Das liegt an den unten verbauten Streben, die jeweils nur mit einer einzelnen Schraube befestigt werden. Dadurch können sie sich leicht gegeneinander verwinden. Als Ausschlusskriterium wurde das im Test zwar nicht bewertet, wer sich für das Balkonkraftwerk von Solakon entscheidet, sollte das System jedoch regelmäßig auf lockere Schrauben überprüfen. Anzumerken ist, dass sich dieser Kritikpunkt nur auf die schräge Modulmontage bezieht. Bei der senkrechten Montage werden die Abstandshalter nicht verbaut.
Nachdem die Solarmodule fertig montiert waren, konnten sie mit dem Wechselrichter verbunden werden. Dazu die MC4-Stecker der beiden Sunpro-Module an die entsprechenden Eingänge des Growatt-Neo-800M-X-Wechselrichters anschließen, bis sie hörbar einrasten. Dank der beiliegenden MC4-Verlängerungen kann zumindest eines der Module in größerer Entfernung zum Wechselrichter montiert werden. Wer beide Module abseits des Wechselrichters anbringen möchte, braucht weitere Verlängerungskabel. Das Netzkabel des Wechselrichters ist erfreulicherweise 5 Meter lang. Auf eine Steckdose in unmittelbarer Nähe zum System sind Nutzer also nicht angewiesen.
Der Growatt Neo 800M X ist mit einem Leuchtindikator versehen, der bei inaktiver Stromproduktion rot blinkt. Nachdem alle Komponenten erfolgreich verbunden waren, begann das Balkonkraftwerk unmittelbar damit, Energie zu produzieren – und signalisierte das durch ein grünes Blinken der LED-Leuchte. Nun war für die Ersteinrichtung nur noch eine Sache zu erledigen: die WLAN-Einbindung des Wechselrichters, um den Stromertrag per App überwachen zu können – und das hat bedauerlicherweise alles andere als reibungslos funktioniert.
Die WLAN-Einrichtung geriet schon beim ersten Schritt ins Stocken. Normalerweise sollte sich die Seriennummer des Geräts per Smartphone einscannen lassen, was leider nicht funktionierte. Wenngleich es etwas umständlicher war, ließ sich dieses Problem durch das manuelle Eingeben der Nummer leicht lösen. Daraufhin wird von der Solakon-App dazu aufgefordert, die Zugangsdaten des heimischen WLAN-Netzwerks einzugeben. Danach konnte der Wechselrichter zwar eine Verbindung zum Router herstellen, jedoch keine Serververbindung.
In der Bedienungsanleitung des Wechselrichters wurde lediglich darauf hingewiesen, dass der Wechselrichter nur mit 2,4-Gigahertz-Netzwerken kommunizieren kann. Obwohl für diesen Zweck ein reines 2,4-Gigahertz-Singleband-Netzwerk erstellt wurde, konnte keine Verbindung hergestellt werden. Auch das Anpassen der WPA-Verschlüsselung brachte keine Besserungen – genauso wenig wie Änderungen der Frequenz. Erst, nachdem der WLAN-Kanal 1 für das 2,4-Gigahertz-Netz festgelegt wurde, stellte der Wechselrichter schließlich eine funktionierende Serververbindung her, sodass der Ertrag des Balkonkraftwerks per App überwacht werden konnte.
Die Solakon-App konnte im Test weniger überzeugen. Zwar eignet sie sich für eine rudimentäre Überwachung des erzeugten Solarstroms, nicht jedoch für detaillierte Ertragsauswertungen. Spannung, Stromstärke oder Temperaturwerte zeigt die App nicht an. Besonders bedauerlich: Auch die Netzlast des Hausstromnetzes kann nicht eingesehen werden.
Der Wechselrichter liefert eine maximale Ausgangsleistung von 800 Watt und erreicht dabei einen hervorragenden Wirkungsgrad von bis zu 97,3 Prozent – der höchste Wert im Test. Mit seinen zwei MPP-Trackern kann er die Leistung beider Solarmodule unabhängig optimieren, was insbesondere bei unterschiedlicher Ausrichtung oder Teilverschattung von Vorteil ist. Das Gerät ist nach VDE-AR-N 4105:2018-11 zertifiziert und entspricht damit den Anforderungen für den Netz- und Anlagenschutz.
Die beiden Sunpro SPDG500-N108R12-Solarmodule sind monokristallin und haben eine Nennleistung von 500 Watt pro Modul. Neben den Solarmodulen im Set von Kleines Kraftwerk sind sie damit die einzigen Panels im Test, die eine Gesamtleistung von 1.000 Watt bieten. Dank Half-Cut-Technik sind sie in der Lage, Leistungsverluste bei Teilverschattung zu reduzieren. Der bifaziale Glas-Glas-Aufbau sorgt dafür, dass auch aus rückseitig reflektiertem Licht Solarenergie gewonnen wird. Der Wirkungsgrad liegt bei 22,5 Prozent – ein solider Wert.
tipps.de zieht folgendes Fazit
Das Balkonkraftwerk von Solakon ist aus technischer Sicht sehr gut aufgestellt. Es bietet eine Solarleistung von 1.000 Watt und einen Wechselrichter mit sehr hohem Wirkungsgrad. Wenngleich es den vorletzten Platz im Test belegt, ist das Set für Verbraucher nicht automatisch uninteressant. Wer keine Lust hat, sich mit WLAN-Einstellungen zu ärgern, sollte hier besser Abstand nehmen. Ein entscheidender Faktor für die hintere Platzierung sind zudem die Modulhalterungen, denen es entsprechend der im Test gesammelten Erfahrungen an Robustheit mangelt.
















































- Höchster Wirkungsgrad des Wechselrichters im Test (97,3 Prozent)
- Sehr hohe Modulleistung (zwei 500-Watt-Module)
- Solider Wirkungsgrad der Solarmodule (22,5 Prozent)
- Bifaziale Solarmodule
- Mit Half-Cut-Technik
- Antireflexbeschichtung
- TÜV-Zertifizierung
- Schutzart IP68 / IP67 für Solarmodule und Wechselrichter
- Problematische WLAN-Einbindung
- App-Monitoring eingeschränkt
- Eingeschränkte Robustheit der Modulhalterungen
- Wechselrichter ohne Display
FAQ
8. MAYSUN-Solar Balkonkraftwerk mit zwei 370-Watt-Solarmodulen

Ein weiteres Balkonkraftwerk ohne Speicher setzt sich aus dem Envertech-EVT800-Wechselrichter und den MAYSUN-Solar-MS370MB-60H-Solarmodulen zusammen. Dieses Set hat sich im Test als unauffällig erwiesen. Es konnten weder positive noch negative Besonderheiten festgestellt werden. Einzige Ausnahme, die Montage des Wechselrichters erfordert hier etwas mehr Aufwand.
Was den Lieferumfang angeht, beschränkt sich das vorliegende Balkonkraftwerk auf ein Minimum. Im Test waren lediglich der Wechselrichter sowie die beiden Solarmodule enthalten. MC4-Kabelverlängerungen oder Montagematerialien lagen nicht vor, sind aber separat erhältlich. Für den Test bedeutete das nur eine geringfügige Einschränkung. Die Funktionalität der Stecker-Solaranlage konnte vollumfänglich getestet werden. Auf den Vorgang der Modulmontage geht der Testbericht hingegen nicht ein.
Da keine Solarmodule zu montieren waren, konnte im Praxistest direkt mit der Verbindung der einzelnen Komponenten des Balkonkraftwerks begonnen werden. In der Bedienungsanleitung wurde dieser Vorgang ausführlich und bebildert erläutert. Zuerst den Wechselrichter über das 4 Meter lange Schuko-Kabel an eine Steckdose anschließen. Anschließend die beiden Solarmodule mit jeweils zwei MC4-Kabeln mit den beiden MPPT-Kanälen des Wechselrichters verbinden.
Ein wichtiger Unterschied im Vergleich zu anderen Wechselrichtern im Test ist, dass es sich bei dem Envertech EVT800 um ein Gerät der Schutzklasse I handelt. Im Gegensatz zu Geräten der Schutzklasse II ist er nicht doppelt isoliert. Sein massives Aluminiumgehäuse dient als Kühlkörper und ist elektrisch leitend mit Teilen der Elektronik verbunden. Um im Fehlerfall gefährliche Berührungsspannungen zu vermeiden, verlangt die Schutzklasse I eine direkte Verbindung des Gehäuses mit dem Schutzleiter (PE). Das geschieht über die Erdungsschraube, die Envertech an der Oberseite des Geräts platziert hat.
Der Wechselrichter ist mit einer LED-Leuchte ausgestattet, die den aktuellen Betriebsstatus signalisiert. Nach Anschluss des Wechselrichters leuchtete diese Rot. Als auch die Solarmodule erfolgreich verbunden waren, blinkte der Leuchtindikator grün. Das signalisierte, dass die Anlage nun Strom produzierte.
Der Envertech-EVT800-Wechselrichter ist WLAN-fähig, sodass Nutzer den Ertrag des Balkonkraftwerks per App verfolgen können. Erfreulich: Im Gegensatz zu den meisten anderen Systemen hat die WLAN-Einbindung im Test auf Anhieb funktioniert. Nach Installation der EnverView-App sowie der Kontoerstellung musste lediglich die Seriennummer des Wechselrichters per Smartphone gescannt werden. Anschließend nur die Zugangsdaten des WLAN-Netzwerks eingeben – fertig. Im Test hat es gereicht, das Netzwerk auf die 2,4-Gigahertz-Frequenz umzustellen. Anpassungen der WPA-Verschlüsselung, des WLAN-Namens oder der WLAN-Kanäle waren nicht notwendig.
Die EnverView-App ist minimalistisch aufgebaut, zeigt aber die wichtigsten Informationen an. Auf der Hauptseite ist einsehbar, wie viel Strom aktuell erzeugt wird und wie viel davon ins Hausnetz eingespeist beziehungsweise an das öffentliche Stromnetz abgegeben werden kann. Nutzer können also auch die aktuelle Nutzlast ihres Hausstromnetzes einsehen – ein Vorteil, den nicht jede Wechselrichter-App bietet. Weiterhin bietet die App auch Ertragsdiagramme pro Tag, Monat, Jahr oder Gesamtlaufzeit. Die Verwaltung mehrerer Stecker-Solaranlagen ist mit der EnverView-App ebenfalls möglich. Detaillierte Modulkennwerte oder Fehlermeldungen auf Modulebene gibt die App allerdings nicht aus.
Aus technischer Sicht entspricht das Balkonkraftwerk einem soliden Mittelmaß. Bei den Solarmodulen handelt es sich um das Modell MS370MB-60H von MAYSUN. Das sind monokristalline Half-Cut-Module mit einer Nennleistung von jeweils 370 Watt, wobei es sich um den niedrigsten Wert im Test handelt. Auch der Wirkungsgrad von 20,2 Prozent ist kein herausragender Wert. Positiv: Das Glas ist mit einer Antireflexbeschichtung versehen, wodurch sich die Lichtausbeute unter diffusem Sonnenlicht verbessert. Dank Schutzart IP68 sind die Module vollständig wetterfest.
Der Wechselrichter Envertech EVT800 arbeitet mit einer maximalen Ausgangsleistung von 800 Watt und kommt auf einen Wirkungsgrad von 96,8 Prozent, womit er sich im unteren Mittelfeld des Testfelds bewegt. Theoretisch kann der Wechselrichter die gesetzlich festgelegte Einspeisegrenze ausschöpfen. In der Praxis ist das vorliegende Set aufgrund der geringen Nennleistung der Module allerdings nicht dazu in der Lage. Im Optimalfall erzeugt das Set höchstens 740 Watt. Der Wechselrichter ist nach VDE-AR-N 4105 zertifiziert, erfüllt somit alle Anforderungen für den Netz- und Anlagenschutz, und wird vom Hersteller mit 15 Jahren Garantie ausgeliefert.
tipps.de zieht folgendes Fazit
Das Balkonkraftwerk mit Envertech-EVT800-Wechselrichter und MAYSUN-Solar-MS370MB-60H-Solarmodulen ist eine solide, aber unspektakuläre Lösung. Erfreulich war, dass die WLAN-Einrichtung im Test auf Anhieb funktioniert hat, was erfahrungsgemäß keine Selbstverständlichkeit ist. Die Solarmodule leisten aber nur maximal 370 Watt, womit die gesetzlich festgelegte Einspeisegrenze selbst unter optimalen Bedingungen nicht ausgeschöpft werden kann. Ebenfalls zu beachten ist, dass es sich bei dem Wechselrichter um ein Schutzart-I-Gerät handelt. Dadurch ist eine Erdung nötig, was die Montage etwas komplizierter macht.








































- Solider Wirkungsgrad des Wechselrichters (96,8 Prozent)
- Solider Wirkungsgrad der Solarmodule (20,2 Prozent)
- Mit Half-Cut-Technik (geringere Leistungsreduktion bei Verschattung)
- Antireflexbeschichtung
- TÜV-Zertifizierung
- WLAN-Einrichtung verlief im Test problemlos
- Schutzart IP68 / IP67 für Solarmodule und Wechselrichter
- Wechselrichter entspricht nur Schutzklasse I (Erdung erforderlich/umständliche Montage)
- Niedrigste Leistung der Solarmodule im Test (370 Watt pro Modul)
- Keine bifazialen Solarmodule
FAQ
8 beste Balkonkraftwerke aus dem Test in der Vergleichstabelle
So wurden die Balkonkraftwerke getestet
Im Vergleich zu anderen Produkten ist es schwieriger, Stecker-Solaranlagen objektiv miteinander zu vergleichen. Das liegt vor allem daran, dass der tatsächliche Energieertrag stark von äußeren Faktoren abhängt – etwa der Sonneneinstrahlung und dem Wetter. Zwei baugleiche Anlagen können unter unterschiedlichen Bedingungen ganz verschiedene Ergebnisse liefern. Um dennoch vergleichbare Werte zu erhalten, wurde der Test der Balkonkraftwerke unter vier zentralen Gesichtspunkten durchgeführt.
- Handhabung: In diesem Bereich geht es darum, wie einfach sich die Anlage aufbauen und in Betrieb nehmen lässt. Im Mittelpunkt stehen die Montage der Solarmodule sowie die Einrichtung des Wechselrichters und der App. Dabei wurde auch die Ausführlichkeit und Verständlichkeit der Montage- und Bedienungsanleitungen sowie die Bedienbarkeit der App berücksichtigt.
- Funktionen: Die Funktionalität bezieht sich in erster Linie auf den Wechselrichter und – insofern dieser WLAN-fähig ist – auf dessen App. Entscheidend ist hier, wie stabil die Datenübertragung läuft und welche Informationen in der App angezeigt werden. Pluspunkte gab es, wenn die App neben der reinen Einspeiseleistung auch die derzeitige Auslastung des Hausstromnetzes anzeigt und weiterführende Daten wie Spannung, Stromstärke oder Temperatur ausgibt.
- Verarbeitungsqualität und Stabilität: Bewertet wurde, wie gut die Materialien der Solarmodule, Halterungen und des Wechselrichters verarbeitet sind und ob die Konstruktion auch bei längerer Belastung stabil bleibt. Besonders wichtig war dabei, ob die Halterungen fest sitzen, ob sich Schrauben oder Klemmen bei Windstößen lösen können und wie standfest die Module insgesamt wirken. Darüber hinaus floss die Schutzart in die Bewertung mit ein. Systeme mit wetterfesten Komponenten – etwa Solarmodule mit IP68- und Wechselrichter mit IP67-Zertifizierung – erhielten dabei bessere Bewertungen.
- Stromerzeugung: Im Praxistest wurde jedes Balkonkraftwerk über mehrere Sonnentage hinweg betrieben. Dabei wurde davon abgesehen, die Ertragsleistung der einzelnen Systeme exakt miteinander zu vergleichen, da diese zu stark von den Umgebungsbedingungen abhängt. Stattdessen lag das Augenmerk in erster Linie darauf, wie stabil die Systeme unter realen Bedingungen laufen und wie sie sich bei Teilverschattung und schwachem Sonnenlicht verhalten.
Fazit zum Test der Balkonkraftwerke
Der Test der Balkonkraftwerke ist insgesamt positiv verlaufen. Wenngleich sich durchaus Leistungsunterschiede offenbarten, ist keines der getesteten Systeme durchgefallen. Alle Stecker-Solaranlagen produzierten Strom aus Sonnenlicht und entlasteten damit das Hausstromnetz. Allerdings waren nicht alle Systeme dazu in der Lage, die gesetzlich festgelegte Einspeisegrenze von 800 Watt auszuschöpfen. Ein häufiger Kritikpunkt war die Netzwerkeinbindung, die bei vielen Balkonkraftwerken nicht auf Anhieb funktionierte. Erfreulich: Alle getesteten Modelle sind WLAN-fähig. Was die Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität der App angeht, zeigten sich im Test allerdings große Unterschiede. Auch die Robustheit der Modulhalterungen war nicht immer optimal.
Den Testsieg sicherte sich das Stream Balkonkraftwerk von EcoFlow, das mit seinem leistungsstarken Wechselrichter mit 1.200 Watt Eingangsleistung die größten Leistungsreserven bietet – und das hat sich im Test auch bemerkbar gemacht. Unter guten Bedingungen lieferte das Balkonkraftwerk einen täglichen Ertrag von 5 Kilowattstunden, was keine andere Stecker-PV-Anlage im Test geschafft hat. Auf Platz zwei hat es die Stecker-Solaranlage von Kleines Kraftwerk geschafft, die im Test ebenfalls mit hohen Erträgen glänzte – das Sonnenlicht aber eben nicht ganz so effektiv ausnutzte wie das Set von EcoFlow.
Den dritten Platz belegt das Balkonkraftwerk von Jackery, das sich in erster Linie durch seine vier flexiblen Solarmodule auszeichnet. Diese liefern zwar nur maximal 200 Watt pro Panel – schöpfen die Obergrenze von 800 Watt also nur unter optimalen Bedingungen aus –, sind aufgrund ihrer Biegsamkeit und ihres geringen Gewichts aber sehr leicht zu transportieren und flexibel einzusetzen. In Verbindung mit der Jackery Navi 2000 Powerstation ergeben sich sehr vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Für alle, die sich für ein Balkonkraftwerk mit Speicher interessieren, könnte sich außerdem ein Blick auf das Balkonkraftwerk von Sunlit lohnen, das mit BK215 Powerstation getestet wurde.
Das Schlusslicht bildet ein Balkonkraftwerk, bestehend aus Envertech-EVT800-Wechselrichter und MAYSUN-Solar-MS370MB-60H-Solarmodulen. Die Solarmodule mit einer Nennleistung von 370 Watt liefern den niedrigsten Gesamtertrag im Test. Außerdem handelt es sich bei dem beiliegenden Wechselrichter um ein Gerät der Schutzklasse I. Das bedeutet, dass dieser für einen sicheren Betrieb geerdet werden muss, was die Erstinstallation etwas aufwendiger und komplizierter macht.
Was ist ein Balkonkraftwerk?
Balkonkraftwerke gelten als kompakte Kleinsterzeugungsanlagen. Sie sind auch unter Bezeichnungen wie Plug-and-Play-Solaranlage, Stecker-Solaranlage, Balkon-Solaranlage oder Mini-PV-Anlage bekannt. Im Gegensatz zu klassischen Dachanlagen werden die Module überwiegend an Balkonbrüstungen, Fassaden oder auf Terrassen befestigt. Ziel ist es, Sonnenenergie für den Haushalt nutzbar zu machen und die Stromkosten zu senken. Verbreitet ist der Einsatz in privaten Haushalten, vor allem in Wohnsituationen ohne eigene Dachflächen.
Die Begriffe Stecker-Solaranlage oder Plug-in-Anlage bezeichnen den praktischen Ansatz. Die erzeugte Energie wird über eine gewöhnliche Steckdose in das vorhandene Hausstromnetz eingespeist. Einmal angeschlossen, kann unmittelbar Strom gespart werden. Eine Zwischenspeicherung findet meist nicht statt, die erzeugte Energie wird direkt verbraucht.
Aktuelle Balkonkraftwerke liefern in der Regel bis zu 800 Watt. Diese Obergrenze ist gesetzlich definiert. Die Leistung stammt üblicherweise aus zwei, gelegentlich vier Solarmodulen. Früher wurde häufig nur ein einzelnes Panel verbaut. Mit der Anhebung der Obergrenze wurden mehrteilige Sets deutlich gängiger.
Ein Video fasst die Funktionsweise und den Nutzen kompakt zusammen:
Wie funktioniert ein Balkonkraftwerk?
Grundlage eines Balkonkraftwerks ist die Photovoltaik. Dabei wird Sonnenlicht in elektrische Energie umgewandelt. Die dahinterstehende Technik ist komplex, lässt sich aber schrittweise erklären.
Die Module bestehen zumeist aus Halbleitermaterial wie Silizium. Dieses Material besitzt eine elektrische Leitfähigkeit zwischen Leitern und Nichtleitern. Trifft Licht auf die Halbleiter, entstehen positive und negative Ladungsträger. Diese bewegen sich weitgehend frei innerhalb des Materials. Ein Teil der aufgenommenen Energie wird auf die Ladungsträger übertragen. Durch die Trennung von positiv und negativ geladenen Trägern bildet sich eine elektrische Spannung. Auf diese Weise entsteht nutzbare Solarenergie aus Sonnenlicht.
Die erzeugte Energie liegt zunächst als Gleichstrom vor. Für das Hausnetz wird allerdings Wechselstrom benötigt. Deshalb gehört ein Wechselrichter zum System. Er nimmt den Gleichstrom auf und wandelt ihn in Wechselstrom um. Üblicherweise werden passende Geräte mitgeliefert und müssen lediglich mit den Modulen verbunden werden.
Für wen eignet sich ein Balkonkraftwerk?
Balkonkraftwerke eignen sich für Haushalte, die Stromkosten senken möchten. Während Eigenheimbesitzer häufig auf größere Photovoltaikanlagen setzen, bieten Stecker-Solaranlagen insbesondere für Mietwohnungen einen Zugang zur Solarenergie. Der typische Einsatzbereich liegt daher im urbanen Wohnumfeld. Zusätzlich gibt es Nutzungsmodelle, in denen ein Balkonkraftwerk fernab des Stromnetzes sinnvoll sein kann. Beispiele sind:
- Schrebergärten
- Wald- oder Berghütten
- Boote
- Wohnmobile
- Tiny Houses oder mobile Behausungen
- Baustellen ohne Netzanschluss
Vor- und Nachteile von Balkonkraftwerken
Die Vorteile von Balkonkraftwerken lassen sich vor allem auf zwei Kerneffekte zurückführen. Sie senken langfristig Stromkosten und reduzieren gleichzeitig den persönlichen Energieverbrauch aus fossilen Quellen. Dadurch entsteht ein direkter ökonomischer Vorteil für private Haushalte und ein indirekter ökologischer für Umwelt und Klima. Das Konzept spricht daher alle Stromkunden an, die nach Möglichkeiten suchen, ihren Energiebedarf günstiger und nachhaltiger zu decken. Relevant ist jedoch auch der vorhandene Montageort. Ohne geeignete Balkonfläche, ausreichend sonnige Terrasse oder freie Bodenfläche ist ein solches System kaum umsetzbar. Wer diese räumlichen Voraussetzungen erfüllt, profitiert hingegen von hoher Flexibilität in der Montage.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Tatsache, dass Stecker-PV-Anlagen nicht zwingend durch Fachbetriebe installiert werden müssen. Viele Balkonkraftwerke lassen sich in Eigenregie aufbauen, befestigen und an das Hausnetz anschließen. Dadurch fallen keine zusätzlichen Installationskosten an, wie es bei klassischen Photovoltaikanlagen üblich ist. Für Mieter oder Bewohner von Eigentumswohnungen mit eingeschränkter Entscheidungsfreiheit ist dies besonders attraktiv, da keine technischen Eingriffe am Gebäude erfolgen müssen. Die rechtlichen Anforderungen fallen ebenfalls überschaubar aus und sind weniger streng als bei Dach-PV-Anlagen mit mehreren Kilowatt Leistung. Ausführliche Informationen dazu finden sich weiter unten im Abschnitt „Welche rechtlichen Bestimmungen gelten für Balkonkraftwerke?“.
Ein zusätzlicher Vorteil ergibt sich aus der Skalierbarkeit. Auch wenn Balkonkraftwerke nicht die Energieautarkie eines Haushalts erreichen können, ermöglichen sie einen Einstieg in die Solarenergie ohne hohe Investitionssummen. Gleichzeitig lässt sich das Einspeiseverhalten beobachten und anpassen, etwa durch zeitversetzte Nutzung stromintensiver Geräte, wodurch der Eigenverbrauch gesteigert werden kann. Auf diese Weise werden Einsparungen intelligenter strukturiert.
- Einsparung von Stromkosten und Reduktion der Umweltbelastung
- Montage häufig ohne Fachpersonal umsetzbar
- Geringere Investitionskosten als klassische Photovoltaikanlagen
- Deutlich weniger rechtliche Hürden im Vergleich zu großen PV-Anlagen
- Begrenzte Stromerzeugung aufgrund kompakter Bauweise
- Amortisation abhängig vom Strompreis und erst nach etwa 5 bis 7 Jahren
Wie viel Geld lässt sich mit einem Balkonkraftwerk sparen?
Der Hauptgrund für den Kauf eines Balkonkraftwerks liegt im wirtschaftlichen Nutzen. Der erzeugte Solarstrom ersetzt den teuren Netzstrom und senkt damit direkt die jährliche Stromrechnung. Die Höhe der Ersparnis hängt jedoch von mehreren Einflussfaktoren ab. Dazu zählen der Wirkungsgrad der Solarmodule, die Effizienz des Wechselrichters, die Standortbedingungen, die Ausrichtung der Module sowie der Eigenverbrauch. Haushalte mit hohem Grundverbrauch profitieren stärker als Haushalte, die tagsüber kaum elektrische Geräte betreiben. Auch der aktuelle Strompreis spielt eine zentrale Rolle, denn er definiert, wie viel Geld pro erzeugter Kilowattstunde eingespart wird.
Da viele Verbraucher bei der Anschaffung die Frage der Amortisation interessiert, lassen sich dazu Rechenbeispiele mit realistischen Annahmen aufstellen. Für ein Balkonkraftwerk mit einer Leistung von 800 Watt ergibt sich beispielsweise folgende Rechnung:
Angenommen, das System erzeugt jährlich 800 Kilowattstunden Strom. Bei einem angenommenen Strompreis von 0,30 Euro pro Kilowattstunde entspricht dies einer Ersparnis in Höhe von 240 Euro pro Jahr. Betragen die Anschaffungskosten 800 Euro, ergibt sich durch Division der Kosten durch die errechnete Einsparung eine Amortisationszeit von 3,33 Jahren. Ohne Preissteigerungen oder Zusatzkosten wäre die Investition in diesem Zeitraum zurückverdient. Bei steigenden Strompreisen verkürzt sich diese Zeitspanne, während ineffiziente Ausrichtung oder geringe Einstrahlung sie verlängern können.
Wie sich die Amortisation in Abhängigkeit der Leistung verändert, zeigt die folgende Übersicht für 300 Watt und 800 Watt:
| 300 Watt | 600 Watt | 800 Watt | |
|---|---|---|---|
| Jährliche Stromproduktion | 300 Kilowattstunden | 600 Kilowattstunden | 800 Kilowattstunden |
| Jährliche Einsparungen | 300 Kilowattstunden x 0,30 Euro pro Kilowattstunde = 90 Euro | 600 Kilowattstunden x 0,30 Euro pro Kilowattstunde = 180 Euro | 800 Kilowattstunden x 0,30 Euro pro Kilowattstunde = 240 Euro |
| Installationskosten | 500 Euro | 800 Euro | 1.000 Euro |
| Amortisationszeit | 500 Euro / 90 Euro pro Jahr = 5,56 Jahre | 800 Euro / 180 Euro pro Jahr = 4,44 Jahre | 1.000 Euro / 240 Euro pro Jahr = 4,17 Jahre |

Smartmeter und Smart Plugs – was ist das und wann ist es nützlich?
Ein Smartmeter ist ein digitaler Stromzähler, der Verbrauchsdaten in Echtzeit erfasst. Die Werte werden automatisch verschlüsselt an Netzbetreiber oder Energieversorger übermittelt. Dadurch werden Lastprofile sichtbar und Verbraucher können erkennen, zu welchen Zeiten Strom verbraucht oder eingespeist wird. Besonders profitieren Haushalte mit Photovoltaikanlagen oder dynamischen Stromtarifen, da sich der Eigenverbrauch gezielt erhöhen lässt. Wer Energie zu Zeitpunkten nutzt, in denen Solarstrom verfügbar oder der Tarif günstig ist, steigert den Nutzen der eigenen Anlage.
Ein alltägliches Beispiel verdeutlicht dies: Ein Smart Meter zeigt den höchsten Solarertrag am frühen Nachmittag. Wird die Waschmaschine während dieser Zeit betrieben, sinkt der Bedarf an Netzstrom. Je nach Nutzung lassen sich mehrere stromintensive Geräte auf diese Weise koordinieren.
Ein Smart Plug arbeitet auf einer anderen Ebene. Dabei handelt es sich um eine intelligente Steckdose, die zwischen Empfänger und Steckdose gesteckt wird. Der Plug misst den Einzelverbrauch und lässt sich per App oder Sprachsteuerung kontrollieren. Viele Modelle aktivieren Geräte automatisch, sobald Solarstrom verfügbar ist. Dadurch steigt der Eigenverbrauch und der Bezug aus dem Stromnetz sinkt. Für kleinere Haushalte mit überschaubarem Tagesverbrauch ist dies eine Möglichkeit, Solarstrom effizienter zu nutzen, ohne das gesamte Zuhause digital aufzurüsten.
Welche Arten von Balkonkraftwerken gibt es?
Grundsätzlich lassen sich zwei Typen unterscheiden: Balkonkraftwerke ohne Speicher und Balkonkraftwerke mit Speicher. Während Anlagen ohne Speicher den erzeugten Strom sofort ins Hausnetz einspeisen, puffern Speicherlösungen Energie zwischendurch und stellen sie zeitversetzt bereit. Beide Varianten bedienen unterschiedliche Bedürfnisse und Einsatzszenarien, weshalb sich kein Modell pauschal als besser einstufen lässt. Unterschiede, Einsatzbereiche sowie Vor- und Nachteile werden im Anschluss detailliert erläutert.
Balkonkraftwerke ohne Speicher
Balkonkraftwerke ohne Speicher speisen die erzeugte Solarenergie unmittelbar in das Hausstromnetz ein. Der erzeugte Strom wird sofort nutzbar und reduziert den Bedarf an teurem Netzstrom. Nicht genutzte Energie fließt ohne Vergütung in das öffentliche Stromnetz. Strom geht aber nicht verloren, da in nahezu jedem Haushalt Geräte im Standby-Modus laufen, dauerhaft Verbraucher angeschlossen sind und ein Grundbedarf besteht, der sich über den Tag verteilt kaum vermeiden lässt. Aus diesem Grund wird zumindest ein Teil der erzeugten Solarenergie sinnvoll eingesetzt, auch wenn kein Speicher vorhanden ist.
Für Haushalte, die den erzeugten Solarstrom vollständig selbst nutzen wollen, sind Anlagen ohne Speicher weniger geeignet. Dort führt der Weg zu höheren Eigenverbrauchsquoten über eine Speicherlösung oder über intelligente Verbrauchssteuerung, etwa durch zeitlich angepasste Nutzung stromintensiver Geräte. Wer diesen Komfort wünscht, muss jedoch mehr Geld investieren und ein Balkonkraftwerk mit Speicher wählen.
- Kostengünstiger als Balkonkraftwerke mit Speicher
- Keine zeitversetzte Speicherung des erzeugten Stroms möglich
Balkonkraftwerk mit Speicher
Ein Teil der Balkonkraftwerke wird mit Energiespeicher angeboten, häufig als Powerstation bezeichnet. In Verbindung mit einem Speicher lässt sich Solarenergie zwischenspeichern und zeitlich flexibel nutzen. Der Strom lässt sich beispielsweise am frühen Abend verbrauchen, wenn die Sonne bereits schwächer scheint und der Bedarf im Haushalt steigt. Für Haushalte mit hoher Grundlast oder stark tagesabhängigem Verbrauch kann ein Speicher daher attraktiv sein.
Die höheren Anschaffungskosten stellen jedoch ein Hemmnis dar. Balkonkraftwerke mit Speicher liegen preislich oft im mittleren vierstelligen Bereich und benötigen deutlich längere Zeiträume, um sich zu amortisieren. Im Ergebnis gelten Speicherlösungen im Balkonsegment als vergleichsweise wenig rentabel. Für die meisten Verbraucher lohnt der Aufpreis nicht, da die Amortisation um Jahre länger dauert als bei Anlagen ohne Speicher. Deshalb werden im Handel überwiegend Balkonkraftwerke ohne Energiespeicher angeboten.
- Nicht direkt verbrauchte Solarenergie kann später genutzt werden
- Hohe Anschaffungskosten mit entsprechend langer Refinanzierungszeit
Welche Arten von Solarmodulen kommen für Balkonkraftwerke zum Einsatz?
Für Balkonkraftwerke stehen verschiedene Solarmodultechniken zur Verfügung. Jede Technik bietet spezifische Vorteile und adressiert unterschiedliche Einsatzbedingungen. Die folgenden Varianten haben sich etabliert.
Solarmodule mit Halbzellen-Technik
Bei der Halbzellen-Technik besteht jede Solarzelle aus zwei voneinander unabhängigen Abschnitten. Durch diese Trennung wird der Stromfluss innerhalb der Zelle reduziert. Das führt zu geringerem Widerstand und verringertem Energieverlust. Halbzellenmodule erreichen dadurch eine höhere Effizienz. Besonders bei Verschattung, ungünstigen Winkeln oder schwachem Licht bleibt die Leistung stabiler als bei klassischen Vollzellen. Diese Eigenschaft ist vor allem dann wertvoll, wenn Balkone teilweise verschattet sind oder wenn auf begrenzter Fläche möglichst hohe Erträge erzielt werden sollen.
Ein weiterer technischer Unterschied besteht zwischen N-Typ- und P-Typ-Halbzellen. N-Typ-Zellen basieren auf n-dotiertem Silizium und bieten höhere Zellleistungen. P-Typ-Halbzellen nutzen p-dotiertes Silizium. Die N-Typ-Variante ermöglicht höhere Effizienzwerte und wird häufig bei modernen, hochwertigen Modulen eingesetzt. Allerdings steigen dadurch unter Umständen die Kosten.
- Höhere Effizienz und bessere Erträge auf begrenzter Fläche
- Geringere Leistungsreduktion bei Verschattung oder geringem Licht
- Ideal für Standorte mit wenig Platz
- Teilweise höhere Kosten gegenüber Standardtechnologien
Bifaziale Solarmodule
Bifaziale Solarmodule nutzen Licht nicht nur auf der Vorderseite, sondern auch auf der Rückseite. Diese Technik führt zu Mehrerträgen, wenn reflektierende Oberflächen vorhanden sind. Beispiele sind helle Fassaden, Schnee, Wasser oder Wandbereiche, die Licht zurückwerfen. Auf Balkonen, die an hell verputzten Gebäuden oder reflektierenden Flächen angebracht sind, sind zusätzliche Erträge möglich. Voraussetzung ist eine Umgebung, in der sich Licht ausreichend reflektiert.
- Höhere Leistung durch Nutzung von Licht auf Vorder- und Rückseite
- Effektiver Einsatz bei reflektierenden Oberflächen
- Höhere Kosten im Vergleich zu einseitigen Modulen
- Erfordert geeignete Standorte mit reflektierenden Umgebungen
IBC-Technik
IBC bedeutet „Interdigitated Back Contact“ und beschreibt die rückseitige Anordnung der elektrischen Kontakte einer Solarzelle. Die Kontakte sind verzahnt angeordnet, wodurch der Stromfluss kürzer ausfällt und Energieverluste reduziert werden. Das führt zu einem höheren Wirkungsgrad und ermöglicht bessere Leistungen bei begrenztem Platz. Die Technik gilt als hochwertig, benötigt jedoch spezialisierte Herstellungsverfahren, was zu höheren Kosten führen kann.
- Steigerung der Effizienz durch optimierte Stromführung innerhalb der Zellen
- Höhere Produktionskosten durch aufwendige Herstellungstechniken
- Dadurch teurer im Vergleich zu Standardmodulen
Was kostet ein Balkonkraftwerk?

Die Kosten für Balkonkraftwerke hängen stark von Ausstattung und Leistung ab. Einsteigersets mit geringer Leistung sind bereits für mittlere dreistellige Beträge erhältlich und ermöglichen einen kostengünstigen Einstieg in die Solarenergie. Anlagen mit höherer Leistung und hochwertigen Modulen bewegen sich im vierstelligen Bereich. Noch höher fällt der Betrag aus, wenn ein Speicher integriert wird. Hier liegen die Preise häufig im mittleren vierstelligen Bereich, was sich auf die Wirtschaftlichkeit auswirkt.
Typische Preisbereiche sind:
- Balkonkraftwerk in der unteren Preisklasse: 400 bis 700 Euro
- Balkonkraftwerk in der mittleren Preisklasse: 700 bis 1.500 Euro
- Balkonkraftwerk in der oberen Preisklasse: ab 1.500 Euro
Internet versus Fachhandel: Wo lohnt es sich, ein Balkonkraftwerk zu kaufen?
Abseits des Internets bietet der Baumarkt eine naheliegende Anlaufstelle für den Kauf eines Balkonkraftwerks. Dort besteht die Möglichkeit einer persönlichen Beratung. Die Qualität dieser Beratung hängt jedoch stark vom Wissen der Mitarbeiter ab. Die Modellauswahl ist häufig begrenzt. Zusätzlich entsteht ein hoher Zeitaufwand, wenn mehrere Märkte aufgesucht werden müssen.
Im Internet gestaltet sich der Kauf einfacher. Die Auswahl ist umfangreich und umfasst nahezu alle verfügbaren Modelle. Verbraucher können sich vor dem Kauf informieren, Testberichte vergleichen, technische Daten prüfen und Preise gegenüberstellen. Sobald das passende Modell identifiziert ist, erfolgt die Bestellung komfortabel und ohne zusätzlichen Aufwand. Für die meisten Käufer stellt dies den effizienteren Weg dar.
Balkonkraftwerk-Kaufberatung: Was gilt es beim Kauf eines Balkonkraftwerks zu beachten?
Damit ein Balkonkraftwerk im Alltag zuverlässig arbeitet und dem gewünschten Zweck entspricht, lohnt es sich, bei der Anschaffung mehrere Aspekte zu berücksichtigen. Die Kaufentscheidung hängt selten nur vom Preis ab, sondern von einem Zusammenspiel aus Technik, Größe, Leistungsdaten, Zubehör und Kompatibilität. Der folgende Abschnitt erklärt die wichtigsten Kriterien im Detail und zeigt, worauf Verbraucher beim Vergleich achten sollten.
- Größe, Leistung und Anzahl der Solarmodule
- Micro-Wechselrichter
- Wirkungsgrad
- Smart-Home-Unterstützung
- Kabellänge
- Anschlüsse
- Montageart
- Produkt- und Leistungsgarantie
Größe, Leistung und Anzahl der Solarmodule
Größe und Leistung beeinflussen sich gegenseitig. Im Privatbereich sind kompakte Module gefragt, die wenig Fläche benötigen und dennoch genügend Solarenergie erzeugen. Typische Balkonkraftwerk-Module messen etwa 1 x 1 Meter bis 1 x 1,8 Meter und erreichen Leistungen zwischen etwa 300 und 600 Watt pro Modul. Die Anlage als Ganzes ist in der Regel auf 800 Watt Einspeiseleistung begrenzt. Entscheidend ist, ob die Module an den geplanten Standort passen – etwa an die Balkonbrüstung, die Terrasse oder ein Garagendach – und gleichzeitig genügend Ertrag bieten.
Hinzu kommt die gesetzliche Einspeisegrenze. Nach aktueller Rechtslage darf der Wechselrichter maximal 800 Watt in das Hausstromnetz einspeisen. Um die Einspeisegrenze auch bei schlechteren Bedingungen zu erreichen, wird die Modulleistung häufig höher angesetzt. Dadurch lassen sich Ertragsschwankungen ausgleichen, etwa durch Bewölkung oder ungünstige Einstrahlungswinkel. Die Anzahl der Module beeinflusst Flexibilität und Platzbedarf. Zwei 400-Watt-Module oder vier 200-Watt-Module ermöglichen eine bessere Ausrichtung auf unterschiedliche Tageszeiten und Lichtverhältnisse, während ein einziges 800-Watt-Modul weniger Platz benötigt und einfacher zu montieren ist.
Der Micro-Wechselrichter
Beim Kauf eines Komplettsets ist der Micro-Wechselrichter meist bereits enthalten. Dadurch passen Module und Wechselrichter technisch zueinander. Dennoch lohnt es sich, den Wechselrichter zu prüfen. Zwei Kriterien gelten als Pflicht: eine maximale Ausgangsleistung von 800 Watt sowie eine Konformität nach VDE-AR-N 4105, die für den deutschen Netzbetrieb erforderlich ist.
Neben der technischen Norm spielt Komfort eine große Rolle. Bei preisgünstigen Modellen signalisieren LED-Lampen lediglich Betriebszustände. Höherwertige Micro-Wechselrichter erlauben hingegen Leistungsmessungen über externe Messgeräte oder liefern Verbrauchsdaten via WLAN an eine App. Dadurch entsteht Transparenz über den tatsächlichen Ertrag. Leistungsberichte lassen sich speichern, auswerten und für Optimierungen im Alltag nutzen.
Der Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad entscheidet darüber, wie effizient die eingestrahlte Sonnenenergie in Strom umgewandelt wird. Moderne Solarmodule erreichen Werte zwischen 20 und 23 Prozent und gelten damit als leistungsfähig. Je höher der Wirkungsgrad, desto besser die Raumeffizienz – ein wichtiger Faktor, wenn die Balkonfläche knapp ist. Ebenso relevant ist die Leistung bei schwachem Licht und bei Hitze. Hohe Temperaturen reduzieren oft den Ertrag, weshalb hochwertige Module thermisch stabiler arbeiten. Auch der Wechselrichter-Wirkungsgrad ist bedeutsam. Werte über 96 Prozent gelten als gut, Spitzenmodelle erreichen bis zu 98 Prozent. Da Kleinanlagen geringe Reserven haben, fallen Verluste stärker ins Gewicht. Ein hoher Wirkungsgrad führt zu besseren Amortisationszeiten und höheren Jahreserträgen.
Smart-Home-Unterstützung
Mit der wachsenden Digitalisierung gewinnt die Smart-Home-Anbindung an Bedeutung. Über Apps lassen sich Erzeugung, Temperatur, Spannung und Auslastung in Echtzeit ablesen. Systeme von Hoymiles, Deye oder Envertech bieten etwa WLAN-Schnittstellen und Cloud-Anbindungen. Wer eine tiefergehende Integration plant, sollte auf Kompatibilität achten. Beliebte Plattformen im Haushalt sind Shelly, Home Assistant, AVM FRITZ!Smart Home, Tuya, Alexa und Google Home. Ein Shelly 3EM oder Shelly Plus Plug S misst Stromflüsse präzise und ermöglicht automatisierte Abläufe. Geräte wie Waschmaschinen oder Geschirrspüler lassen sich damit automatisch starten, sobald Solarstrom verfügbar ist. Für viele Haushalte führt dies zu einem höheren Eigenverbrauch und einer besseren Rentabilität. Beim Kauf lohnt sich deshalb ein Blick auf die Softwareseite der Anlage. Geräte mit offener Schnittstelle oder Cloud-Anbindung bieten Nutzerinnen und Nutzern langfristig mehr Optionen für Auswertung, Automatisierung und Optimierung.
Die Kabellänge
Vor der Bestellung sollte geprüft werden, wie weit die Module vom Wechselrichter und der Steckdose entfernt sind. Es gibt zwei Kabelarten: MC4-Kabel für den Gleichstrom zwischen Modul und Wechselrichter und ein Netzkabel mit Schuko- oder Wieland-Stecker für den Anschluss an das Hausnetz. Da der Gleichstrom sensibel auf Leitungslängen reagiert, gilt hier der Grundsatz: so kurz wie möglich, so lang wie nötig. Längere Kabel führen zu Spannungsabfällen und Verlusten. Typische Kabellängen liegen zwischen 1,5 und 3 Metern. Falls die Module weiter entfernt montiert werden, lassen sich MC4-Verlängerungen nutzen. Gleiches gilt für das Netzkabel, das abhängig vom Steckdosenstandort ausreichend lang sein sollte.
Die Montageart

Balkonkraftwerke werden mit und ohne Halterungen angeboten. Viele Nutzer greifen auf Eigenkonstruktionen aus Aluminiumprofilen zurück, andere bevorzugen Komplettsets. Drei Halterungsarten sind verbreitet:
- Aufstelldreiecke für Flachdächer, Carports, Garagen oder Gärten
- Dachhalterungen für Haus- und Gartenhausdächer
- Geländerhalterungen für Balkonbrüstungen
Die Wahl der Halterung beeinflusst Ausrichtung, Winkel, Ertrag und Sicherheit. Solarmodule sollten stets stabil befestigt werden und Windlasten standhalten.
Die IP-Schutzart
Balkonkraftwerke sind dauerhaft der Witterung ausgesetzt. Die IP-Schutzart liefert Angaben zum Schutz gegen Feuchtigkeit und Eindringen von Fremdkörpern. Üblich sind Module mit IP67 oder IP68, die laut Herstellerangaben vollständig wasserdicht sind. Wechselrichter besitzen teils geringere Schutzgrade wie IP65 oder IP66, gelten aber als spritzwassergeschützt.
Produkt- und Leistungsgarantie
Die Garantie gliedert sich in Produkt- und Leistungsgarantie. Die Produktgarantie deckt Material- und Fertigungsfehler ab und liegt meist bei 2 Jahren. Die Leistungsgarantie definiert, welche Restleistung die Module nach bestimmten Zeiträumen bringen müssen, üblicherweise nach 25 Jahren. Typisch sind Leistungsabfälle von etwa 10 Prozent nach 10 Jahren und rund 20 Prozent nach 20 Jahren. Wechselrichter besitzen oft eine Garantie von 10 bis 12 Jahren, werden aber häufig länger genutzt. Vor dem Kauf lohnt ein Blick in die Garantiebedingungen, um Kostensicherheit über den Lebenszyklus der Anlage zu erhalten.
Welche bekannten Hersteller und Marken von Balkonkraftwerken gibt es?
Hersteller und Marken gibt es im Bereich Balkon-PV in großer Vielfalt. Zu den etablierten Anbietern zählen Komplettsysteme, Modulhersteller, Zubehörspezialisten und Wechselrichteranbieter. Bekannt sind unter anderem:
- Priwatt
- Yuma
- KKT
- VESKA
- Schwaiger
- Thermoflux
- priWall
- Greenakku
- Growatt
- Hoymiles
- Solarway
- Jasolar
- Juskys
Welche rechtlichen Bestimmungen gelten für Balkonkraftwerke?
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Balkonkraftwerke sind im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verankert und wurden mit dem Solarpaket I im Mai 2024 deutlich vereinfacht. Das Solarpaket I wird von der Bundesregierung hier ausführlich vorgestellt. Ziel der Reform ist es, den Einstieg in die Balkon-Photovoltaik zu erleichtern, bürokratische Hürden abzubauen und gleichzeitig Sicherheits- und Netzanforderungen zu wahren. Trotz der Erleichterungen gibt es einige Punkte, die Betreiber im Blick behalten sollten:
- Anmeldepflicht: Der Betrieb eines Balkonkraftwerks muss spätestens einen Monat nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden. Die bislang zusätzlich notwendige Meldung beim Netzbetreiber entfällt für Balkonkraftwerke nach dem Solarpaket I.
- Leistungsgrenze des Wechselrichters: Die maximal zulässige Einspeiseleistung eines Balkonkraftwerks beträgt 800 Watt. Bis zu dieser Grenze gelten Stecker-Solaranlagen als nicht „netzrelevant“ und unterliegen vereinfachten Vorgaben. Vor dem Solarpaket I lag diese Grenze noch bei 600 Watt.
- Gesamtleistung der Solarmodule: Die Solarmodule eines Balkonkraftwerks dürfen zusammen eine maximale Nennleistung von 2.000 Watt peak (Wp) haben. Diese Obergrenze stellt sicher, dass auch bei ungünstigen Bedingungen genügend Leistung anliegt, um die 800-Watt-Einspeisegrenze des Wechselrichters auszuschöpfen. Vor dem Solarpaket I war die Modulleistung nicht begrenzt, faktisch begrenzte jedoch die 600-Watt-Grenze des Wechselrichters die nutzbare Einspeiseleistung.
- Pro Stromkreis ein Balkonkraftwerk: Während vor der Reform in der Regel nur ein Balkonkraftwerk pro Wohnung zulässig war, erlaubt das Solarpaket I nun eine Anlage pro Stromkreis. In vielen Wohnungen lassen sich dadurch bis zu drei Stecker-Solaranlagen betreiben, da Wohnzimmer, Küche und Schlafzimmer häufig separate Stromkreise bilden.
- Montage und Genehmigung: Balkonkraftwerke bis 800 Watt Einspeiseleistung dürfen seit dem Solarpaket I grundsätzlich ohne gesonderte behördliche Genehmigung installiert werden. Eine Fachfirma ist für die Montage nicht zwingend vorgeschrieben. Vermieter- oder Eigentümerrechte bleiben davon unberührt, etwa bei Veränderungen an der Fassade.
- Zähleranforderungen: Nach den Richtlinien des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) ist ein Stromzähler mit Rücklaufsperre Pflicht. Hintergrund: Erzeugt das Balkonkraftwerk mehr Strom, als aktuell verbraucht wird, könnte ein alter Ferraris-Zähler ohne Rücklaufsperre rückwärtslaufen und die Abrechnung verfälschen. Das Solarpaket I ändert an dieser Vorgabe nichts, führt aber eine Übergangsfrist ein. Nach Inbetriebnahme des Balkonkraftwerks dürfen Ferraris-Zähler ohne Rücklaufsperre bis zu 4 Monate weiterlaufen, bis der Netzbetreiber sie durch einen digitalen Zweirichtungszähler ersetzt.
- Keine Bauprodukt-Beschränkungen mehr: Seit dem Solarpaket I gelten Balkonkraftwerke nicht mehr als Bauprodukte. Dadurch entfallen einige baurechtliche Einschränkungen. So ist die Montage nun auch in Höhen von über 4 Metern zulässig. Gleichzeitig bestehen keine baurechtlichen Größenbeschränkungen der Module mehr, sofern andere Normen eingehalten werden.
Die wichtigsten gesetzlichen Änderungen des Solarpaket I werden im folgenden Video in rund 5 Minuten zusammengefasst:
VDE empfiehlt Wieland-Steckdose
Eine Wieland-Steckdose gilt als deutlich robuster und sicherer als eine herkömmliche Schutzkontaktsteckdose für ein Schuko-Kabel. Die spezielle Konstruktion reduziert die Gefahr von Überhitzung, Kontaktproblemen und daraus resultierenden Brandrisiken. Hersteller liefern ihre Balkonkraftwerke dennoch meist mit Schuko-Stecker aus, weil diese Lösung ohne Eingriff in die Hausinstallation auskommt.
Der VDE empfiehlt aus Sicherheitsgründen den Einsatz einer Wieland-Steckdose, wenn ein Balkonkraftwerk dauerhaft betrieben wird. Diese Einspeisesteckdose muss von einer Elektrofachkraft installiert werden und erfordert einen Eingriff in die Hausinstallation. Für Material und Montage sind in der Regel Kosten im mittleren dreistelligen Bereich einzuplanen.
Balkonkraftwerk anmelden – was gibt es zu beachten?
Grundsätzlich müssen alle Stromerzeugungsanlagen beim zuständigen Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur erfasst werden. Für Balkonkraftwerke hat das Solarpaket I die Anforderungen vereinfacht. Die Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt, sodass nur noch die Registrierung im Marktstammdatenregister erforderlich ist. Die Meldepflicht bleibt bestehen, der Prozess wird jedoch schlanker.
Balkonkraftwerk bei der Bundesnetzagentur anmelden
Die Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur erfolgt online und läuft in mehreren Schritten ab:
- Im Marktstammdatenregister zunächst den passenden Online-Assistenten für die Balkonkraftwerk-Anmeldung hier auswählen.
- Ein persönliches Benutzerkonto anlegen.
- Den Betreiber der Solaranlage registrieren (Privatperson, Firma oder sonstiger Betreiber).
- Im Anschluss das Balkonkraftwerk mit allen erforderlichen technischen Daten anmelden.
Wie wird ein Balkonkraftwerk montiert?
Wie eine PV-Balkonanlage montiert wird, hängt von der Bauform, den mitgelieferten Halterungen und dem Standort ab. In vielen Fällen erfolgt die Installation über einen Montagerahmen. Das Solarpaneel wird am Rahmen befestigt, der wiederum mit Balkonbrüstung, Fassade oder Boden verschraubt wird.
Im Folgenden eine beispielhafte Anleitung für die Montage einer Balkon-Solaranlage mit Rahmeninstallation:
- Den Wechselrichter gemäß Aufbauanleitung am Panel befestigen und darauf achten, dass er witterungsgeschützt montiert ist.
- Das Solarpanel mit dem Montagerahmen verschrauben.
- Gestell mit Panel und Wechselrichter so ausrichten, dass die Fläche möglichst senkrecht oder leicht geneigt zur Sonne zeigt.
- Den Montagerahmen am gewünschten Einsatzort fixieren – etwa an der Balkonbrüstung, an der Hauswand oder auf einer geeigneten Bodenfläche.
- Das Balkonkraftwerk über den Schuko-Stecker an eine geeignete Steckdose oder Mehrfachsteckdose anschließen. Alternativ eine Wieland-Steckdose durch eine Elektrofachkraft installieren lassen und die Anlage dort einspeisen.
Das folgende Video zeigt exemplarisch die Montage einer PV-Balkonanlage an einer Balkonbrüstung:
Anschlussmöglichkeiten für die Stromversorgung
Ein Balkonkraftwerk lässt sich grundsätzlich über eine normale Schutzkontakt-Steckdose einspeisen. Vor der Inbetriebnahme lohnt ein Blick in den Sicherungskasten. Verfügt der betroffene Stromkreis über eine eigene Sicherung oder einen separaten Leitungsschutzschalter, ist dies ein Hinweis auf eine höhere Belastbarkeit der Leitung.
Als Alternative kommen spezielle Wieland-Einspeisesteckdosen in Betracht. Sie gelten aus elektrotechnischer Sicht als sicherer, weil sie auf Einspeisebetrieb ausgelegt sind und stabilere Kontakte bieten. Die Installation ist jedoch an eine Elektrofachkraft gebunden und verursacht zusätzliche Kosten.
Balkonkraftwerk richtig ausrichten
Für eine hohe Jahresausbeute ist eine Ausrichtung des Balkonkraftwerks nach Süden grundsätzlich sinnvoll. In dieser Position liefert die Anlage zur Mittagszeit und am frühen Nachmittag besonders viel Strom. Gleichzeitig entstehen aber Lücken im Tagesverlauf. In den frühen Morgenstunden und am Abend sinkt die Erzeugung deutlich ab, obwohl private Haushalte gerade in diesen Zeitfenstern oft mehr Energie benötigen – etwa für Frühstück, Beleuchtung, Kochen oder den Betrieb von Haushaltsgeräten nach Feierabend.
Da der erzeugte Strom eines Balkonkraftwerks unmittelbar verbraucht werden muss, ist nicht nur die maximal mögliche Energiemenge entscheidend, sondern auch die Verteilung über den Tag. Deshalb kann es für viele Haushalte sinnvoll sein, die Module nicht ausschließlich nach Süden auszurichten, sondern eine Ost-West-Konfiguration zu wählen. In diesem Fall wird ein Modul nach Osten und das andere nach Westen ausgerichtet. Dadurch sinkt zwar die Spitzenleistung zur Mittagszeit etwas, dafür verteilt sich die Erzeugung gleichmäßiger über den Tag. Morgens und abends steht mehr Solarstrom zur Verfügung, was besser zu den typischen Verbrauchsspitzen passt.
Meistens wird ein Neigungswinkel zwischen 25 und 30 Grad empfohlen. Ein solcher Winkel verbessert die Einstrahlung und sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis aus Ertrag und Selbstreinigungseffekt durch Regen. Verbraucher müssen für eine Ost-West-Ausrichtung nicht zwei komplette PV-Balkonanlagen erwerben. Viele Sets werden standardmäßig mit zwei Modulen ausgeliefert, die zu einer einzigen Anlage zusammengeschlossen werden. Diese Module lassen sich getrennt montieren und unabhängig ausrichten, wodurch sich die erzeugte Energie besser an den eigenen Tagesrhythmus anpassen lässt.
Wo lässt sich ein Balkonkraftwerk montieren?
Für die Installation eines Balkonkraftwerks kommen verschiedene Standorte infrage. Typisch sind:
- Flach- und Schrägdächer
- Terrassen
- Fassaden
- Balkone
- Gartenzäune
Entscheidend ist, dass die Fläche möglichst viel direktes Sonnenlicht erhält und die Konstruktion stabil befestigt werden kann. Je freier ein Standort von Hindernissen wie Nachbargebäuden, Mauern oder Geländern ist, desto höher fallen die Erträge aus. Zudem spielt die Sicherheit eine Rolle: Die Montage sollte so ausgeführt sein, dass bei Sturm, Schneelast oder starkem Regen keine Gefahr durch herabfallende Teile besteht.
Solarmodule in Parallel- oder Reihenschaltung – was ist besser?
Bei der Auslegung eines Balkonkraftwerks spielt nicht nur die Modulwahl eine Rolle, sondern auch die elektrische Verschaltung. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Reihenschaltung und Parallelschaltung.
Bei einer Reihenschaltung werden der Pluspol eines Solarmoduls und der Minuspol des nächsten Moduls miteinander verbunden. Dadurch addieren sich die Spannungen der einzelnen Module, während der Strom konstant bleibt. Zwei Module mit jeweils 30 Volt ergeben in Reihe geschaltet eine Gesamtspannung von 60 Volt, bei unverändertem Strom. Diese Verschaltungsart bietet sich an, wenn der Wechselrichter eine höhere Eingangsspannung benötigt oder wenn längere Leitungswege überbrückt werden müssen. Höhere Spannungen führen zu geringeren Leitungsverlusten und können so die Effizienz auf längeren Strecken verbessern.
Bei einer Parallelschaltung werden alle Pluspole und alle Minuspole miteinander verbunden. Die Spannung bleibt gleich, die Ströme addieren sich. Zwei Module mit jeweils 30 Volt und 10 Ampere liefern parallel verschaltet weiterhin 30 Volt, jedoch einen Gesamtstrom von 20 Ampere. Der große Vorteil liegt in der Unabhängigkeit der Module. Wird eines teilweise verschattet, sinkt zwar dessen Ertrag, das andere Modul arbeitet jedoch nahezu ungestört weiter. Das sorgt für stabilere Gesamterträge, wenn die Module unterschiedlichen Lichtverhältnissen ausgesetzt sind.
Welche Variante besser ist, hängt von den konkreten Gegebenheiten ab. Die Reihenschaltung spielt ihre Stärken aus, wenn alle Module gleich ausgerichtet sind, keine Verschattung vorliegt und der Wechselrichter eine höhere Eingangsspannung benötigt. Sie wird daher häufig bei größeren Dachanlagen eingesetzt. Für klassische Balkonkraftwerke mit ein oder zwei Modulen ist diese Lösung jedoch selten erste Wahl. Im Testfeld gibt es mit dem Jackery Navi 2000 eine Ausnahme, bei der durch flexible Solarmodule und einen integrierten Energiespeicher eine Reihenschaltung sinnvoll sein kann. Eine umfassende und gut verständliche Erklärung zu Parallel- und Reihenschaltung findet sich hier.
Balkonkraftwerk-Instandhaltung – welche Wartungsmaßnahmen sind zu erledigen?
Balkonkraftwerke gelten als vergleichsweise wartungsarm. Nach der Installation erzeugen sie über viele Jahre zuverlässig Strom, ohne dass umfangreiche Pflegearbeiten notwendig sind. Einige wenige Maßnahmen helfen jedoch, den Ertrag langfristig zu sichern und die Sicherheit der Anlage zu gewährleisten.
Zentral ist die regelmäßige Reinigung der Module. Staub, Pollen, Vogelkot oder Laub können die Glasoberfläche bedecken und den Lichteinfall mindern. Je nach Standort genügt es, die Panele 1 bis 2 Mal pro Jahr zu reinigen. In Regionen mit viel Staub, starkem Straßenverkehr oder hoher Pollenbelastung kann eine häufigere Reinigung sinnvoll sein. In der Regel reicht es, die Moduloberfläche mit klarem Wasser und einem weichen, sauberen Tuch oder Schwamm abzuwischen. Aggressive Reinigungsmittel sollten vermieden werden, um die Glas- und Dichtungsmaterialien nicht zu beschädigen.
Neben der Reinigung empfiehlt sich eine kurze Sichtkontrolle der wichtigsten Komponenten. Dazu zählen Steckverbindungen, Kabel, Kontakte sowie Schrauben und Halterungen am Rahmen. Korrosion, poröse Kabelisolierungen oder gelockerte Steckverbindungen können den Stromfluss beeinträchtigen und im Extremfall zu Erwärmung oder Funkenbildung führen. Auch die mechanische Stabilität ist wichtig. Gelockerte Schrauben oder verbogene Halterungen können bei starkem Wind zum Sicherheitsrisiko werden, wenn sich Module oder Rahmen lösen.
FAQ – häufig gestellte Fragen zu Balkonkraftwerken
Ist der Eigenverbrauch des Stroms aus Balkonkraftwerken steuerpflichtig?
Nein. Der selbst verbrauchte Strom eines Balkonkraftwerks ist steuerfrei. Für private Betreiber entsteht dadurch kein zusätzlicher Verwaltungsaufwand. Der erzeugte Solarstrom ersetzt lediglich Netzstrom und wird nicht als Einnahme oder geldwerter Vorteil gewertet.
Was macht ein Wechselrichter nachts?
Ohne Sonneneinstrahlung erzeugt das Balkonkraftwerk keinen Strom. In der Nacht schaltet der Wechselrichter deshalb automatisch in einen Standby-Modus. Er bleibt betriebsbereit, verbraucht dabei aber nur sehr wenig Energie. Ein zusätzlicher, spürbarer Stromverbrauch entsteht nicht.
Liefert ein Balkonkraftwerk auch bei einem Stromausfall Energie?
Nein. Der Wechselrichter benötigt eine stabile Netzfrequenz von 50 Hertz, um zu arbeiten. Fällt die Netzspannung aus, wird auch der Wechselrichter abgeschaltet. Dadurch liefert das Balkonkraftwerk im Falle eines Stromausfalls keinen Strom mehr, selbst wenn Sonneneinstrahlung vorhanden wäre. Diese Schutzfunktion verhindert unkontrollierte Einspeisung ins Netz und entspricht den rechtlichen Vorgaben.

Woran lässt sich ein sicheres Balkonkraftwerk erkennen?
Für die Auswahl eines sicheren Balkonkraftwerks lohnt der Blick auf Zertifikate und Prüfzeichen. Besonders relevant ist der Sicherheitsstandard der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e. V. (DGS), mit der Bezeichnung DGS-Sicherheitsstandard DGS 0001:2019-10. In der Produktdatenbank der DGS lässt sich überprüfen, ob ein Balkonkraftwerk diese Zertifizierung trägt.
Zusätzlich existiert eine Reihe von TÜV-Siegeln, die Qualitäts-, Umwelt- oder Sicherheitsstandards dokumentieren. Dazu zählen unter anderem das Zertifikat TÜV ISO 14064 (Greenhouse Gases Emissions Verification) oder TÜV ISO 45001 (Occupational Health and Safety Management System). Darüber hinaus finden sich weitere Prüfzeichen, die je nach Hersteller vergeben werden:
- TÜV ISO 9001 (Quality Management System)
- TÜV ISO 14001 (Environmental Management System)
- TÜV ISO 14064 (Greenhouse Gases Emissions Verification)
- TÜV ISO 45001 (Occupational Health and Safety Management System)
Eine Kombination verschiedener Zertifikate deutet in der Regel auf ein höheres Qualitäts- und Sicherheitsniveau hin.
Funktioniert eine Balkon-Solaranlage im Winter?
Ja. Balkonkraftwerke erzeugen auch im Winter Solarstrom, allerdings in deutlich geringerer Menge. Grund dafür ist die niedrigere Anzahl an Sonnenstunden, der flachere Einstrahlungswinkel und die geringere Energieintensität der Sonnenstrahlen. Trotz der geringeren Erträge bleibt der Nutzen bestehen, da die Anlagen ganzjährig Strom produzieren.
Welche Alternativen gibt es zum Balkonkraftwerk?
Als Alternativen kommen zwei Systeme in Betracht:
- Photovoltaikanlagen: Klassische Dachanlagen mit deutlich höherer Erzeugungsleistung. Sie eignen sich, um einen großen Anteil des Haushaltsstrombedarfs zu decken und wirtschaftlich zu nutzen. Die Investitionskosten liegen allerdings erheblich über denen eines Balkonkraftwerks und erfordern mehr Planungsaufwand.
- Solargeneratoren: Kombination aus Solarzellen und mobilem Akku, meist als Powerstation. Sie ermöglichen die Speicherung von Solarenergie und eignen sich als mobile Stromquelle, etwa beim Camping. Aufgrund der begrenzten Akkulebensdauer rechnen sich Solargeneratoren wirtschaftlich selten, dienen aber als flexible Ergänzung. Die getestete Jackery Navi 2000 besitzt einen integrierten Wechselrichter und kann dadurch wie ein Balkonkraftwerk betrieben werden.
Wie lässt sich die Leistung eines Balkonkraftwerks messen?
Diese Frage lässt sich auf zwei Wegen lösen. Die komfortabelste Variante besteht darin, bereits beim Kauf auf einen WLAN-fähigen Micro-Wechselrichter zu achten. Leistungsdaten lassen sich dann per App auslesen und dokumentieren. Alternativ kann eine intelligente Smart-Home-Steckdose eingesetzt werden, die den erzeugten Strom misst und ebenfalls per App darstellt.
Ist ein Balkonkraftwerk gefährlich?
Unter der Voraussetzung einer fachgerechten Installation gilt ein Balkonkraftwerk als sicher. Für besonders sicherheitsbewusste Betreiber empfiehlt sich jedoch der Einsatz einer Wieland-Steckdose, die speziell für Einspeisebetrieb ausgelegt ist und stabilere Kontakte bietet.
Was sind Hot-Spot-Free-Module?
Hot-Spot-Free-Module sind eine Weiterentwicklung klassischer Solarmodule. Sie wurden für Standorte entwickelt, an denen es regelmäßig zu Teilverschattung kommt, etwa durch Äste, Stromleitungen, Balkonstreben oder Straßenlampen. Herkömmliche Module verlieren durch solche Verschattung schnell an Leistung und erzeugen sogenannte Hotspots, also überhitzte Zellbereiche.
Hot-Spot-Free-Module sind verschattungstoleranter, produzieren auch bei Teilverschattung mehr Solarstrom und verhindern das thermische Einbrennen beschädigter Zellen. Das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik (CSP) beziffert den Leistungsverlust bei Verschattung einer einzelnen Zelle auf lediglich 3 Prozent. Bei herkömmlichen Modulen sind Verluste von etwa 30 Prozent möglich.
Wie hoch ist die Lebensdauer von Balkonkraftwerken?
Bei pfleglicher Nutzung erreichen Solarmodule Lebensdauern von bis zu 40 Jahren. Wechselrichter halten kürzer und müssen oft nach etwa 20 Jahren ersetzt werden. Aufgrund der geringeren Investitionskosten fällt dieser Austausch wirtschaftlich nicht stark ins Gewicht. Die lange Lebensdauer der Module trägt dazu bei, dass sich Balkonkraftwerke über den gesamten Lebenszyklus rechnen können – vorausgesetzt, sie werden korrekt montiert und regelmäßig kontrolliert.
Gibt es einen Balkonkraftwerk-Test der Stiftung Warentest?
Im April 2024 hat die Stiftung Warentest einen umfassenden Balkonkraftwerk-Test veröffentlicht. Die acht geprüften Geräte stammen von Absaar, Anker, EPP Solar, Maxxisun, Mysolarplant, PV und SO, Strom ganz einfach sowie Yuma. Alle Anlagen erzeugen zwischen 600 und 800 Watt Stromleistung und bestehen jeweils aus zwei Photovoltaikmodulen und einem Micro-Wechselrichter.
Für die Bewertung wurden mehrere Kriterien herangezogen. Entscheidend war dabei nicht nur die reine Stromproduktion, sondern auch, wie gut die Anlagen sich über die Zeit installieren, handhaben und sicher betreiben lassen. Die Gewichtung der Testkategorien fiel wie folgt aus:
- Stromerzeugung: 40 Prozent
- Stabilität: 30 Prozent
- Handhabung: 20 Prozent
- Sicherheit: 5 Prozent
- Elektromagnetische Verträglichkeit: 5 Prozent
Nur ein Balkonkraftwerk erhielt mit 2,2 eine gute Gesamtnote und wurde zum Testsieger erklärt. Drei weitere Modelle erhielten die Bewertung „Befriedigend“. Ein Gerät wurde mit „Ausreichend“ bewertet. Drei Anlagen fielen mit „Mangelhaft“ durch. Nach Angaben der Tester führte vor allem die elektromagnetische Verträglichkeit zu Problemen, da einzelne Balkonkraftwerke Störungen bei empfindlichen Elektrogeräten verursachten.
Neben dem eigentlichen Test veröffentlicht die Stiftung Warentest einen kostenlosen Ratgeber, der praxisrelevante Themen aufgreift, darunter die Anmeldung im Marktstammdatenregister, die Anforderungen an Stromzähler und Hinweise zu Versicherungsfragen. Für die vollständigen Testergebnisse fällt wie üblich eine kleine Gebühr an. Alle Informationen können hier nachgelesen werden.
Zusätzlich lohnt der Blick auf einen Ratgeber zum Thema Stecker-Solargeräte für den Balkon, der von der Stiftung Warentest an dieser Stelle veröffentlicht wurde. Seit Februar 2024 beschäftigt sich die Verbraucherorganisation darüber hinaus mit der Frage, wie sich durch Solarstrom Geld sparen oder sogar verdienen lässt. Die zugehörigen Informationen sind hier erhältlich.
Neben Balkonkraftwerken hat die Stiftung Warentest die Solarthermie im Juli 2023 genauer untersucht. Getestet wurden sieben Solarthermiekollektoren, davon fünf Flach- und zwei Röhrenkollektoren. Ein Gerät erhielt die Gesamtnote „Sehr gut“, die übrigen sechs wurden als „Gut“ eingestuft. Die Informationen zum Test sowie der Testsieger sind hier abrufbar.
Relevant für Balkonkraftwerk-Betreiber könnte außerdem der Powerstation-Test sein, den die Stiftung Warentest ebenfalls im Juli 2023 veröffentlichte. Fünf der Geräte erhielten ein „Gut“, fünf schnitten „Befriedigend“ ab. Eine Powerstation fiel mit „Mangelhaft“ durch, da sie im Test deutlich weniger leistete als vom Hersteller angegeben. Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass eine Powerstation aufgrund des fehlenden Einspeisewegs ins Hausnetz nur eingeschränkt als Zwischenspeicher geeignet ist. Inzwischen existieren allerdings Sets, die Powerstation und Balkonkraftwerk technisch verbinden können. Weiterführende Details finden sich hier.
Glossar – wichtige Begriffe einfach erklärt
Was Leser außerdem wissen wollen
Welche Balkonkraftwerke sind die besten?
Welche Produkte haben im Test von tipps.de besonders überzeugt – und aus welchen Gründen?
Quellenangaben
- wegatech.de
- energie-experten.org
- wegatech.de
- test.de
- efahrer.chip.de
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Auch diese Produkte wurden in den Test einbezogen (aktuell nicht online verfügbar)
Das EcoFlow PowerStream Balkonkraftwerk hat im Test das beste Gesamtergebnis erzielt. Es handelt sich um eines von drei getesteten Balkonkraftwerken, die eine Powerstation mitbringen. Der Vorteil: Überschüssiger Strom geht nicht mehr verloren. Eine weitere Besonderheit ist das zahlreiche erhältliche Zubehör. Getestet wurde das Balkonkraftwerk inklusive kompatibler Powerstation und intelligentem Zusatzakku. Im ausführlichen Video zum Test gibt es nähere Informationen zum Aufbau und den Funktionen des Balkonkraftwerks: Das Balkonkraftwerk wurde per Spedition angeliefert. Mit dabei waren zwei Solarmodule, ein Powerstream-Wechselrichter, eine DELTA 2 Powerstation, Bedienungsanleitungen und alle notwendigen Kabel sowie Montagematerialien. Die ebenfalls getestete Zusatzbatterie Delta 2 Max muss separat erworben werden. Getestet wurde das Balkonkraftwerk von EcoFlow mit Ständern zum Aufstellen im Garten. Alternativ sind jedoch auch Flachdach- oder Balkonhalterungen für die Solarpanels erhältlich. Der Hersteller bietet eine erweiterte Garantie von 5 Jahren an. Allerdings müssen dafür sämtliche Originalverpackungen aufbewahrt werden, was ziemlich viel Platz einnimmt. tipps.de zieht folgendes Fazit
Das EcoFlow PowerStream hat sich im Test als durchdachtestes und zugleich vielseitigstes Balkonkraftwerk erwiesen. Besonders überzeugend ist der Energiespeicher, der in den relevanten Testkriterien am besten abgeschnitten hat. Er bietet eine hohe Kapazität, viele Anschlüsse und eine sehr hohe Leistung. Ein weiterer wesentlicher Pluspunkt ist das viele Zubehör. Dank Zusatzbatterie lässt sich die ohnehin schon hohe Kapazität verdoppeln. Für alle, die sich aufwändiges Bohren bei der Montage ersparen wollen, bieten sich die erhältlichen Flachkabel an. Mit der von EcoFlow angebotenen WLAN-Steckdose lässt sich der erzeugte Strom zudem gezielt steuern und automatisch an den tatsächlichen Verbrauch im Haushalt anpassen. Damit bietet die Stecker-Solaranlage von EcoFlow sehr gute Grundvoraussetzungen, um den erzeugten Strom möglichst effizient und verlustfrei zu nutzen. Wer das meiste aus seinem Balkonkraftwerk herausholen möchte, sollte jedoch zu anderen Solarmodulen greifen. Die getesteten Module haben zwar einen hohen Wirkungsgrad, sind aber nicht bifazial und schöpfen die Einspeisegrenze nicht aus.



















- Beste Powerstation im Test
- Höchster Wirkungsgrad der Solarmodule im Test (23 Prozent)
- Praktisches Zubehör erhältlich (WLAN-Steckdose, Flachkabel)
- Schutzart IP68 / IP67 für Solarmodule und Wechselrichter
- Powerstation mit 2.048 Wattstunden
- Powerstation mit Lüfter (leise im Betrieb)
- Powerstation mit vielen Anschlüssen (vier Steckdosen, sechs USB-Anschlüsse und mehr)
- Powerstation bis 6 Kilowattstunden erweiterbar
- App mit umfangreichen Funktionen
- Gute Verarbeitungsqualität
- TÜV-Zertifizierung
- Flachkabel für Türen und Fenster erhältlich
- Niedrigster Wirkungsgrad des Wechselrichters im Test (92 Prozent)
- Montage der Solarmodul-Ständer im Test wenig intuitiv und zeitaufwändig
- WLAN-Reichweite der Powerstation geringer als die des Wechselrichters
- Aufbauanleitungen für die Halterungen sind verbesserungswürdig
- Keine bifazialen Solarmodule
- Powerstation ohne Heizung
FAQ
Im Test befand sich das Modell „Basic Duo Premium“. Die Lieferung erfolgte per Spedition und umfasste zwei jeweils 106 Zentimeter breite und 179 Zentimeter hohe Solarmodule mit einer Leistung von bis zu 375 Watt pro Modul sowie einen Hoymiles HM-800 Microwechselrichter. Da das Gerät ab Werk keine WLAN-Funktion besitzt, stellte der Hersteller zusätzlich einen kompatiblen WLAN-Stick von Hoymiles zur Verfügung, um die Leistungsdaten auslesen zu können. Dieser Zusatz gehört normalerweise nicht zum Standardpaket. - Professionell wiederaufbereitete Module
- Sofortige Erzeugung von klimafreundlichem Strom
- Einfache Installation
- Nachträgliche Aufrüstung auf 800 Watt
- TÜV-zertifizierter Aufbereitungsprozess
- Komplettpaket inklusive Montage- und Verbindungsmaterial
- 25 Jahre Leistungsgarantie auf die Module
- 12 Jahre Garantie auf den Wechselrichter
- Wechselrichter mit IP67-Schutzart
- Keine integrierte WLAN-Funktion am Wechselrichter
FAQ
Mit dem SolMate hat EET-Solar ein Balkonkraftwerk entwickelt, das sich deutlich von klassischen Stecker-PV-Anlagen unterscheidet. Kern des Systems ist ein Stromspeicher, in dem bereits ein Wechselrichter integriert ist. Durch diesen Ansatz soll die Installation vereinfacht und der Einsatzbereich erweitert werden. EET-Solar bietet das System je nach Bedarf mit zwei, drei oder vier Modulen an. Für den Test stand uns die Variante mit zwei Modulen zur Verfügung.
Die Lieferung erfolgte per Spedition und umfasste vier Pakete: zwei für die Solarmodule, eines für den Speicher und eines für das Zubehör. Das Design der Speichereinheit wirkt modern und wurde bereits mit dem James Dyson Design Award ausgezeichnet. Mit 28 Kilogramm ist der SolMate allerdings schwer, was den Transport an den Einsatzort etwas erschwerte. Die Solarmodule wiegen jeweils 20 Kilogramm. Nach dem Auspacken erwies sich die Erstmontage als unkompliziert.
Käufer können zwischen verschiedenen Montagevarianten wählen: Wandhalterung, Geländerhalterung oder Standhalterung. Für den Speicher liefert EET-Solar sowohl einen Standfuß als auch eine Wandhalterung mit. Nach der Montage der Module werden diese über die PV-Kabel mit dem Speicher verbunden. Im letzten Schritt wird der Speicher über einen Schuko-Stecker an eine Haushaltssteckdose angeschlossen. Optional liegt ein Wieland-Kabel bei, falls die Einspeisung über eine Wieland-Steckdose erfolgen soll.
Die Module messen 175,5 x 103,8 Zentimeter (L x B) und erreichen eine maximale Erzeugungsleistung von 430 Watt pro Modul. Je nach Setgröße wird so eine Gesamtleistung von bis zu 1.720 Watt erzielt. Der Wirkungsgrad beträgt 20,5 Prozent. Durch Half-Cut-Technologie produzieren die Module auch bei Teilverschattung weiterhin Strom. Die Konstruktion umfasst 3,2 Millimeter starkes Sicherheitsglas. Aufgrund ihrer Größe richtet sich das System eher an Nutzer mit ausreichend Platz. Ein kleiner Balkon bietet hierfür kaum ausreichend Fläche; im Garten oder auf einem Dach ist der Betrieb hingegen problemlos möglich.
Der Speicher nutzt einen Lithium-Eisenphosphat-Akku (LFP). Dieser Akkutyp zeichnet sich durch eine hohe Zyklenfestigkeit, thermische Sicherheit, geringe Selbstentladung und den Verzicht auf Kobalt aus. Die Kapazität beträgt 1,44 Kilowattstunden. Die standardmäßige Einspeiseleistung liegt bei 600 Watt und kann per Software-Update auf 800 Watt erhöht werden, womit die Vorgaben des Solarpakets I vollständig genutzt werden.
Im Test stellte sich die Bedienung als einfach heraus. Auf einer Seite befindet sich eine Taste mit vier LEDs. Durch Gedrückthalten wird das System ein- bzw. ausgeschaltet. Ein kurzer Tastendruck zeigt den Ladezustand in 25-Prozent-Schritten. Ein weiteres Drücken zeigt die aktuelle Einspeiseleistung. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein Drehregler angebracht, über den zwischen Netz-, Insel- und Standby-Betrieb gewählt werden kann. Unser Fazit
Der SolMate richtet sich an Anwender mit ausreichend Stellfläche. Im Test überzeugten die einfache Installation, der flexible Netz- bzw. Inselbetrieb und die intelligente Einspeisetechnik. Das System passt die Einspeiseleistung an den tatsächlichen Verbrauch an und speichert Überschüsse für später. Die Möglichkeit, ein eigenes WLAN-Netz zu erzeugen, eröffnet zusätzliche Einsatzszenarien außerhalb klassischer Wohnsituationen, etwa im Garten oder Wohnmobil. Einschränkend wirkt hingegen der hohe Platzbedarf.- Stromspeicher mit zwei integrierten Wechselrichtern
- Einfache Installation
- Inselbetrieb möglich
- Echtzeitdaten via WLAN und App
- Nutzung ohne Router dank eigenem WLAN möglich
- Inklusive Verkabelung
- Montagematerial für Balkon, Garten oder Fassade erhältlich
- Sehr gute Verarbeitung
- Für gesetzliche Vorgaben ab 2024 ausgelegt
- Für kleine Balkone ungeeignet
- Speicher-/Wechselrichtereinheit ohne Display
FAQ
Finden Sie das beste Balkonkraftwerk – die Testergebnisse 2026 von tipps.de im Überblick
| Rang | Produkt | Datum | Preis | |
|---|---|---|---|---|
| Platz 1: Sehr gut (1,2) | EcoFlow STREAM Balkonkraftwerk ⭐️ | 11/2025 | 399,00€1 | Zum Angebot* |
| Platz 2: Gut (1,6) | Kleines Kraftwerk Balkonkraftwerk | 11/2025 | 469,99€1 | Zum Angebot* |
| Platz 3: Gut (1,8) | Jackery Balkonkraftwerk | 11/2025 | 649,99€1 | Zum Angebot* |
| Platz 4: Gut (1,8) | SunLit Balkonkraftwerk BK-215 | 11/2025 | 599,00€1 | Zum Angebot* |
| Platz 5: Gut (2,0) | Maysun Solar Balkonkraftwerk | 11/2025 | 109,99€1 | Zum Angebot* |
| Platz 6: Gut (2,2) | Solakon Balkonkraftwerk | 11/2025 | 449,99€1 | Zum Angebot* |





